Ein einzelnes Plastikpartikel zerfällt im Laufe der Zeit in Milliarden noch kleinerer Teilchen. Diese winzigen Fragmente, kleiner als jede menschliche Zelle, gelangen mittlerweile in nahezu jeden Winkel unseres Planeten – von den Tiefen der Ozeane bis in das Trinkwasser auf unserem Tisch. Was genau passiert, wenn diese Partikel in unseren Körper gelangen? Und warum unterscheidet die Wissenschaft neuerdings so streng zwischen Mikroplastik und Nanoplastik? Die Antworten auf diese Fragen könnten unser Verständnis von Umweltverschmutzung grundlegend verändern.
Was ist Nanoplastik und wie unterscheidet es sich von Mikroplastik?
Die Unterscheidung zwischen Mikroplastik und Nanoplastik ist für das Verständnis der Thematik grundlegend, denn beide Begriffe werden in öffentlichen Diskussionen häufig verwechselt oder gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um Partikel mit völlig unterschiedlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen im menschlichen Körper [1].
Mikroplastik bezeichnet Plastikfragmente mit einer Größe zwischen 5 Millimetern und 1 Mikrometer. Ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter. Nanoplastik hingegen umfasst alle Plastikpartikel, die kleiner als 1 Mikrometer sind – also unterhalb von 1000 Nanometern [2]. Zur Einordnung: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von etwa 70 bis 100 Mikrometern. Nanoplastik ist demnach mindestens 70-mal kleiner als ein Haar und mit bloßem Auge nicht sichtbar [3].
Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA definiert Mikroplastik als Partikel von 5 Millimetern bis 1 Nanometer, wobei Nanoplastik als Untergruppe gilt und Partikel kleiner als 1 Mikrometer umfasst [2]. Die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA verwendet einen ähnlichen Definitionsrahmen: Mikroplastik von 5 Millimetern bis 1 Mikrometer, Nanoplastik von 1000 Nanometern bis 1 Nanometer [4]. Diese Unterscheidung ist nicht nur akademisch, sondern hat konkrete Auswirkungen auf die Forschung und Risikobewertung.
Warum die Größe entscheidend ist
Der wesentliche Unterschied zwischen Mikro- und Nanoplastik liegt in ihrer Fähigkeit, biologische Barrieren zu überwinden. Während Mikroplastikpartikel zumindest ab einer Größe von 150 Mikrometern im Verdauungstrakt verbleiben und ausgeschieden werden, können Nanoplastikpartikel aufgrund ihrer geringen Größe Zellmembranen durchdringen und vom Körper besonders einfach aufgenommen werden [5]. Sie können durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen und sich von dort in verschiedene Organe verteilen – darunter Herz, Leber und Gehirn [5]. Diese Fähigkeit zur Überwindung biologischer Barrieren macht Nanoplastik zu einem Forschungsgegenstand mit besonderer Relevanz für die menschliche Gesundheit.
Ein einzelnes Mikroplastikpartikel kann bei weiterem Zerfall in Milliarden von Nanoplastikpartikeln zerfallen [7]. Das bedeutet: Die Menge an Nanoplastik in der Umwelt könnte um ein Vielfaches größer sein als bisher angenommen, da herkömmliche Messmethoden diese winzigen Partikel lange Zeit nicht erfassen konnten.
Wie entsteht Nanoplastik und wo kommt es vor?
Nanoplastik entsteht auf zwei grundlegend verschiedenen Wegen. Bei der primären Entstehung werden die Partikel gezielt in Nanogröße hergestellt – etwa für Kosmetikprodukte, medizinische Anwendungen oder industrielle Zwecke [8]. Die sekundäre Entstehung hingegen erfolgt durch den Zerfall größerer Kunststoffe unter dem Einfluss von UV-Strahlung, mechanischer Beanspruchung, Temperaturschwankungen und biologischem Abbau [9].
Die Quellen von Nanoplastik in der Umwelt sind vielfältig. Synthetische Textilien setzen bei jedem Waschgang Plastikfasern frei. Eine Studie der Columbia University zeigte, dass pro 10 Pfund Wäsche Millionen von Mikro- und Nanoplastikpartikeln ins Abwasser gelangen [10]. Auch der Reifenabrieb im Straßenverkehr, die Verwitterung von Kunststoffverpackungen und der Abbau von Einwegprodukten tragen zur Nanoplastikbelastung bei [11].
