Was sind eigentlich CBD-Blüten?

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CBD Blüten

CBD-Blüten sind die Knospen der weiblichen Nutzhanfpflanze (Cannabispflanze). Als Nutzhanf bezeichnet man Sorten, die im Unterschied zum herkömmlichen Hanf nur wenig psychoaktives THC enthalten, dafür aber viel Cannabidiol (CBD), das keine berauschende Wirkung hat. In Deutschland dürfen CBD-Blüten nur dann legal verkauft werden, wenn ihr THC-Gehalt weniger als 0,2 Prozent beträgt. Rein optisch und vom Geruch her unterscheiden sich CBD-Blüten jedoch nicht von herkömmlichen Hanfblüten, der Unterschied ist nur im Labor feststellbar.

In Vergleich zu anderen Pflanzenteilen ist der CBD-Gehalt in den Blüten der Cannabispflanze besonders hoch. Denn die Blütenstände sind reich an Trichomen, das sind kleine pilzförmige Drüsen, in denen Harz produziert wird. Dieses Harz ist reich an CBD und anderen für Cannabis typischen Stoffen. Es kommt dabei aber auch auf Faktoren wie den Erntezeitpunkt an: Normalerweise wird der CBD-Höchstwert zu einem frühen Zeitpunkt erreicht, wenn die Blütenstände noch nicht ihr volles Gewicht haben. Bei hochwertigen Produkten handelt es sich daher streng genommen um CBD-Knospen.

CBD Blüten
CBD Blüten

Zur Herstellung der CBD-Knospen bzw. CBD-Blüten werden die Nutzhanfpflanzen entweder im Freien oder in Gewächshäusern oder -hallen kultiviert. Letzteres macht es einfacher, die klimatischen Bedingungen zu kontrollieren. Grundsätzlich ist Hanf eine anspruchslose Pflanze, die ohne Einsatz von Düngemitteln oder Pestiziden auskommt. Das ist auch eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die daraus gewonnenen Produkte frei von Schadstoffen sind.

Nach der Ernte werden die CBD-Blüten zunächst schonend gereinigt, um oberflächliche Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend werden sie sorgfältig getrocknet. Dieser Schritt ist wichtig, denn Restfeuchtigkeit kann zu Schimmelbefall führen! Zur Trocknung nutzt man im Idealfall kühle, trockene, gut belüftete Räume ohne direkte Sonneneinstrahlung. Zwar kann Wärme den Trocknungsprozess beschleunigen, zugleich gehen dabei aber viele Inhaltsstoffe der CBD-Blüten verloren. Hochwertige Produkte sollten daher beim Trocknen möglichst keiner Hitze ausgesetzt werden.

Die getrockneten CBD-Blüten werden anschließend noch von groben Stängeln und Blättern gesäubert und sind dann an sich fertig für den Verkauf. Manche Hersteller behandeln die Blüten zusätzlich mit natürlichen Cannabisextrakten nach, um den CBD-Gehalt zu erhöhen. Erforderlich ist eine derartige Nachbehandlung jedoch nicht, denn neuere Züchtungen weisen von Natur aus einen hohen CBD-Gehalt von 10 bis 20 Prozent auf, manche Sorten bringen es sogar auf über 20 Prozent. Synthetische Zusatzstoffe haben auf hochwertigen Produkten jedenfalls nichts zu suchen!

Welche Inhaltsstoffe stecken in CBD-Blüten?

Da es sich bei CBD-Blüten um ein Naturprodukt handelt, lässt sich diese Frage nur schwer allgemein beantworten. In der gesamten Cannabispflanze wurden bisher mehr als 600 Inhaltsstoffe nachgewiesen. Ihre genaue Menge und Zusammensetzung kann sich aber individuell stark unterscheiden. Denn zum einen hängt das Inhaltsstoff-Profil von den genetischen Voraussetzungen ab, die je nach Sorte der Hanfpflanze variieren. Die in der EU als Nutzhanf zugelassenen Varianten umfassen derzeit 65 Sorten mit jeweils spezifischen Eigenschaften, die im EU-Sortenkatalog festgelegt sind.

Doch selbst innerhalb einer Sorte können sich die Inhaltsstoffe von Pflanze zu Pflanze unterscheiden, da Faktoren wie das Anbaugebiet, die Bodenbeschaffenheit, das Wetter und der Erntezeitpunkt starken Einfluss auf die biochemischen Eigenschaften nehmen. Und selbst Pflanzen, die am gleichen Ort und unter gleichen Bedingungen gewachsen sind, weisen nicht selten individuell unterschiedliche Inhaltsstoff-Profile auf. CBD-Blüten sind somit kein normiertes Produkt, in dem zu jedem Zeitpunkt genau dieselben Stoffe stecken. Unserer Meinung nach sollte ein hochwertiges Produkt jedenfalls einen durch unabhängige Laboranalysen bestätigten CBD-Gehalt von mindestens 10 bis 20 Prozent aufweisen.

Grundsätzlich lassen sich die Inhaltsstoffe von CBD-Blüten in folgende Gruppen einteilen:

  • Cannabinoide: Diese Gruppe umfasst die Hauptwirkstoffe der Cannabispflanze, nämlich das psychoaktive Tetrahydrocannabinol (THC) und das für die CBD-Blüten namensgebende Cannabidiol (CBD). Zu den Cannabinoiden zählen weiters Stoffe wie CBC, CBDV, CBG, CBN und CBL. Insgesamt wurden in der Cannabispflanze bisher mehr als 110 unterschiedliche Cannabinoide nachgewiesen (*1). Die Substanzen werden in den Drüsentrichomen der Pflanze produziert. Wichtig zu wissen ist, dass die Cannabinoide in der Cannabispflanze überwiegend als sogenannte Carboxylsäuren vorliegen. CBD ist beispielsweise in Form von CBD-Carboxylsäure (CBDA) enthalten. Erst bei der Anwendung der Produkte werden diese Carboxylsäuren in die bioverfügbare Form umgewandelt, was in der Regel durch Hitzeeinwirkung geschieht.
  • Flavonoide: Als Flavonoide bezeichnet man eine recht heterogene Gruppe an Stoffen, die im Pflanzenreich weit verbreitet sind und oft die typischen Aromen und Farben bewirken. Die Cannabispflanze enthält unter anderem die Flavonoide Apigenin, Cannaflavin A, B und C, (Iso-)Vexitin, Kaempferol, Luteolin, Orientin und Quercetin.
  • Terpene und Terpenoide: Dazu zählen jene Inhaltsstoffe, die für den typisch harzigen Geruch von Cannabisprodukten verantwortlich sind. Das genaue Terpen-Profil unterscheidet sich von Sorte zu Sorte. Typischerweise findet man in CBD-Blüten die Terpene 1,4-Cineol, 1,8-Cineol, B-Caryophyllen, Terpinene, Nerolidiol, A-Pinen, B-Pinen, Limonen, Myrcen, Linalool, Geraniol und Humelen.
  • Phytosterine: Dabei handelt es sich um Fettstoffe, die eine strukturelle Ähnlichkeit mit Cholesterin aufweisen. In der Cannabispflanze ist vor allem das B-Sitosterin in relevanten Mengen enthalten.
  • Aminosäuren: Diese bilden die einzelnen „Bausteine“ von Eiweißen. CBD-Blüten enthalten ein breites Spektrum an Aminosäuren (Glutaminsäure, Arginin, Asparaginsäure, Leucin, Serin, Valin, Phenylalanin, Glycin, Alanin, Prolin, Lysin, Isoleucin, Threonin, Tyrosin, Histidin, Methionin, Cystein und Tryptophan).
  • Vitamine: Die Cannabispflanze enthält vor allem Vitamine aus der B-Gruppe (Vitamin B6, Vitamin B2, Vitamin B1 und Folsäure) sowie Vitamin E.
  • Fettsäuren: Als Fettsäuren bezeichnet man die einzelnen Bestandteile natürlicher Fette und Öle. CBD-Knospen weisen unter anderem die Fettsäuren Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Gamma-Linolensäure, Stearinsäure, Gadoleinsäure, Stearidonsäure und Arachinsäure auf.
  • Spurenelemente: Die Cannabispflanze enthält weiters Stoffe wie Magnesium, Eisen, Zink, Phosphor, Kalium, Calcium, Natrium, Mangan oder Kupfer. Sie sind als Mikro-Nährstoffe für Mensch und Tier von großer Bedeutung.
  • Pflanzenstoffe: Hanf enthält darüber hinaus die im Pflanzenreich weit verbreiteten Pflanzenstoffe Chlorophyll und Beta-Carotin. Chlorophyll ist für die grüne Farbe von Blättern verantwortlich und dient der Pflanze als Ausgangsstoff für die Photosynthese. Beta-Carotin ist ein gelber Farbstoff und auch unter der Bezeichnung Vitamin A bekannt.

Bei den üblichen Anwendungsformen von CBD-Blüten sind hauptsächlich die Cannabinoide von Bedeutung, in geringerem Ausmaß auch Flavonoide, Terpene und Phytosterine. Die in der Pflanze enthaltenen Nährstoffe wie Fettsäuren, Vitamine oder Spurenelemente werden hingegen nicht oder nur in verschwindenden Mengen aufgenommen. Wir beschränken uns im Folgenden daher auf jene Inhaltsstoffe, die beim Rauchen, Verdampfen und anderen üblichen Konsumformen eine Rolle spielen.

Welche Wirkungen haben die in den CBD-Blüten enthaltenen Inhaltsstoffe?