Nanoplastik in Flaschenwasser
Eine im Januar 2024 in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie von Forschern der Columbia University und Rutgers University erregte weltweites Aufsehen. Mithilfe einer neu entwickelten Lasertechnologie, der sogenannten stimulierten Raman-Streuungs-Mikroskopie, analysierten die Wissenschaftler drei handelsübliche Flaschenwassermarken aus den USA [3].
Das Ergebnis: Durchschnittlich enthielt ein Liter Flaschenwasser etwa 240.000 nachweisbare Plastikfragmente. Das sind 10- bis 100-mal mehr Partikel als in früheren Studien ermittelt wurden, die sich hauptsächlich auf größere Mikroplastikpartikel konzentrierten [12]. Von den nachgewiesenen Partikeln waren etwa 90 Prozent Nanoplastik, also kleiner als 1 Mikrometer. Die verbleibenden 10 Prozent entfielen auf Mikroplastik [3].
| Plastikart | Häufigkeit im Flaschenwasser | Mögliche Herkunft |
|---|---|---|
| Polyamid (Nylon) | Am häufigsten | Wasserfilter bei Abfüllung |
| PET (Polyethylenterephthalat) | Sehr häufig | Flaschenmaterial |
| Polystyrol | Häufig | Verpackung, Umwelt |
| PVC (Polyvinylchlorid) | Nachweisbar | Rohrleitungen, Umwelt |
| Polypropylen | Nachweisbar | Verschlüsse, Verpackung |
Die Forscher konnten mit ihrer Methode sieben gängige Kunststoffarten identifizieren. Diese machten jedoch nur etwa 10 Prozent aller gefundenen Nanopartikel aus. Die restlichen 90 Prozent könnten weitere Kunststoffarten, Mineralstoffe oder andere Substanzen sein [13]. Wei Min, Chemieprofessor an der Columbia University und Mitentwickler der verwendeten Technologie, kommentierte: Bei Nanoplastik komme es nicht auf die Masse an, sondern auf die Anzahl der Partikel – je kleiner sie seien, desto leichter könnten sie in den Körper gelangen [10].
Leitungswasser im Vergleich
Auch Leitungswasser enthält Mikroplastik und Nanoplastik, jedoch in deutlich geringeren Konzentrationen als Flaschenwasser [14]. Die Kontamination variiert je nach Region, Wasseraufbereitung und Leitungsmaterial. Studien zeigen, dass moderne Wasseraufbereitungsanlagen einen Teil der Plastikpartikel herausfiltern können. Filtration mit Aktivkohle entfernt bis zu 60 Prozent der Mikroplastikpartikel, während Flockung kombiniert mit Sedimentation etwa 54 Prozent reduziert – allerdings hauptsächlich bei größeren Partikeln [15].
Wie gelangt Nanoplastik in den menschlichen Körper?
Der menschliche Körper ist Nanoplastik über verschiedene Wege ausgesetzt. Die drei Hauptaufnahmewege sind die Nahrungsaufnahme, das Einatmen und der Hautkontakt [16]. Von diesen dreien gilt die Aufnahme über Nahrung und Getränke als der bedeutendste Expositionsweg, da die Oberfläche des menschlichen Verdauungstrakts etwa 200 Quadratmeter beträgt [17].
Aufnahme über Nahrung und Getränke
Menschen nehmen Schätzungen zufolge jährlich zwischen 39.000 und 52.000 Mikroplastikpartikel allein über Nahrung und Wasser auf [18]. Hinzu kommen weitere Partikel durch Inhalation, sodass die Gesamtexposition auf 74.000 bis 121.000 Partikel pro Jahr geschätzt wird [18]. Diese Zahlen erfassen jedoch nur Mikroplastik – Nanoplastik wurde mit den damaligen Methoden nicht gemessen. Die tatsächliche Partikelexposition dürfte daher deutlich höher liegen. Wer seinen täglichen Flüssigkeitsbedarf ausschließlich mit Flaschenwasser deckt, nimmt laut Berechnungen zusätzlich etwa 90.000 Partikel auf [19].