Leider gibt es derzeit kaum aussagekräftige wissenschaftliche Studien, die sich mit der Wirkung der in den CBD-Blüten enthaltenen Wirkstoffe insgesamt befassen. Dies ist auch schwierig, da sich das genaue Inhaltsstoff-Profil von Sorte zu Sorte stark unterscheidet. Wir gehen daher im Folgenden – ebenso wie bei der Beschreibung der Nebenwirkungen – auf die Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe ein, die in den CBD-Knospen in relevanten Mengen enthalten sind. Dabei beschränken wir uns auf jene Stoffe, deren Wirkung durch seriöse Forschungsarbeiten belegt werden konnte.

Cannabinoide

Die in der Hanfpflanze vorkommenden Cannabinoide sind für die therapeutische Anwendung vor allem deshalb interessant, weil Menschen und andere Säugetiere ganz ähnliche körpereigene Moleküle besitzen: die sogenannten Endocannabinoide. Diese spielen als Botenstoffe für die Regulation verschiedener Körpervorgänge eine wichtige Rolle. Die Rezeptoren für die körpereigenen Endocannabinoide befinden sich vor allem im Gehirn und Nervensystem, teils auch im Immunsystem und im Magen-Darm-Trakt.

Die Cannabinoide aus der Hanfpflanze können wegen ihrer strukturellen Ähnlichkeit an diese Endocannabinoid-Rezeptoren andocken. Sie entfalten dann eine ganz ähnliche Wirkung wie die körpereigenen Stoffe. Auf diese Weise lässt sich das körperliche und psychische Befinden von außen beeinflussen. Ob und wie sehr man auf Cannabinoide anspricht, hängt jedoch auch von den individuellen Voraussetzungen ab, so besitzt offenbar nicht jeder Mensch dieselbe Art und Anzahl von Endocannabinoid-Rezeptoren.

Wirkung von Cannabidiol (CBD)

CBD ist eines der bisher am besten untersuchten Cannabinoide. Im Unterschied zu THC wirkt die Substanz nicht psychoaktiv und erzeugt daher keinen Rausch, beeinflusst aber dennoch viele körperliche und psychische Prozesse. So werden CBD schmerzlindernde, angstlösende, beruhigende, entzündungshemmende, neuroprotektive (nervenschützende) und antiepileptische (krampflösende) Eigenschaften zugesprochen (*2). Dadurch könnte sich der Wirkstoff zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Depressionen, Schlafstörungen, Parkinson, Tabaksucht, Sozialphobie oder post-traumatische Belastungsstörungen eignen. Allerdings sind viele dieser Wirkungen noch nicht ausreichend durch wissenschaftliche Studien abgesichert (*3). In medizinischen Studien hat sich CBD zudem bei Psychosen wie Schizophrenie als hilfreich erwiesen (*4). Die antiepileptische Wirkung ist bereits recht gut erforscht: Seit 2019 ist in der EU ein Medikament mit dem Wirkstoff CBD zur Behandlung bestimmter Epilepsie-Formen (Lennox-Gastaut-Syndrom, Dravet-Syndrom) zugelassen (*2).

Wirkung anderer Cannabinoide

Zu den möglichen Wirkungen weiterer Cannabinoide liegen derzeit nur vereinzelte wissenschaftliche Befunde vor:

  • CBC (Cannabichromen) hat ebenso wie CBD eine beruhigende, schmerzstillende und antiepileptische Wirkung. Belegt ist außerdem eine Wirkung gegen bestimmte antibiotikaresistente Bakterien (*5).
  • Der Wirkstoff Cannabigerol (CBG) wirkt ersten Erkenntnissen zufolge gegen chronische Schmerzen, Angst, Depression und Schlaflosigkeit (*6). Er könnte außerdem bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) oder Chorea Huntington als Begleittherapie hilfreich sein.
  • Für das Cannabinoid Cannabidivarin (CBDV) wurde eine krampflösende Wirkung nachgewiesen (*2).

Flavonoide

  • Cannaflavin A soll eine schmerzlindernde Wirkung besitzen, die 30 mal stärker als jene von Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) ist (*7).
  • Vitexin und Isovitexin wirken möglicherweise antioxidativ und könnten dadurch Alterungsprozessen auf zellulärer Ebene entgegenwirken (*8).
  • Kaempferol hat vermutlich antimikrobielle, antientzündliche, schmerzlindernde und angstlösende Eigenschaften. Darüber hinaus soll es neuroprotektiv (nervenschützend) wirken und das Herz vor schädlichen Einflüssen bewahren (*9).
  • Luteolin wirkt offenbar schlaffördernd und auf zellulärer Ebene antioxidativ. Darüber hinaus ist eine Wirkung auf bestimmte Entzündungsmarker belegt. Auch bei Gicht soll Luteolin hilfreich sein, da es ein bestimmtes Enzym hemmt, das für die Produktion von Harnsäure verantwortlich (*10).
  • Orientin ist ein weiteres in CBD-Blüten enthaltenes Flavonoid, für das eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung belegt ist (*11).
  • Quercetin kann ebenso wie Luteolin erhöhten Harnsäure-Werten entgegenwirken. Außerdem kann das Flavonoid offenbar Tumorzellen am Wachstum hindern. Sportlern verhilft es ersten Erkenntnissen zufolge zu besseren Leistungen und einer rascheren Regeneration (*10).

Terpene und Terpenoide

  • 1,8-Cineol kann unter ärztlicher Anleitung bei Asthma und COPD unterstützend eingesetzt werden. Der Stoff wirkt offenbar schleimlösend und bakterizid und hemmt bestimmte Neurotransmitter, die bei Asthmatikern eine Verengung der Bronchien hervorrufen. Dadurch kann das Terpen zu einer verbesserten Lungenfunktion beitragen (*12).
  • A-Pinen reduziert in geringer Dosierung Verkrampfungen der Bronchien, wie sie beispielsweise bei einer Asthma-Erkrankung auftreten. Darüber hinaus hat der Wirkstoff vermutlich eine antimikrobielle und antientzündliche Wirkung, was aber wissenschaftlich noch nicht sicher belegt ist (*13).
  • Geraniol wirkt entzündungshemmend sowie antioxidativ. Außerdem wurde eine antimikrobielle und fungizide Wirkung nachgewiesen. Interessant sind auch die zytostatischen (das Zellwachstum hemmenden) Eigenschaften von Geraniol, was beispielsweise zur Behandlung oder Vorbeugung bestimmter Krebsarten genutzt werden könnte (*14).
  • Linalool soll bei Stresszuständen beruhigend und schlaffördernd wirken (*15).
  • Für B-Caryophyllen ist eine entzündungshemmende Wirkung belegt (*16).
  • Allgemein dürften Terpene das Immunsystem stärken und im Rahmen einer Aromatherapie eine entspannende, angstlösende Wirkung entfalten.

Phytosterine

B-Sitosterin kann ebenso wie andere Phytosterine die Aufnahme von Cholesterin im menschlichen Magen-Darm-Trakt verringern und so dazu beitragen, einen erhöhten Blutcholesterin-Spiegel zu senken. Man setzt zu diesem Zweck meist mit B-Sitosterin angereicherte Lebensmittel ein. Das Phytosterin beeinflusst außerdem den männlichen Hormonhaushalt, indem es die Umwandlung des Sexualhormons Testosteron in seine biologisch wirksame Form blockiert. Es kann dadurch die typischen Symptome einer gutartigen Prostata-Vergrößerung (wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen) verringern (*17). In Deutschland ist ein entsprechendes Medikament mit dem Wirkstoff B-Sitosterin zugelassen.

Bringt der Konsum von CBD-Blüten auch Nebenwirkungen mit sich?

Ja, die Einnahme von CBD-Blüten kann grundsätzlich auch Nebenwirkungen hervorrufen! Normalerweise treten diese aber nur auf, wenn man die Blüten in viel zu hoher Dosierung konsumiert. Solange Sie sich an die von den Herstellern angegebenen Dosierungshinweise halten, sind unerwünschte Wirkungen recht unwahrscheinlich. Da jedoch jeder Mensch individuell unterschiedlich auf Cannabisprodukte reagiert, lassen sich Nebenwirkungen im Einzelfall nicht ausschließen.

Ebenso wie die Wirkungen sind auch mögliche Nebenwirkungen von CBD-Produkten insgesamt nur unzureichend durch wissenschaftliche Studien abgesichert. Wir konzentrieren uns daher im Folgenden auf mögliche Nebenwirkungen der einzelnen wichtigsten Inhaltsstoffe.

Cannabinoide

CBD kann bei empfindlichen Personen in hohen Dosierungen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Eine an sich erwünschte beruhigende Wirkung kann sich eventuell zu verstärkter Müdigkeit oder Schläfrigkeit steigern. Darüber hinaus wirkt sich CBD bei manchen Menschen auch auf den Appetit aus, wobei sowohl eine appetithemmende als auch eine appetitsteigernde Wirkung berichtet wurde. Beides kann sich natürlich – je nach individuellen Voraussetzungen – ungünstig auf die Gesundheit auswirken.

In seltenen Fällen haben Nutzer von einer Verschlechterung ihrer Stimmung oder depressiven Gedanken berichtet. In Einzelfällen wurden auch Hautausschläge, Fieber sowie erhöhte Leberwerte festgestellt, wobei der Zusammenhang mit der CBD-Einnahme jedoch unklar ist.

Flavonoide

  • Luteolin kann – ebenso wie CBD – in erhöhter Dosierung zu Übelkeit und Erbrechen führen. Die unerwünschten Nebenwirkungen von CBD-Produkten betreffen also sehr häufig den Verdauungstrakt.
  • Quercetin kann, über einen längeren Zeitraum in hoher Dosierung eingenommen, offenbar eine toxische Wirkung auf den Körper haben. Außerdem hemmt der Stoff die Wirkung des Medikaments Bortezomib, das bei der Behandlung bestimmter Krebsarten zum Einsatz kommt.

Terpene

  • 1,8-Cineol kann sich bei einer oralen Einnahme ebenfalls auf den Magen-Darm-Trakt auswirken, berichtet wurden Übelkeit sowie leichter Durchfall. In Einzelfällen sind allergische Reaktionen bekannt, wobei diese vor allem Kinder betreffen.
  • B-Caryophyllen wird durch Oxidation an der Luft zu dem Stoff Cryophyllenoxid umgewandelt, der häufig allergische Reaktionen auslöst.
  • A-Pinen gilt in hoher Dosierung als gesundheitsschädlich. Der Stoff kann Augen, Haut und Atemwege reizen und möglicherweise Nerven und Nieren schädigen. Allerdings lassen sich die dafür nötigen Mengen durch CBD-Blüten oder CBD-Tropfen kaum erreichen.
  • B-Pinen kann leicht reizend wirken, wobei jedoch ebenfalls sehr hohe Konzentrationen nötig sind.
  • Linalool kann Haut und Augen reizen, was sich durch Rötungen oder Schmerzen bemerkbar macht. Auch Allergien gegen den Stoff sind bekannt. Eine langfristige Einnahme kann offenbar zu Leberschäden führen.
  • Geraniol kann leichte allergische Reaktionen bewirken und wirkt insbesondere auf die Augen reizend.
  • Terpinene lösen ebenfalls bei manchen Menschen allergische Reaktionen aus.

Phytosterine

B-Sitosterin kann bei einer oralen Einnahme eventuell zu Nebenwirkungen führen, wenn eine genetisch bedingte Fettstoffwechsel-Störung vorliegt.

Insgesamt gibt es derzeit leider wenig aussagekräftige wissenschaftliche Studien zu den Wirkungen und Nebenwirkungen von Cannabisprodukten. Viele Ergebnisse sind vorläufig und müssen erst im Rahmen größerer Studien bestätigt werden.

Treten bei einer Überdosierung zusätzliche Symptome auf?

Ja, bei einer Überdosierung von CBD-Blüten sind zusätzliche Nebenwirkungen möglich, da die unerwünschten Effekte vieler Inhaltsstoffe dosisabhängig sind. So treten die Nebenwirkungen des Wirkstoffs A-Pinen nur in sehr hohen Dosierungen auf. Bei der üblichen Anwendung von CBD-Blüten ist es allerdings fast unmöglich, derart hohe Konzentrationen zu sich zu nehmen. Es ist dennoch immer sinnvoll, sich an die empfohlenen Anwendungsformen zu halten und die angegebenen Tagesmengen nicht zu überschreiten. Grundsätzlich sollten Sie damit rechnen, dass mögliche Nebenwirkungen von Cannabisprodukten bei einer Überdosierung in verstärkter Form auftreten.

Ist die längerfristige Einnahme von CBD-Blüten gesundheitsschädlich?

Wir empfehlen Ihnen, CBD-Blüten immer nur 4 bis 8 Wochen am Stück einzunehmen und danach eine Pause einzulegen. Zwar gibt es derzeit keine Studien, die eine gesundheitsschädliche Wirkung bei längerfristiger Einnahme zweifelsfrei belegen. Von bestimmten Inhaltsstoffen ist jedoch bekannt, dass sie bei einer dauerhaften Einnahme in höherer Konzentration schädlich auf den Körper wirken. So können die Stoffe Quercetin oder Linalool auf lange Sicht eine toxische Wirkung entfalten und beispielsweise Leberschäden hervorrufen. Deshalb sollten Sie CBD-Produkte sicherheitshalber nicht dauerhaft einnehmen, sondern Ihrem Körper immer wieder eine Pause gönnen.

Eine phasenweise Einnahme mit Pausen dazwischen kann auch möglichen Gewöhnungseffekten vorbeugen. Einigen Studien zufolge wirken CBD-Produkte sogar besser, wenn man sie nicht dauerhaft, sondern mit Unterbrechungen einnimmt.

Anmerkung: Falls Sie aus den CBD-Blüten Öle, Salben oder Cremes herstellen und diese nur äußerlich anwenden, sind die oben empfohlenen Pausen nicht unbedingt erforderlich. Denn die Wirkstoffe werden über die Haut nur in unbedeutenden Mengen aufgenommen. Sie gelangen somit kaum in die Leber oder in andere Organe, wo sie sich anreichern und Schäden hervorrufen könnten.

Cannabisallergie – ist das möglich?

Die in der Cannabispflanze enthaltenen Inhaltsstoffe können bei manchen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Exakte Zahlen, wie häufig solche Allergien vorkommen, gibt es in der wissenschaftlichen Literatur zwar nicht. Dass Allergien gegen Cannabis vereinzelt vorkommen, ist aber gut belegt.

Eine CBD Allergie ist dabei gegen verschiedene Inhaltsstoffe möglich. Häufig sind es bestimmte Proteine vom Typ LTP (Lipidtransferproteine), die für die allergische Reaktion verantwortlich sind (*18). Zusätzlich kommen auch weitere in der Cannabispflanze enthaltene Inhaltsstoffe wie Terpene, Terpenoide oder Flavonoide als mögliche Allergieauslöser in Frage.

Ob man auf Cannabis individuell allergisch reagiert, lässt sich im Vorfeld natürlich nicht beantworten. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Menschen mit Allergien gegen Äpfel, Pfirsiche, Bananen, Kirschen, Nüsse oder Tomaten besonders gefährdet sind, eine Cannabisallergie zu entwickeln. Dahinter könnte eine mögliche Kreuzallergie stecken: Die Lipidtransferproteine (LTP), die in der Cannabispflanze enthalten sind, kommen in strukturell ähnlicher Form auch in bestimmten Obst- und Gemüsesorten vor. Ist man gegen eines dieser Nahrungsmittel allergisch, dann reagiert der Körper möglicherweise auch auf die sehr ähnlichen Proteine in der Cannabispflanze. Zweifelsfrei nachgewiesen ist dieser Zusammenhang allerdings nicht.

Wie schwer eine mögliche allergische Reaktion auf Cannabis ausfällt, ist individuell sehr unterschiedlich. Die meisten Betroffenen leiden unter heuschnupfenartigen Symptomen wie:

  • Schnupfen oder verstopfte Nase
  • Anschwellen der Schleimhäute und Augenlider
  • Husten
  • Atemnot
  • Hautausschläge

Möglich sind auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfe oder Durchfall. In sehr seltenen Fällen wurde von allergischen Schockreaktionen berichtet, die potenziell lebensbedrohlich ausfallen können.

Wichtig: Falls sie nach dem Konsum von CBD-Blüten solche oder ähnliche Beschwerden haben, sollten Sie die Einnahme sofort beenden und mit einem Arzt Rücksprache halten. Der Arzt wird möglicherweise einen Allergietest anordnen, um der genauen Ursache auf die Spur zu kommen. Setzen Sie die Einnahme der CBD-Produkte erst dann fort, wenn Ihr Arzt es ausdrücklich erlaubt.

Sind unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich?

Wenn sich zwei Wirkstoffe bei gleichzeitiger Einnahme gegenseitig beeinflussen, sprechen Mediziner von Wechselwirkungen. Dabei kann es sein, dass die Wirkung einer Substanz abgeschwächt oder verstärkt wird. In der Regel sind diese Effekte unerwünscht und stellen ein mögliches Gesundheitsrisiko dar. Wechselwirkungen sind grundsätzlich nicht nur zwischen Medikamenten möglich, sondern auch bei Substanzen natürlichen Ursprungs wie CBD.

Bis jetzt gibt es allerdings wenig qualitativ hochwertige Studien zu den Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und CBD. Die bisher durchgeführten Studien hatten meist eine zu geringe Teilnehmerzahl und sind dadurch wenig belastbar. Trotzdem wurden einige wichtige Erkenntnisse gewonnen, die durch die Forschung weiter verfolgt werden müssen.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen: Falls Sie bestimmte Medikamente regelmäßig einnehmen, sollten Sie sicherheitshalber Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, bevor Sie CBD-Blüten konsumieren. Das gilt umso mehr, wenn es sich um potenziell leberschädigende Medikamente handelt. Zwar hat CBD bei den üblichen Anwendungsformen keine schädliche Wirkung auf die Leber, der Stoff wird aber wie viele Medikamente auch über die Leber abgebaut. Eine Kombination von CBD mit anderen Substanzen könnte somit insgesamt zu einer stärkeren Belastung führen, zumal auch andere Inhaltsstoffe der CBD-Blüten über die Leber verstoffwechselt werden. Bei einer dauerhaften Medikamenten-Einnahme sollte der Konsum der CBD-Blüten daher möglichst von einem Arzt begleitet werden, um mögliche Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Sind Wechselwirkungen zwischen CBD und Alkohol möglich?

Während sich Alkohol und psychoaktives THC gegenseitig verstärken können, ist eine solche Wirkung beim Konsum von CBD und Alkohol nicht zu erwarten: CBD hat normalerweise keine signifikanten Wechselwirkungen mit Alkohol. Da jedoch jeder Mensch individuell unterschiedlich auf Cannabisprodukte reagiert, sind Wechselwirkungen im Einzelfall nicht ausgeschlossen. Die häufigsten Wechselwirkungen, die bisher beobachtet wurden, sind verstärkte Müdigkeit und ein Abfall des Blutdrucks. Falls man ohnehin zu einem niedrigen Blutdruck neigt, kann es dadurch zu Schwindel oder Ohnmacht kommen. Daher sollten Sie vorsichtig sein, falls Sie den Eindruck haben, dass Sie bei der Einnahme von CBD anders oder sensibler auf Alkohol reagieren als sonst.