Meeresfrüchte gelten als besonders relevante Expositionsquelle, da sich Plastikpartikel in aquatischen Ökosystemen anreichern. Fische, Muscheln und Krustentiere nehmen Plastik über Wasser und Nahrung auf, das dann auf den Menschen übertragen wird [20]. Eine Studie entlang der türkischen Mittelmeerküste extrahierte 1.822 Mikroplastikpartikel aus den Magen-Darm-Trakten von 1.337 Fischproben, wobei Fasern etwa 70 Prozent der Partikel ausmachten [21].
Auch verarbeitete Lebensmittel, Obst, Gemüse, Speisesalz, Honig, Milch und sogar Tee weisen nachweisbare Plastikpartikelkonzentrationen auf [22]. Eine 2025 veröffentlichte Übersichtsarbeit verglich verschiedene Ernährungsmuster und deren Nanoplastikexposition. Demnach führt eine lakto-ovo-vegetarische Ernährung mit etwa 69 Millionen Partikeln pro Tag zu der höchsten Exposition – nahezu doppelt so viel wie bei anderen untersuchten Ernährungsweisen. Dies liegt am hohen Anteil von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen, die allesamt Plastikpartikel aus der Umwelt aufnehmen [23].
Aufnahme über die Atmung
Plastikpartikel befinden sich sowohl in der Innen- als auch in der Außenluft. Studien zeigen, dass die Innenraumluft höhere Konzentrationen aufweist als die Außenluft – zwischen 1 und 60 Fasern pro Kubikmeter in Innenräumen gegenüber 0,3 bis 1,5 Fasern pro Kubikmeter im Freien [11]. Dies erklärt sich durch synthetische Textilien, Teppiche, Möbelbezüge und andere Kunststoffprodukte in geschlossenen Räumen.
Die geschätzte eingeatmete Menge liegt bei etwa 2.160 Partikeln pro Jahr [24]. Nanoplastik wurde in dieser Schätzung nicht erfasst, da entsprechende Messmethoden für luftgetragene Partikel fehlten. Die Lunge verfügt über eine sehr große Oberfläche mit dünnen Gewebeschranken, was es insbesondere Nanoplastikpartikeln ermöglicht, in das Blutgefäßsystem überzutreten [17].
Aufnahme über die Haut
Die menschliche Haut bildet durch ihre äußere Hornschicht (Stratum corneum) eine relativ effektive Barriere gegen Partikel [25]. Gesunde, intakte Haut verhindert größtenteils das Eindringen von Mikro- und Nanoplastik. Anders verhält es sich bei verletzter Haut, Hautkrankheiten oder erhöhter Durchlässigkeit etwa durch Schweißdrüsen und Haarfollikel [26]. Kosmetikprodukte wie Peelings und Körperpflegeprodukte, die Mikroplastikpartikel enthalten, stellen eine zusätzliche dermale Expositionsquelle dar [27].
Nachweise von Plastikpartikeln im menschlichen Körper
In den vergangenen Jahren gelang es Forschern erstmals, Plastikpartikel direkt in menschlichen Geweben und Körperflüssigkeiten nachzuweisen. Wichtig: Die meisten bisherigen Nachweise beziehen sich auf Mikroplastik, da Nanoplastik aufgrund seiner geringen Größe lange Zeit technisch nicht erfassbar war. Erst seit 2024 existieren Methoden, die eine Quantifizierung von Nanoplastik ermöglichen. Die folgenden Befunde belegen, dass Plastikpartikel nicht nur aufgenommen werden, sondern sich auch im Körper verteilen und dort verbleiben können.
Nachweis im Blut
Eine 2022 in der Fachzeitschrift Environment International veröffentlichte niederländische Studie wies erstmals Mikroplastik im menschlichen Blut nach [9]. Die Forscher fanden in 17 von 22 untersuchten Blutproben nachweisbare Kunststoffkonzentrationen. PET (der Kunststoff aus Getränkeflaschen), Polystyrol und Polyethylen waren die am häufigsten nachgewiesenen Polymere [9]. Die durchschnittliche Konzentration betrug 1,6 Mikrogramm pro Milliliter Blut. Diese Entdeckung lieferte den Beweis, dass Plastikpartikel tatsächlich in den Blutkreislauf gelangen und sich im Körper verteilen können. Nanoplastik wurde in dieser Studie nicht spezifisch untersucht, da entsprechende Nachweismethoden erst später verfügbar wurden.