Interessanterweise gibt es erste Erkenntnisse, dass der gleichzeitige Konsum von CBD und Alkohol möglicherweise sogar positive Auswirkungen haben kann, indem CBD die unerwünschten Wirkungen des Alkohols verringert. So wirkt CBD gegen Übelkeit und kann Kopfschmerzen verringern, wodurch alkoholbedingte Katererscheinungen gelindert werden. Es gibt auch Hinweise darauf, dass CBD die durch Alkohol bewirkten Leberschäden reduziert. Allerdings wurden diese Ergebnisse im Tierversuch gewonnen und sind nur bedingt auf den Menschen übertragbar.

Selbstverständlich sollte man diesen möglichen Nutzen nicht zum Vorwand nehmen, um seinen Alkoholkonsum zu steigern. Denn der Genuss von Alkohol wirkt sich prinzipiell schädlich auf den Organismus aus und kann zu einer Abhängigkeit führen. Regelmäßiger Alkoholkonsum ist daher generell nicht zu empfehlen – egal ob mit oder ohne CBD.

Ob zwischen den restlichen Inhaltsstoffen der CBD-Blüten und Alkohol relevante Wechselwirkungen möglich sind, ist derzeit nicht bekannt. Die meisten dieser Substanzen werden beim Konsum von CBD-Blüten aber nur in sehr geringen Mengen aufgenommen und es ist daher recht unwahrscheinlich, dass schädliche Wechselwirkungen auftreten.

Machen CBD-Blüten süchtig?

CBD hat kein mit THC vergleichbares Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial – dies wurde kürzlich auch in einem Bericht des Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) der WHO bestätigt. In einem 2018 veröffentlichten Artikel hält das Expertenkomitee der WHO fest, dass CBD nicht auf das dopaminerge Belohnungssystem im Gehirn einwirkt, wie bei das bei vielen anderen Rauschdrogen der Fall ist (*19). Auch in klinischen Studien wurde bestätigt, dass CBD selbst in hoher Dosierung keine psychoaktive Wirkung – vergleichbar mit THC – zeigt.

Interessanterweise gibt es Hinweise, dass CBD sogar helfen könnte, eine mögliche Abhängigkeit von THC-haltigen Cannabisprodukten zu reduzieren. In einer Studie wurde Probanden, die Symptome für eine THC-Abhängigkeit zeigten, entweder ein CBD-Präparat oder ein Placebo verabreicht. Den Teilnehmern der CBD-Gruppe fiel es daraufhin leichter, ihren Cannabiskonsum zu reduzieren (*20). Es sind allerdings noch breiter angelegte Studien erforderlich, um diesen Effekt genauer zu untersuchen.

Wissenschaftler sind sich jedenfalls darüber einig, dass die Inhaltsstoffe von CBD-Blüten keine Sucht hervorrufen. Gezeigt wurde jedoch, dass von Person zu Person eine unterschiedliche Dosierung nötig sein kann, um die gewünschte entspannende Wirkung zu erzielen. Wenn man CBD längerfristig konsumiert, müssen manche Menschen die Dosierung regelmäßig steigern, um dieselbe Wirkung zu erreichen. Dieses Phänomen wird auch als Gewöhnungseffekt bezeichnet. Manche Forscher betrachten den Gewöhnungseffekt bereits als eine Art von Abhängigkeit. Trotzdem handelt es sich nicht um eine Sucht im eigentlichen Sinn: Der Konsum von CBD-Blüten bewirkt nicht, dass man nur noch auf diese Substanz fokussiert ist und andere Interessen darüber vernachlässigt.

Wir möchten Ihnen dennoch empfehlen, CBD-Produkte nicht dauerhaft einzunehmen, sondern nach etwa 4 bis 8 Wochen eine Pause einzulegen. Dadurch lässt sich ein möglicher Gewöhnungseffekt vermeiden. Da einige Inhaltsstoffe der CBD-Blüten über die Leber abgebaut werden, ist es außerdem auch für den Körper schonender, die Einnahme von Zeit zu Zeit zu unterbrechen.

Anwendungsformen von CBD-Blüten

CBD-Knospen sind ein natürliches Produkt, das sich auf verschiedene Arten konsumieren lässt. Die verschiedenen Anwendungsformen bringen dabei jeweils spezifische Vor- und Nachteile mit sich, auf die wir im Folgenden genauer eingehen.

Rauchen von CBD-Blüten

CBD-Blüten sehen optisch genauso aus wie THC-haltige Blüten und lassen sich auch auf die gleiche Art und Weise in einem Joint rauchen. Man benötigt dazu herkömmliche Drehpapers sowie Filter oder Tipps. Auch das Rauchen in einer Pfeife ist möglich. Da der THC-Anteil in CBD-Blüten verschwindend gering ist, wird man bei dieser Konsumform nicht high. Die meisten Nutzer erleben nur ein angenehmes Entspannungsgefühl.

Der Vorteil beim Rauchen von CBD-Blüten ist, dass der Effekt sehr rasch eintritt, da die Wirkstoffe über die Lunge sofort in den Körper aufgenommen werden. Man kann sich somit bereits innerhalb weniger Minuten entspannter fühlen. Menschen, die von THC-haltigen Cannabisprodukte loskommen wollen, empfinden das Rauchen von CBD-Blüten oft als eine gute Alternative, weil es rein äußerlich ein ähnliches Erlebnis bietet.

Der große Nachteil beim Rauchen ist allerdings, dass bei der Verbrennung von CBD-Blüten zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, wie etwa Kohlenmonoxid oder Teerprodukte. Diese reizen die Atemwege und sind auf Dauer für den Körper nicht gesund. Außerdem wird der entstehende Rauch von manchen Menschen in Innenräumen als recht penetrant empfunden.

Mischen mit Tabakprodukten

Natürlich lassen sich CBD-Blüten nicht nur pur rauchen, sondern auch vermischt mit Tabakprodukten. Manche Nutzer – vor allem solche, die schon vorher Tabak konsumiert haben – empfinden diese Mischung als harmonischer und angenehmer als das Rauchen von reinen CBD-Blüten.

Zu den Nachteilen, die das Verbrennen der Blüten mit sich bringt, kommen hier allerdings die Nachteile des Tabaks hinzu. Tabak enthält Nikotin, das abhängig macht, sowie über mindestens 90 Stoffe, die möglicherweise oder sicher krebserregend sind. Natürlich kommt es hier auch auf die Dosis an. Das regelmäßige Rauchen von Tabakprodukten ist aber definitiv nicht zu empfehlen, da sowohl Lunge als auch andere Organe dadurch stark belastet werden.

Zwar ist es auch möglich, das Gemisch von CBD-Blüten und Tabak in einer Wasserpfeife zu rauchen. Dadurch entstehen etwas weniger schädliche Stoffe, da das Material nicht bei hohen Temperaturen verbrennt. Trotzdem nimmt man natürlich Nikotin und weitere Inhaltsstoffe des Tabaks zu sich, die der Gesundheit nicht zuträglich sind.

Verdampfen im Vaporizer

Eine interessante Alternative zum Rauchen ist das Verdampfen der CBD-Knospen im Vaporizer, auch Vape oder Vaporette genannt. Dazu muss man wissen: Damit sich die pharmakologischen Wirkungen von CBD vollständig entfalten können, ist ein chemischer Vorgang erforderlich, den man auch Decarboxylierung nennt. Dabei wird ein Kohlendioxid-Molekül abgespalten und es entsteht sogenanntes phenolisches CBD. Nur in dieser Form kann der Körper den Wirkstoff optimal verwerten. Die Decarboxylierung von CBD erfolgt bei relativ hohen Temperaturen von etwa 160° bis 180° C am effizientesten. Mithilfe eines Vaporizers lässt sich das Pflanzenmaterial einfach und rasch auf diese Temperatur erhitzen, wobei die Wirkstoffe anschließend in den Dampf übergehen.

Achtung: Sie benötigen zum Verdampfen von CBD-Blüten ein Gerät, das für getrocknetes Pflanzenmaterial gedacht ist. Vaporizer für E-Liquids (Flüssigkeiten) sind nicht geeignet!

Um CBD-Blüten im Vaporizer zu verdampfen, sollten Sie das Material zunächst zerbröseln oder mithilfe einer Schere oder Kräutermühle zerkleinern. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und die Wirkstoffe werden besser gelöst. Die zerkleinerten Blüten füllen Sie in den Tank des Vaporizers und stellen anschließend die gewünschte Temperatur ein. Das Optimum für die Decarboxylierung von CBD liegt bei rund 160° bis 180° C. Bei niedrigeren Temperaturen von 120° bis 140° C werden allerdings die in den Blüten enthaltenen Aromastoffe (Terpene und Flavonoide) besser aktiviert – viele dieser Moleküle sind sehr flüchtig und gehen daher bei höheren Temperaturen verloren. Von höheren Temperaturen (200° C und mehr) ist eher abzuraten, da sich der Dampf dann unangenehm heiß anfühlt. Allerdings gibt es auch Vaporizer mit einer integrierten Kühleinheit, die den Dampf vor dem Inhalieren auf eine angenehme Temperatur bringen.

Der Vorteil eines Vaporizers ist: Über das Einatmen des Dampfes werden die Inhaltsstoffe der CBD-Blüten besonders rasch in den Körper aufgenommen, die Wirkung stellt sich innerhalb weniger Minuten ein. Man muss nicht erst warten, bis die Stoffe über Mundschleimhaut oder Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, wie das bei der Einnahme von CBD-Öl der Fall ist. Zugleich entstehen weniger gesundheitsschädliche Nebenprodukte als beim Rauchen, weil das Pflanzenmaterial nicht bei hohen Temperaturen verbrennt. Viele Nutzer empfinden das Aroma der Blüten beim Verdampfen auch als angenehmer im Vergleich zum Rauchen, zudem ist der Geruch in Innenräumen weniger störend.