Nachweis in Organen und Geweben
Weitere Studien wiesen Mikroplastik in verschiedenen menschlichen Organen nach – darunter Lunge, Leber und Plazenta [28]. Eine 2024 erschienene Untersuchung der University of New Mexico analysierte 23 menschliche Hodenproben mittels Pyrolyse-Gaschromatographie-Massenspektrometrie. In allen Proben wurden Plastikpartikel nachgewiesen, mit einer durchschnittlichen Konzentration von 328 Mikrogramm pro Gramm Gewebe [29]. Der Co-Autor der Studie, Matthew Campen, erklärte, dass viele der gefundenen Partikel im Nanobereich lagen – typischerweise weniger als 0,5 Mikrometer in der Länge und 20 bis 200 Nanometer in der Breite. Die Studie fand also sowohl Mikro- als auch Nanoplastik in menschlichen Hoden [30].
In der menschlichen Plazenta wurden bereits 2021 Mikroplastikpartikel mit einer Größe von 5 bis 10 Mikrometern nachgewiesen – diese Partikel liegen damit oberhalb der Nanoplastik-Grenze von 1 Mikrometer [31]. Auch in Muttermilch wurden Mikroplastikpartikel kleiner als 5 Millimeter gefunden – in 75 Prozent der untersuchten Proben [32]. Diese Befunde verdeutlichen, dass die Exposition bereits im frühkindlichen Alter beginnen kann. Ob auch Nanoplastik in diesen Geweben vorkommt, konnte mit den damaligen Analysemethoden nicht festgestellt werden.
Die Marfella-Studie: Nanoplastik und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Eine im März 2024 im New England Journal of Medicine veröffentlichte italienische Studie sorgte für besondere Aufmerksamkeit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Das Forscherteam um Raffaele Marfella von der Universität Campania untersuchte den Zusammenhang zwischen Mikro- und Nanoplastik in Gefäßablagerungen (Atheromen) und kardiovaskulären Ereignissen [33].
Die prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie untersuchte 257 Patienten, die sich aufgrund einer asymptomatischen Karotis-Arterienstenose einer Karotis-Endarteriektomie unterzogen – einem chirurgischen Eingriff zur Entfernung von Ablagerungen in der Halsschlagader [33]. Die entnommenen Gewebeproben wurden mittels Pyrolyse-Gaschromatographie-Massenspektrometrie auf Plastikpartikel analysiert.
Ergebnisse der Studie
Die Forscher fanden Plastikpartikel in den Gefäßablagerungen von 150 der 257 Patienten – das entspricht etwa 58 Prozent. Bei etwa 60 Prozent dieser Patienten wurde Polyethylen nachgewiesen, bei etwa 12 Prozent PVC [33]. Diese Kunststoffarten finden sich in zahlreichen Alltagsprodukten, von Getränkebehältern bis hin zu Baumaterialien.
| Gruppe | Anzahl Patienten | Kardiovaskuläre Ereignisse |
|---|---|---|
| Mit Plastikpartikeln in Atheromen | 150 | 20 Prozent |
| Ohne nachweisbare Plastikpartikel | 107 | 7,5 Prozent |
Nach einer mittleren Beobachtungszeit von 34 Monaten traten bei den Patienten mit Plastikpartikeln in ihren Gefäßablagerungen deutlich häufiger kardiovaskuläre Ereignisse auf. 20 Prozent dieser Gruppe erlitten einen nicht-tödlichen Herzinfarkt, einen nicht-tödlichen Schlaganfall oder verstarben. In der Vergleichsgruppe ohne nachweisbare Plastikpartikel lag dieser Anteil bei 7,5 Prozent [33]. Nach Bereinigung für Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und Vorerkrankungen wie Diabetes und abnormale Cholesterinwerte zeigte sich ein etwa 4,5-fach erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse [33].