Nachteilig sind die einmaligen Anschaffungskosten für den Vaporizer, denn gerade hochwertige Produkte können etwas kostspielig sein. Bei entsprechender Pflege halten sie jedoch viele Jahre. Langfristig ist das Verdampfen in der Regel günstiger als das Rauchen von CBD-Blüten, weil man mit dem Material länger auskommt: Sie können die Blüten mehrmals verwenden, jedenfalls so lange, bis sie sich dunkelbraun verfärben. Dann hat sich der Großteil der Cannabinoide aus dem Material verflüchtigt. Die Reste können Sie aber beispielsweise noch für Tees oder zum Kochen und Backen verwenden. Ein möglicher Nachteil ist auch, dass die Wirkung beim Verdampfen – ebenso wie beim Rauchen – zwar schneller eintritt, aber weniger lang anhält. Wer eine konstante Wirkung über einen längeren Zeitraum anstrebt, sollte CBD-Blüten daher besser in Form eines Öls, CBD Tee oder als Nahrungsmittel-Zusatz einnehmen. Mittlerweile sind auch CBD Kaugummis mit gleicher Wirkung verfügbar. Für Liebhaber von Süßigkeiten gibt es ebenfalls CBD Fruchtgummis.

Herstellung von CBD-Öl

CBD-Öl kann man fertig kaufen, man kann es aus CBD-Knospen aber auch selbst herstellen. Das erfordert etwas Zeit und Sorgfalt, um am Ende auch ein wirksames Produkt zu erhalten. Grundsätzlich möchte man erreichen, dass die Inhaltsstoffe der CBD-Blüten in das Öl übergehen, was auf verschiedene Arten möglich ist. Für den Hausgebrauch eignet sich am besten die Extraktion mithilfe von Alkohol oder die Extraktion mit Öl. Zu beiden Methoden finden Sie im Internet detaillierte Anleitungen.

Für die Extraktion mit Alkohol zerkleinert man die CBD-Blüten zuerst und erhitzt sie dann im Backofen für ca. 30 bis 40 Minuten bei rund 110° – 120° C, um eine Decarboxylierung zu erreichen. Anschließend übergießt man das Material mit hochprozentigem Lebensmittelalkohol und verrührt die Mischung einige Minuten, damit die Inhaltsstoffe besser gelöst werden. Mithilfe eines Kaffeefilters trennt man die festen Bestandteile von der Flüssigkeit. Nun wird die Mischung in einem Topf oder in einem heißen Wasserbad vorsichtig erhitzt, damit der Alkohol verdampft und ein dickflüssiges CBD-Extrakt zurückbleibt. Dieses Extrakt mischt man mit etwas Pflanzenöl – und fertig ist das CBD-Öl.

Alternativ kann man die Cannabinoide auch direkt mithilfe von Öl aus den CBD-Blüten extrahieren. Dazu erhitzt man die Blüten zunächst wie oben beschrieben im Backofen, damit die Decarboxylierung einsetzt. Anschließend bedeckt man das Material in einem kleinen Topf mit einem Pflanzenöl und erhitzt die Mischung vorsichtig für etwa eine Stunde. Dabei lösen sich die Cannabinoide. Die abgekühlte Mischung wird anschließend gefiltert, um Pflanzenteile und Öl voneinander zu trennen. Das Öl sollte man im Kühlschrank aufbewahren, da es leicht verderblich ist.

Der Vorteil dieser DIY-Methoden ist, dass man alle Schritte – von der Auswahl der Blütensorte und des Öls bis zur Extraktion – selbst in der Hand hat. Das so hergestellte Öl kann man pur einnehmen oder mit Lebensmitteln vermischen, was eine gute Alternative für alle ist, die CBD-Blüten nicht rauchen oder verdampfen wollen. Die Wirkung tritt bei einer oralen Einnahme zwar mit etwas Verzögerung ein, da die Inhaltsstoffe erst über die Mundschleimhaut bzw. Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden müssen, hält dafür aber länger an.

Nachteilig ist der zeitliche Aufwand, der für die Herstellung des CBD-Öls erforderlich ist. Außerdem ist die Extraktion in der eigenen Küche meist etwas weniger effizient im Vergleich zu den Verfahren, die professionelle Hersteller anwenden. Wie viel an Wirkstoffen tatsächlich im fertigen Produkt steckt, lässt sich ohne die Möglichkeit einer Laboranalyse kaum sagen.

Herstellung von CBD-Salben, Cremes oder Pasten

Cannabisprodukte lassen sich in Form von Kosmetika auch äußerlich anwenden. CBD-haltige Cremes und Salben sollen zur Pflege trockener, gereizter Haut oder bei Ekzemen hilfreich sein. Sie sind fertig im Handel erhältlich, man kann sie aus naturbelassenen CBD-Blüten aber auch selbst herstellen. Detaillierte Anleitungen dazu finden Sie an verschiedenen Stellen im Internet. Wichtig ist es, nur reine, naturbelassene Trägersubstanzen wie Olivenöl, Sheabutter oder Bienenwachs zu verwenden. Die fertigen Cremes oder Salben sollte man im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von wenigen Wochen verbrauchen, da sie im Unterschied zu industriellen Produkten keine Konservierungsstoffe enthalten.

Der Vorteil selbst hergestellter CBD-Kosmetika ist, dass man genau weiß, welche Inhaltsstoffe in dem Produkt stecken. Im Handel erhältliche Cremes enthalten in aller Regel Konservierungsmittel und weitere Zusatzstoffe, die von manchen Menschen nicht gut vertragen werden.

Wendet man CBD-Produkte nur äußerlich an, ist jedoch keine entspannende oder beruhigende Wirkung zu erwarten. Denn die Inhaltsstoffe werden über die Haut nur in unbedeutenden Mengen in den Körper aufgenommen. Dadurch werden jedoch auch mögliche unerwünschte Nebenwirkungen unwahrscheinlicher und man muss sich keine Sorgen um Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Alkohol machen.

Backen und Kochen mit CBD-Blüten

Eine beliebte Anwendungsform ist das Kochen und Backen mit CBD-Blüten. Nimmt man CBD in Form von Nahrungsmitteln zu sich, dann sollte man wissen, dass eine Wirkung frühestens nach 30 bis 60 Minuten zu erwarten ist, da der Wirkstoff erst über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden muss. Im Unterschied zum Rauchen oder Verdampfen hält die Wirkung aber länger an, da die Inhaltsstoffe der Blüten konstant über einen längeren Zeitraum in den Blutkreislauf gelangen.

Um beim Kochen und Backen eine optimale Wirkung sicherzustellen, sollten Sie die Blüten zunächst decarboxylieren – so nennt man den Vorgang, wenn die Cannabinoide durch Hitze in ihr bioverfügbare Form umgewandelt werden. Beim Rauchen oder Verdampfen geschieht dies ganz automatisch. Wer mit den Blüten kochen will, sollte sie zunächst zerkleinern und im Backrohr bei rund 110° – 120° C für 30 bis 40 Minuten erhitzen, bis sie duften. Die Blüten dürfen aber nicht verbrennen!

Da Cannabinoide fettlöslich sind, löst man die Blüten anschließend am besten in Butter oder Öl. So kann der Körper die maximale Menge an CBD aus den Blüten aufnehmen. Dazu erhitzt man das Pflanzenmaterial in einem Topf gemeinsam mit dem Fett bei schwacher Hitze für mindestens eine Stunde. Je länger man die Mischung köcheln lässt, desto mehr CBD wird aus dem Material gelöst. Danach gießt man die Mischung durch ein feines Sieb, um Pflanzenteile und Öl voneinander zu trennen. Wer sich an den zerkleinerten Blüten nicht stört, kann diesen Schritt aber auch überspringen.

Mit dem so gewonnen Hanf Öl oder Fett lassen sich verschiedene Speisen oder Getränke zubereiten. Man kann es:

  • für Salatmarinaden verwenden
  • in Smoothies oder ins Müsli mischen
  • Suppen, Soßen oder Dips damit zubereiten
  • für Pesto verwenden
  • Kekse oder Brownies damit backen

Wichtig zu wissen ist, dass sich die in den Blüten enthaltenen Terpene und Flavonoide bei Temperaturen von mehr als 120° C zersetzen und verflüchtigen. Um möglichst viele Aromastoffe der CBD-Blüten zu erhalten, dürfen sie also nur moderat erhitzt werden.

Das Kochen und Backen mit CBD-Blüten ist eine gute Alternative für alle, die nicht rauchen oder dampfen wollen und sich vielleicht an dem Geschmack von CBD-Öl stören. Denn reine CBD-Öle schmecken oft recht bitter. Bereitet man die Blüten wie oben beschrieben zu und mischt sie mit Speisen oder Getränken, ist der Eigengeschmack dezenter. Darüber hinaus kommt die Verwendung von CBD-Knospen meist günstiger, als fertige Produkte im Handel zu kaufen. Ein möglicher Nachteil ist, dass die Wirkung nur langsam eintritt und man sich an die optimale Dosierung oft herantasten muss. Natürlich ist die Zubereitung von Speisen oder Getränken auch zeitaufwendiger als das Rauchen und Verdampfen oder die Einnahme eines Öls. Dafür handelt es sich um eine sehr diskrete Form des Konsum, was beispielsweise unterwegs oder im Büro von Vorteil sein kann.