Einordnung der Ergebnisse
Die Marfella-Studie ist die erste ihrer Art, die einen Zusammenhang zwischen Plastikpartikeln in menschlichem Gewebe und klinischen Gesundheitsergebnissen aufzeigt. Die Forscher stellten zudem fest, dass die Patienten mit Plastikpartikeln in ihren Ablagerungen höhere Konzentrationen von Entzündungsmarkern aufwiesen [33]. Entzündungen gelten als wichtiger Mechanismus bei der Entstehung und Progression von Arteriosklerose.
Dennoch ist eine kritische Einordnung notwendig: Die Studie zeigt eine Assoziation, keinen kausalen Zusammenhang. Die Autoren selbst waren in ihrer Darstellung transparent bezüglich der Limitationen [34]. Ob die Plastikpartikel tatsächlich die kardiovaskulären Ereignisse verursachten oder lediglich ein Begleitphänomen darstellen, kann anhand dieser Beobachtungsstudie nicht abschließend geklärt werden. Eine randomisierte kontrollierte Studie, die einen Kausalzusammenhang beweisen könnte, wäre aus ethischen Gründen nicht durchführbar [34].
Weitere Einschränkungen betreffen das Kontaminationsrisiko: Die chirurgische Umgebung und das verwendete Operationsmaterial enthalten selbst Plastikbestandteile, was eine Verunreinigung der Proben nicht vollständig ausschließen lässt [34]. Zudem wurden keine Serumproben der Patienten auf Plastikpartikel untersucht, was Aufschluss über die allgemeine Exposition hätte geben können.
Mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit
Die Forschung zu gesundheitlichen Auswirkungen von Nanoplastik befindet sich noch in einem frühen Stadium. Die meisten Erkenntnisse stammen aus Zellkulturexperimenten und Tierversuchen, während umfassende Humanstudien weitgehend fehlen [1]. Dennoch zeichnen sich mehrere Wirkmechanismen ab, die in Laborstudien konsistent beobachtet wurden.
Oxidativer Stress und Entzündungsreaktionen
Zellstudien zeigen, dass Nanoplastik oxidativen Stress auslösen kann – einen Zustand, bei dem schädliche reaktive Sauerstoffspezies die Zellstrukturen angreifen [35]. Diese Reaktion wurde in verschiedenen Zelltypen beobachtet, darunter Darmzellen, Lungenzellen und Immunzellen. Oxidativer Stress gilt als Auslöser für Entzündungsreaktionen und kann langfristig Zellschäden verursachen [36].
Die Aktivierung von Entzündungsprozessen wurde in mehreren Studien dokumentiert. Insbesondere der NLRP3-Inflammasom-Komplex – ein Teil des angeborenen Immunsystems – scheint auf Nanoplastikpartikel zu reagieren [37]. Diese Aktivierung führt zur Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe wie Interleukin-1beta. Chronische niedriggradige Entzündungen werden mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen.
Auswirkungen auf das Verdauungssystem
Der Magen-Darm-Trakt ist der primäre Ort, an dem Nanoplastik mit dem Körper in Kontakt kommt. Tierversuche zeigen, dass Nanoplastikexposition die Zusammensetzung der Darmflora verändern kann [38]. Das Darmmikrobiom spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit des Verdauungssystems und des gesamten Organismus. Störungen der Darmflora werden mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Studien an menschlichen Darmzellen zeigten, dass Polystyrol-Mikro- und Nanoplastikpartikel gemeinsam eine Schädigung der Darmbarriere verursachen können, vermittelt durch reaktive Sauerstoffspezies und verstärkten Zelltod [39]. Eine intakte Darmbarriere ist wichtig, um das Eindringen von Fremdstoffen und Krankheitserregern zu verhindern.
Mögliche Auswirkungen auf das Nervensystem
Das zentrale Nervensystem gilt als besonders empfindlich gegenüber Umweltschadstoffen, insbesondere während der embryonalen Entwicklung [1]. Aufgrund ihrer geringen Größe könnten Nanoplastikpartikel prinzipiell die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Tierversuche mit Polystyrol-Mikroplastik zeigten Auswirkungen auf Neurotransmittersysteme, darunter Acetylcholin, Gamma-Aminobuttersäure und Glutamat [1].
Eine Studie mit dreidimensionalen Hirnorganoid-Modellen (aus menschlichen Zellen gezüchtete Miniatur-Hirnstrukturen) untersuchte die Auswirkungen von Polystyrol-Mikroplastik unterschiedlicher Größe. Die Exposition führte zu messbaren Veränderungen in den Organoidstrukturen [40]. Die Übertragbarkeit dieser Laborergebnisse auf den lebenden Menschen bleibt jedoch unklar.
Endokrine Disruption
Plastik enthält häufig Zusatzstoffe wie Weichmacher (Phthalate), Flammschutzmittel und Bisphenol A (BPA). Diese Substanzen können als endokrine Disruptoren wirken – also die Hormonsysteme beeinflussen [41]. Sie können natürliche Hormone nachahmen, deren Wirkung blockieren oder deren Produktion und Abbau verändern. Endokrin wirksame Substanzen werden mit reproduktiven Störungen und Stoffwechselerkrankungen in Verbindung gebracht.
Da Nanoplastikpartikel aufgrund ihres hohen Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnisses diese Chemikalien besonders effektiv binden und transportieren können, besteht die Befürchtung, dass sie als Träger für diese Substanzen in den Körper fungieren [42]. Ob dieser Mechanismus unter realistischen Expositionsbedingungen tatsächlich eine Rolle spielt, ist Gegenstand laufender Forschung.
Was wissen wir noch nicht?
Trotz der wachsenden Zahl an Studien bestehen erhebliche Wissenslücken hinsichtlich der Gesundheitsauswirkungen von Nanoplastik. Diese Einschränkungen sollten bei der Interpretation der verfügbaren Daten berücksichtigt werden.
Fehlende standardisierte Methoden
Ein grundlegendes Problem ist das Fehlen standardisierter Methoden zur Probennahme, Extraktion, Quantifizierung und Identifizierung von Nanoplastikpartikeln [4]. Unterschiedliche Studien verwenden verschiedene Techniken, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse stark einschränkt. Die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA weist explizit darauf hin, dass ohne validierte Standardmethoden und Referenzmaterialien keine zuverlässigen Schlussfolgerungen für die Risikobewertung möglich sind [4].
Unrealistische Expositionsbedingungen in Laborstudien
Viele toxikologische Studien verwenden Konzentrationen, die weit über den realistischen menschlichen Expositionen liegen [43]. Zudem basieren die meisten Untersuchungen auf Polystyrol-Nanopartikeln, da diese im Labor leicht herzustellen und zu handhaben sind. Die am häufigsten verwendeten Kunststoffe im Alltag – Polyethylen und Polypropylen – sind dagegen weniger gut untersucht [44]. Die Übertragbarkeit der Laborergebnisse auf reale Expositionsszenarien ist daher begrenzt.
Langzeitstudien am Menschen fehlen
Es gibt kaum epidemiologische Langzeitstudien, die die Auswirkungen einer chronischen Nanoplastikexposition am Menschen untersuchen [1]. Die Marfella-Studie lieferte erste Hinweise auf mögliche klinische Konsequenzen, doch umfassende Kohortenstudien, die Expositionshöhe und Gesundheitsergebnisse über Jahre hinweg verfolgen, existieren noch nicht. Die Europäische Kommission fördert mit dem CUSP-Forschungscluster entsprechende Initiativen, doch belastbare Ergebnisse werden noch Jahre auf sich warten lassen [45].
Unklare Dosis-Wirkungs-Beziehungen
Ob es eine sichere Expositionsgrenze für Nanoplastik gibt und wie diese aussehen könnte, ist unbekannt. Die wenigen vorhandenen Studien zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen zeigen inkonsistente Ergebnisse, was teilweise auf die unterschiedlichen verwendeten Partikeltypen und Messmethoden zurückzuführen ist [46].
- Standardisierte Analysemethoden für Nanoplastik fehlen, was die Vergleichbarkeit von Studien einschränkt
- Laborstudien verwenden oft unrealistisch hohe Konzentrationen
- Langzeitstudien am Menschen existieren kaum
- Die meisten Studien nutzen Polystyrol, nicht die häufigsten Alltagskunststoffe
- Dosis-Wirkungs-Beziehungen sind weitgehend unbekannt
Regulierung und politische Maßnahmen
Die regulatorische Landschaft für Mikro- und Nanoplastik entwickelt sich, jedoch langsamer als die wissenschaftlichen Erkenntnisse. In der Europäischen Union gibt es derzeit keine spezifische Gesetzgebung, die Mikro- und Nanoplastik als Kontaminanten in Lebensmitteln reguliert [47]. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Berichte veröffentlicht, kommen jedoch zu dem Schluss, dass die Datenlage für eine vollständige Risikobewertung unzureichend ist [47].