Herstellung eines Tees

Man kann CBD-Blüten auch für den Aufguss eines CBD Tees verwenden. Auch hier sollte man die Blüten zunächst decarboxylieren, damit die Cannabinoide verfügbar werden. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder lässt man die Blüten zusammen mit Wasser in einem Topf mit geschlossenem Deckel etwa eine Stunde lang leise köcheln. Danach ist der Tee sofort trinkfertig. Alternativ kann man die zerkleinerten Blüten im Backofen zuvor bei 110° C für etwa 30 bis 40 Minuten erhitzen, um sie zu decarboxylieren. Anschließend überbrüht man sie wie bei der Herstellung eines herkömmlichen Tees mit kochendem Wasser und lässt sie abgedeckt etwa 10 bis 15 Minuten ziehen. Es ist auch möglich, die Cannabisblüten mit anderen Kräutern zu mischen. Denn reiner Hanftee ist oft etwas bitter, in Kombination mit anderen Kräutern wird der Geschmack lieblicher.

Da Cannabinoide fettlöslich sind, sollte man dem Tee anschließend immer eine kleine Menge Fett (z.B. Sahne, Öl oder Kokosfett) beimengen – nur so kann der Körper die Inhaltsstoffe optimal aufnehmen und verwerten. Mit einer Wirkung ist bei der Zubereitung eines Tees frühestens nach 30 bis 60 Minuten zu rechnen. Denn die Inhaltsstoffe müssen erst über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf gelangen, was länger dauert als etwa die Aufnahme über die Lunge.

Dosierung von CBD-Blüten

Da CBD-Blüten Naturprodukte sind und obendrein von Mensch zu Mensch unterschiedlich wirken, lassen sich kaum allgemeine Tipps zur richtigen Dosierung geben. Denn zum einen variiert der CBD-Gehalt verschiedener Produkte stark, je nachdem, um welche Sorte es sich handelt und unter welchen Bedingungen die Blüten geerntet wurden. Zum anderen hängt die Aufnahme der Wirkstoffe auch stark von der Anwendungsform ab. Und schließlich reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf CBD-Produkte – hier spielen beispielsweise Faktoren wie Gewicht, Körperfettanteil, Stoffwechsel, Alter und allgemeiner Gesundheitszustand eine Rolle. Daher lässt sich die optimale Dosierung immer nur individuell bestimmen.

Wir empfehlen Ihnen, mit einer niedrigen Dosis zu starten und sie später gegebenenfalls zu steigern, falls Sie die Wirkung als zu schwach empfinden. Beachten Sie dabei immer die Anwendungshinweise auf der Verpackung und überschreiten Sie keinesfalls die angegebene Tages-Höchstdosis.

Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?

Auch diese Frage lässt sich kaum allgemein beantworten, denn jeder Mensch reagiert auf CBD-Blüten anders: Während manche bereits wenige Stunden nach der ersten Einnahme eine Wirkung bemerken, kann es bei anderen sogar einige Wochen dauern, bis sie überhaupt Effekte verspüren. Gerade wer noch nie Cannabisprodukte eingenommen hat, bemerkt nach den ersten Anwendungen vielleicht gar keine Wirkung. Man sollte das Produkt trotzdem nicht gleich absetzen, sondern ihm einige Tage bis Wochen Zeit geben.

Manche Nutzer berichten jedoch, dass sie auch nach einer mehrmaligen Anwendung keine Effekte der CBD-Blüten bemerken. Es kann verschiedene Gründe geben, warum eine Wirkung ausbleibt:

  • Zu niedrige Dosierung: Manche Menschen benötigen aufgrund ihrer individuellen Konstitution eine höhere Dosis an CBD, um Effekte zu erzielen. Man sollte die Dosierung daher in kleinen Schritten steigern, wenn die Blüten nicht wirken.
  • Ungeeignete Anwendungsform: Bereitet man beispielsweise Nahrungsmittel oder Tees ohne zusätzliches Fett zu, dann sind die Cannabinoide für den Körper nicht verfügbar.
  • Schlechte Qualität der Blüten: Minderwertige Produkte weisen oft nur einen sehr geringen CBD-Gehalt auf. Werden die Blüten nach der Ernte falsch behandelt oder zu lange gelagert, haben sich die Inhaltsstoffe oft verflüchtigt.
  • Hoher Körperfettanteil: Die Aufnahme von CBD ist auch vom Körperfettanteil abhängig. Denn Cannabinoide sind fettlöslich und binden daher an die Fettzellen im Körper, wodurch sie in geringerer Menge in den Blutkreislauf gelangen.
  • Gesundheitszustand: Bestimmte Vorerkrankungen können dazu führen, dass CBD nicht oder nur sehr langsam vom Körper aufgenommen wird.
  • Unregelmäßige Einnahme: CBD-Blüten wirken besser, wenn man sie über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich einnimmt. Anschließend sollte man eine Pause einlegen.
  • Unrealistische Erwartungen: Natürlich sind CBD-Blüten kein Wundermittel und helfen nicht gegen jegliche Erkrankungen oder Beschwerden.

Wer muss vor der Einnahme von CBD-Blüten mit einem Arzt sprechen?

CBD-Blüten sind an sich gut verträglich, unerwünschte Nebenwirkungen treten selten auf. Trotzdem gibt es Personengruppen, die vor der Einnahme besser Rücksprache mit ihrem Arzt halten sollten. Vorsicht ist geboten bei:

  • Regelmäßiger Medikamenten-Einnahme: Wer dauerhaft Medikamente einnimmt – vor allem solche, die potenziell leberschädigend wirken – sollte ärztlichen Rat einholen. Denn auch CBD wird über die Leber abgebaut und könnte daher negative Wirkungen verstärken.
  • Lebererkrankungen: Dasselbe gilt für Menschen mit einer bestehenden Lebererkrankung. Auch hier sollte sicherheitshalber der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden.
  • Allergien: Manche Menschen reagieren auf Cannabisprodukte allergisch. Das Risiko dafür kann erhöht sein, wenn bereits eine Allergie beispielsweise gegen Äpfel, Pfirsiche, Bananen oder Tomaten besteht. Allergiker sollten daher sicherheitshalber abklären, ob die Einnahme von CBD-Blüten für sie ein Risiko darstellt.
  • Problemen mit dem Verdauungstrakt: Zu den häufigsten Nebenwirkungen von CBD-Blüten zählen Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Wer bereits zu derartigen Problemen neigt oder unter Magen-Darm-Erkrankungen leidet, sollte vor der Einnahme von CBD-Blüten mit dem behandelnden Arzt sprechen.

Wer sollte keine CBD-Blüten nutzen?

Für bestimmte Personengruppen können CBD-Blüten ein Gesundheitsrisiko darstellen. Ungeeignet sind sie für:

  • Menschen mit schweren Lebererkrankungen: Cannabidiol sowie weitere Bestandteile von CBD-Blüten werden über die Leber abgebaut. Für gesunde Personen ist das in aller Regel kein Problem. Ist die Leber jedoch schwer vorgeschädigt, dann sollte man jede zusätzliche Belastung vermeiden.
  • Menschen mit niedrigem Blutdruck: CBD hat die Eigenschaft, den Blutdruck zu senken, was für bestimmte Personengruppen sogar ein erwünschter Effekt sein kann. Wer jedoch zu einem sehr niedrigen Blutdruck neigt, könnte nach der Einnahme von CBD unter Schwindel bis hin zu Ohnmachtsanfällen leiden.
  • Schwangere und Stillende: Ebenso wie THC ist auch CBD plazentagängig, das heißt, es durchdringt die Plazentaschranke und könnte dem Ungeborenen somit Schaden zufügen. Während der Schwangerschaft und auch der Stillzeit sollte man daher sicherheitshalber auf Cannabisprodukte verzichten.
  • Kinder und Jugendliche: Zur Wirkung von CBD-Blüten auf Kinder und Jugendliche liegen derzeit keine belastbaren Studien vor. Es ist daher unklar, wie Heranwachsende auf CBD und weitere Inhaltsstoffe der Blüten reagieren. Aufgrund des geringeren Körpergewichts kann es zudem viel leichter zu einer Überdosierung kommen. Für Kinder und Jugendliche sind CBD-Produkte daher ungeeignet!

Dürfen Tiere CBD-Blüten einnehmen?

Ebenso wie der Menschen besitzen auch Säugetiere wie Hund, Katze oder Pferd ein Endocannabinoid-System und sprechen daher auf CBD an. Dennoch ist es nicht empfehlenswert, Haustieren CBD-Präparate zu verabreichen. Denn zur Wirkung von CBD liegen derzeit nur einige wenige wissenschaftliche Studien mit Katzen und Mäusen vor, die wenig belastbar und auf andere Tierarten nicht übertragbar sind. Man weiß daher nicht, wie Tiere auf die Inhaltsstoffe von CBD-Blüten reagieren und in welcher Dosis diese eventuell schädlich sein könnten.

CBD-Blüten kaufen

Wo können CBD-Blüten gekauft werden?

CBD-Blüten werden online von verschiedenen Versandhändlern angeboten. Man kann sie in allen größeren Städten auch vor Ort in spezialisierten Shops kaufen.

Der Vorteil von Online-Anbietern ist die meist größere Auswahl an verschiedenen Produkten und Sorten. Die Preise sind oft etwas günstiger als vor Ort und lassen sich zudem mit wenigen Klicks vergleichen. Dafür ist die Beratung etwas schlechter als in Fachgeschäften. Zwar bieten viele Online-Händler umfangreiche Produktbeschreibungen an und man kann dem Team per E-Mail oder Chat fragen stellen. Manche Kunden bevorzugen aber den direkten Kontakt zum Verkäufer vor Ort.

Für den Kauf beim Fachhändler vor Ort spricht für viele Kunden die bessere Beratung. Allerdings bieten die Shops oft eine geringere Auswahl an, viele führen nur eine einzige Marke. Auch die Preise können etwas höher sein als im Online-Handel.

Wie teuer sind CBD-Blüten?

Die Preise von CBD-Knospen können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Grundsätzlich hängen sie von verschiedenen Faktoren ab: Allen voran vom CBD-Gehalt, doch auch Faktoren wie Sorte, Herkunft, Bio-Siegel etc. spielen eine Rolle. Darüber hinaus sind kleinere Mengen meist etwas teurer als Großpackungen. Grob sollten Sie mit rund 5 bis 20 Euro je Gramm rechnen. Deutlich höhere oder niedrigere Preise können ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter sein!

Um Ihnen einen Überblick über das momentane Preisniveau zu geben, haben wir die Preise einiger bekannter Online-Shops im deutschsprachigen Raum verglichen (Stand Juli 2022). Dabei wurden jeweils die Preise der kleinsten verfügbaren Verpackungsgrößen (in der Regel 1 oder 2 Gramm) herangezogen, da diese für Einsteiger vermutlich relevanter sind als Großmengen. Kauft man gleich 10, 50 oder gar 100 Gramm, bieten viele Shops jedoch sehr großzügige Mengenrabatte von 30 Prozent und mehr. Oft ist auch Verschnittmaterial zu günstigeren Preisen erhältlich. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf das günstigste und das teuerste Produkt (ausgenommen Angebote, Verschnittmaterial und Großmengen).

  • Lucky Hemp: 4,69 – 18,30 Euro pro Gramm
  • CBDNOL: 6 – 10 Euro pro Gramm
  • Happy Buds: 8,49 – 19,90 Euro pro Gramm
  • Glow Cannabis Company: 9,90 – 12 Euro pro Gramm
  • CBD Jonny: 9,50 – 13 Euro pro Gramm
  • Hanf im Glück: 8,40 – 14 Euro pro Gramm
  • CBDShop24.de: 6,99 – 11,99 Euro pro Gramm

Wichtige Kriterien beim Kauf von CBD-Blüten

Nur hochwertige Produkte können die Wirkung erzielen, die sich Nutzer von ihnen erwarten. Leider ist es schwierig bis unmöglich, die Qualität der Blüten als Laie rein optisch zu beurteilen. Wir empfehlen Ihnen daher, beim Kauf auf folgende Kriterien zu achten:

  • CBD-Gehalt: Hochwertige Produkte sollten einen natürlichen CBD-Gehalt von mindestens 10 bis 20 Prozent aufweisen. Vorsicht: Manche Hersteller behandeln die Blüten nach, um einen höheren CBD-Wert zu erzielen. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, da spezielle Züchtungen von Natur aus bereits einen hohen CBD-Gehalt aufweisen.
  • Bio-Siegel oder europäische Herkunft: Pestizide und Herbizide haben auf Cannabisprodukten nichts zu suchen! Wählen Sie daher möglichst Produkte aus biologischem Anbau oder achten Sie zumindest auf eine europäische Herkunft. Denn im EU-Raum gelten strengere Richtlinien in Bezug auf den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die zudem auch besser überwacht werden als in manchen fernen Ländern.
  • Zertifizierte Inhaltsstoff-Analysen: Seriöse Anbieter lassen ihre Produkte für maximale Transparenz regelmäßig durch unabhängige Prüfinstitute untersuchen. Achten Sie daher darauf, dass mindestens eine zertifizierte Inhaltsstoff-Analyse vorliegt.
  • Unabhängige Bewertungen: Bewertungen durch andere Kunden können ebenfalls ein Hinweis sein, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt.
  • Angemessener Preis: Unverhältnismäßig niedrige, aber auch besonders hohe Preise können ein Hinweis auf unseriöse Anbieter sein.

Was sind die Vorteile gegenüber anderen CBD-Produkten?

Im Vergleich zu anderen CBD-Produkten wie CBD-Öl, CBD-Liquids etc. handelt es sich bei CBD-Blüten um ein naturbelassenes Produkt! Die Blüten werden nach der Ernte nur schonend getrocknet und im Idealfall nicht weiter behandelt. Sie enthalten dadurch alle natürlichen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze – nicht nur CBD, sondern auch weitere Cannabinoide, Flavonoide, Terpene und weitere Substanzen. Dadurch können sie ein breiteres Wirkspektrum entfalten als isolierte CBD-Extrakte.

Im Unterschied zu Ölen, Liquids etc. kommen im Rahmen des Herstellungsprozesses auch keine Chemikalien wie Lösungsmittel zum Einsatz. Dadurch ist die Gefahr einer Verunreinigung mit gesundheitsschädlichen Substanzen geringer. Wenn Ihnen dieser Aspekt wichtig ist, dann achten Sie beim Kauf möglichst darauf, dass die Cannabispflanzen aus biologischem Anbau stammen und die Blüten nach der Ernte nicht nachbehandelt wurden!

Ein Vorteil ist auch, dass CBD-Blüten sehr vielseitig anwendbar sind: Man kann sie rauchen, verdampfen, als Tee zubereiten, zum Kochen und Backen verwenden oder auch selbst ein Öl daraus herstellen. Darüber hinaus lassen sie sich zu Cremes oder Salben verarbeiten und in dieser Form auch äußerlich anwenden.

CBD-Produkte dürfen in Deutschland legal verkauft werden, wenn ein Missbrauchspotenzial ausgeschlossen ist. Dies ist der Fall, solange der gesetzliche Grenzwert von weniger als 0,2 Prozent THC eingehalten wird und Sie sich an die angegebenen Dosierungs-Hinweise halten. Denn eine berauschende Wirkung ist dann nicht zu erwarten.

Bitte bedenken Sie dennoch, dass CBD-Blüten rein äußerlich nicht von THC-haltigen Cannabisblüten zu unterscheiden sind. Um Missverständnisse zu vermeiden, kann es ratsam sein, die vom Händler angegebene Inhaltsstoff-Analyse oder ähnliche Nachweise bei sich zu haben.

Wie und wo sollten CBD-Blüten gelagert werden?

CBD-Blüten sind nur begrenzt haltbar, wobei die richtige Lagerung eine entscheidende Rolle spielt. Denn Cannabidiol und andere Inhaltsstoffe bauen sich mit der Zeit ab, wodurch Aroma und Wirkpotenzial der Blüten abnehmen. Dies passiert umso schneller, wenn man die Blüten nicht richtig aufbewahrt. Die folgenden Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit von CBD-Blüten:

  • Temperatur: Hitze trocknet die Blüten aus und beschleunigt den Abbau der Inhaltsstoffe. Die optimale Lagerungstemperatur beträgt rund 16° bis 20° C. Gerade in den Sommermonaten ist daher ein kühler, aber trockener Kellerraum zur Aufbewahrung ideal.
  • Licht: Auch UV-Licht setzt den Inhaltsstoffen von CBD-Blüten erheblich zu. Sie sollten die Blüten daher lichtgeschützt in einem geschlossenen Behälter lagern.
  • Luft: CBD-Blüten sollten unbedingt in einem luftdichten Behältnis aufbewahrt werden. Ansonsten trocknen sie aus und verlieren ihr Aroma und ihre wertvollen Inhaltsstoffe.
  • Feuchtigkeit: Nässe oder zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen, wodurch die Blüten unbrauchbar werden. Im Idealfall beträgt die Luftfeuchtigkeit rund 50 bis 60 Prozent. Eine noch geringere Luftfeuchtigkeit kann die Blüten jedoch austrocknen und zu einem Aromaverlust führen.

Wie lange sind CBD-Blüten haltbar?

In der Regel gibt der Hersteller auf der Verpackung der Produkte an, wie lange diese verwendet werden können. Als Faustregel gilt: Bei idealen Lagerbedingungen – dunkel, kühl und luftdicht verpackt – sind CBD-Blüten nach dem Öffnen der Packung rund 6 bis 12 Monate haltbar. Nach dieser Zeit sind sie jedoch nicht automatisch wirkungslos oder gar schädlich. Da sich die Inhaltsstoffe mit der Zeit abbauen, ist aber mit einer milderen oder unter Umständen ausbleibenden Wirkung zu rechnen.

Abgelaufene, unbrauchbare CBD-Blüten erkennen Sie in der Regel an einem veränderten Geruch und Geschmack: Die Blüten haben ihr typisch harziges Aroma verloren und riechen etwas fade, eventuell auch ranzig. Falls die Blüten muffig riechen, hat sich eventuell Schimmel gebildet. Sollten Sie auf den Blüten Schimmel entdecken, sind sie in jedem Fall zu entsorgen – unabhängig davon, ob das Verbrauchsdatum überschritten wurde oder nicht.

Welche Alternativen gibt es?

Mittlerweile ist eine immer größere Vielfalt an CBD-Produkten am Markt verfügbar. Im Vergleich zu CBD-Blüten handelt es sich dabei zumeist um stärker verarbeitete Produkte, die oft nicht mehr das volle Inhaltsstoff-Spektrum der Cannabispflanze enthalten. Je nach persönlichen Ansprüchen und Voraussetzungen können diese alternativen Produkte gegebenenfalls eine sinnvolle Alternative zu CBD-Blüten darstellen:

CBD-Öle sind wahrscheinlich die in Deutschland am häufigsten verkauften CBD-Produkte. Sie werden durch verschiedene Extraktionsverfahren aus CBD-Knospen gewonnen und mit unterschiedlichem Wirkstoff-Gehalt angeboten. Ebenso kommen verschiedene Öle als Trägerbasis zum Einsatz. Sogenannte Vollspektrum-Öle enthalten neben Cannabinoiden auch Terpene, Flavonoide und weitere Inhaltsstoffe der Cannabispflanze. Man nimmt die Öle normalerweise sublingual ein, das heißt man belässt ein paar Tropfen davon für 1 bis 2 Minuten unter der Zunge, bevor man sie schluckt. So wird ein Teil der Inhaltsstoffe bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen. Der Geschmack wird oft als holzig bis leicht bitter beschrieben. CBD-Öle sind einfach in der Anwendung, können aber etwas kostspielig sein.