In den USA ist Flaschenwasser durch die FDA reguliert. Aktuelle Vorschriften schreiben vor, dass das Wasser durch Filter geleitet werden muss, die Partikel größer als ein Mikrometer entfernen [48]. Nanoplastik wird von diesen Filtern jedoch nicht erfasst. Die FDA erklärte, die Ergebnisse der Columbia-Studie zu prüfen, hat bisher jedoch keine neuen Grenzwerte eingeführt [48].
Die US-Umweltbehörde NIEHS hat ein Notice of Special Interest herausgegeben, um Forschung zu Exposition und Gesundheitseffekten von Mikro- und Nanoplastik zu fördern [49]. Antragsfrist für entsprechende Forschungsprojekte ist November 2027. Dies verdeutlicht, dass auch die Regulierungsbehörden den dringenden Forschungsbedarf erkennen.
Was können Verbraucher tun?
Angesichts der Allgegenwärtigkeit von Nanoplastik ist eine vollständige Vermeidung unrealistisch. Dennoch können bestimmte Verhaltensweisen die Exposition reduzieren, auch wenn deren tatsächlicher Nutzen für die Gesundheit nicht belegt ist.
Die Reduktion von Einwegplastik – insbesondere bei Lebensmittelverpackungen und Getränkebehältern – kann die direkte Exposition verringern. Studien zeigen, dass Flaschenwasser deutlich höhere Nanoplastikkonzentrationen aufweist als Leitungswasser [14]. Der Umstieg auf Leitungswasser, gegebenenfalls mit zusätzlicher Filterung, könnte daher eine Maßnahme sein.
Beim Erhitzen von Lebensmitteln in Plastikbehältern – etwa in der Mikrowelle – können erhöhte Mengen an Plastikpartikeln freigesetzt werden [50]. Glas- oder Keramikgefäße bieten hier eine Alternative. Auch bei Babyflaschen aus Polypropylen wurde eine erhöhte Freisetzung bei heißen Flüssigkeiten dokumentiert [51].
Eine Reduktion synthetischer Textilien im Haushalt und das Waschen bei niedrigeren Temperaturen könnten die Freisetzung von Mikro- und Nanoplastik aus Kleidung verringern [52]. Spezielle Waschbeutel, die Fasern auffangen, sind im Handel erhältlich, ihre Wirksamkeit für Nanoplastik ist jedoch nicht systematisch untersucht.
Fazit
Nanoplastik ist mittlerweile in nahezu allen Umweltkompartimenten und im menschlichen Körper nachweisbar. Die Columbia-Studie zeigte 2024, dass ein Liter Flaschenwasser durchschnittlich 240.000 Plastikpartikel enthält, von denen 90 Prozent Nanoplastik sind. Die Marfella-Studie lieferte erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Plastikpartikeln in Gefäßablagerungen und kardiovaskulären Ereignissen.
Die Forschung zu gesundheitlichen Auswirkungen steckt noch in den Kinderschuhen. Laborstudien zeigen zwar konsistent Effekte wie oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen, doch die Übertragbarkeit auf reale menschliche Expositionsszenarien bleibt unklar. Fehlende standardisierte Analysemethoden, unrealistische Laborkonzentrationen und das Fehlen von Langzeitstudien am Menschen schränken die Aussagekraft der verfügbaren Daten ein.
Ein sachlich-kritischer Umgang mit dem Thema erscheint angemessen: Die Befunde sind ernst zu nehmen und rechtfertigen weitere Forschung sowie politische Aufmerksamkeit. Gleichzeitig sollten übertriebene Alarmreaktionen vermieden werden, solange die tatsächlichen Gesundheitsrisiken für den Menschen nicht besser verstanden sind. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche konkreten Konsequenzen die Nanoplastikexposition für die menschliche Gesundheit hat – und welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind.
📚 Quellen (52 Quellen)
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