Bei CBD-Kapseln handelt es sich um CBD-Öle, die vordosiert in einer geschmacksneutralen Kapselhülle eingeschlossen sind. Ebenso wie CBD-Öle sind auch Hanföl Kapseln mit unterschiedlicher Wirkstoff-Konzentration erhältlich. Manche Personen bevorzugen diese Anwendungsform, da die Kapseln geruchs- und geschmacksneutral sind. Die Wirkung tritt im Vergleich zu purem Öl etwas verzögert ein, da die Inhaltsstoffe erst über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden müssen.

CBD-Sprays basieren auf CBD-Ölen, der Unterschied besteht in der Handhabung: Anstatt in Tropfenform nimmt man die Präparate über einen Pumpsprüher fein zerstäubt ein. Durch die großflächigere Verteilung im Mundraum sollen die Inhaltsstoffe über die Schleimhaut besser und gleichmäßiger aufgenommen werden.

CBD-Liquids sind Flüssigkeiten, die zum Verdampfen und Inhalieren in einem Vaporizer oder einer E-Zigarette gedacht sind. Zur Herstellung werden in der Regel CBD-Isolate verwendet – also reine CBD-Präparate ohne Terpene, Flavonoide und weitere Pflanzenstoffe. Darüber hinaus enthalten die Liquids meist Zusatzstoffe wie Glycerin, Aromen oder Konservierungsstoffe, es handelt sich somit um stark verarbeitete Produkte. Da das CBD beim Verdampfen über die Lunge aufgenommen wird, tritt die Wirkung in der Regel rasch ein.

Unter CBD-Kristallen versteht man isoliertes und hoch konzentriertes CBD, das in fester Form angeboten wird. Die Kristalle besitzen einen Reinheitsgrad von 97 Prozent oder mehr und bestehen somit praktisch aus reinem CBD. Man kann sie in kleinster Dosierung unter der Zunge zergehen lassen, verdampfen oder zur Herstellung anderer Produkte wie Öle oder Liquids verwenden. Da CBD-Kristalle hoch konzentriert sind, muss man sie sehr sorgfältig und exakt abmessen. Insgesamt handelt es sich um extrem stark verarbeitete Produkte, die außer CBD praktisch keine weiteren Inhaltsstoffe der Cannabispflanze enthalten.

CBD-Lebensmittel sind Trendprodukte, die in verschiedenen Formen wie Lutschpastillen, Fruchtgummis oder Schokolade auf den Markt kommen. Ihr CBD-Gehalt kann je nach Hersteller und Produkt sehr unterschiedlich ausfallen.

CBD-Kosmetika sind zur äußerlichen Anwendung gedacht. Neben Salben und Cremes sind beispielsweise auch Haarshampoos oder Badekugeln am Markt. Die Produkte dienen zur Haut- und Haarpflege. Weitere Wirkungen sind nicht zu erwarten, da das enthaltene CBD nur in verschwindend geringen Mengen in den Körper aufgenommen wird.

Fazit

CBD-Blüten bzw. CBD-Knospen sind ein interessantes Produkt für alle, die von der in der Hanfpflanze enthaltenen Wirkstoffen – allen voran Cannabidiol (CBD) – auf natürliche Weise profitieren wollen. CBD wirkt bei vielen Anwendern beruhigend, schlaffördernd, schmerzlindernd und angstlösend, ohne zugleich Rauschzustände wie THC-haltiges Cannabis hervorzurufen. Die in den CBD-Blüten zusätzlich enthaltenen Stoffe wie Terpene, Flavonoide und weitere Cannabinoide können die Wirkung von CBD erweitern und ergänzen.

Im Normalfall sind CBD-Blüten gut verträglich. Das Risiko für Nebenwirkungen, Allergien oder Wechselwirkungen mit Medikamenten und Alkohol ist gering, kann im Einzelfall aber natürlich nicht völlig ausgeschlossen werden. Wer unter Allergien oder bestimmten Vorerkrankungen leidet, sollte vor dem Konsum von CBD-Blüten vorsichtshalber ärztlichen Rat einholen.

Beim Kauf von CBD-Blüten – egal ob online oder beim Händler vor Ort – sollten Sie immer auf eine entsprechende Qualität achten: Die Blüten sollten einen CBD-Gehalt von mindestens 10 bis 20 Prozent aufweisen, der durch mindestens eine unabhängige Inhaltsstoff-Analyse bestätigt wird. Bevorzugen Sie Blüten aus europäischem Anbau oder mit Bio-Siegel, um sicherzugehen, dass es sich um ein schadstofffreies Produkt handelt.

Abschließend stellen wir noch einmal die wichtigsten Vor- und Nachteile von CBD-Blüten – auch gegenüber anderen CBD-Produkten – gegenüber.

Vorteile von CBD-Blüten

  • Reines Naturprodukt: CBD-Blüten werden nach der Ernte nur getrocknet und erfahren normalerweise keine weitere Nachbehandlung. Bei Produkten aus europäischer Herkunft oder mit Bio-Siegel sind auch Belastungen durch Pestizide oder Herbizide unwahrscheinlich.
  • Breites Wirkspektrum: Im Unterschied zu stark verarbeiteten CBD-Produkten wie Kristallen oder Liquids enthalten CBD-Blüten noch eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe der Cannabispflanze. Natürliche Substanzen wie Terpene, Flavonoide oder Phytosterine können zusätzlich positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden entfalten.
  • Vielseitigkeit: CBD-Blüten lassen sich auf verschiedene Weise konsumieren. Man kann sie rauchen oder in einem Vaporizer verdampfen, als Tee zubereiten, zu Ölen oder Nahrungsmitteln verarbeiten oder Cremes zur äußerlichen Anwendung daraus herstellen.
  • Günstiger Preis: CBD-Blüten kommen im Vergleich zu verarbeiteten Produkten wie Ölen, Kapseln, Liquids, Kristallen oder Lebensmitteln meist günstiger, da ihre Herstellung weniger Aufwand verursacht. Man bezahlt praktisch nur den Anbau der Cannabispflanzen, nicht aber weitere Nachbearbeitungs-Schritte wie die Extraktion eines Öls.

Nachteile von CBD-Blüten

  • Begrenzte Haltbarkeit: CBD-Blüten können – vor allem bei falscher Lagerung – schimmeln und damit unbrauchbar werden. Generell sollte man sie möglichst innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbrauchen, da sich die Wirkstoffe mit der Zeit verflüchtigen. Verarbeitete CBD-Präparate sind im Vergleich dazu oft länger haltbar.
  • Zeitaufwand: Je nach Anwendungsform kann die Zubereitung der Blüten etwas Zeit beanspruchen. Manche Menschen empfinden daher Öle oder Kapseln als alltagstauglicher.
  • Nicht für alle Menschen geeignet: Wer unter schweren Lebererkrankungen oder chronisch niedrigem Blutdruck leidet, sollte keine CBD-Blüten verwenden – dies gilt jedoch genauso für andere CBD-Produkte. Auch für Allergiker können die Blüten ungeeignet sein.
  • Kein normiertes Produkt: CBD-Blüten sind ein Naturprodukt, ihre Inhaltsstoffe können daher mitunter Schwankungen unterliegen. Seriöse Anbieter lassen ihre Produkte jedoch regelmäßig im Labor untersuchen und stellen detaillierte Inhaltsstoff-Analysen zur Verfügung.

Wissenschaftliche Quellen

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(*2) Rohleder C., Müller J. (2020). Pharmakologie von Cannabis und Cannabinoiden. Psychopharmakotherapie, 27, 105-113.

(*3) Crippa J.A. et al. (2018): Translational Investigation of the Therapeutic Potential of Cannabidiol (CBD): Toward a New Age. Frontiers in immunology, 9, 2009.

(*4) McGuire P. et al. (2018): Cannabidiol (CBD) as an Adjunctive Therapy in Schizophrenia: A Multicenter Randomized Controlled Trial. Am J Psychiatry 1;175(3): 225-231.

(*5) C. E. Turner, M. A. Elsohly (1981): Biological activity of cannabichromene, its homologs and isomers. In: Journal of clinical pharmacology. Band 21, Nummer 8-9 Suppl, ISSN 0091-2700, S. 283S-291S.

(*6) Russo E.B. et al. (2021): Survey of Patients Employing Cannabigerol-Predominant Cannabis Preparations: Perceived Medical Effects, Adverse Events, and Withdrawal Symptoms. Cannabis and Cannabinoid Research, Preprint, https://doi.org/10.1089/can.2021.0058.

(*7) vgl. https://www.hanf-magazin.com/wissenschaft/studien/kanadische-studie-identifiziert-flavanoide-als-schmerzlindernde-cannabiskomponente/

(*8) Babaei F. et al. (2020): Review of the effects of vitexin in oxidative stress-related diseases. Food Science & Nutrition 8 (6), 2569-2580.

(*9) vgl. https://www.kraeuter-buch.de/glossar/kaempferol-307.html

(*10) J. M. Pauff, R. Hille (2009): Inhibition studies of bovine xanthine oxidase by luteolin, silibinin, quercetin, and curcumin. In: Journal of natural products 72(4), S. 725-73.

(*11) Lam KY et al. (2016): A Review on Medicinal Properties of Orientin. Adv Pharmacol Sci. 2016:4104595

(*12) Juergens U.R. et al. (2003): Anti-inflammatory activity of 1.8-cineol (eucalyptol) in bronchial asthma: a double-blind placebo-controlled trial. In: Respir Med. 97(3), S. 250-256.

(*13) Russo E.B. (2011): Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. In: British Journal of Pharmacology 163 (7), S. 1344-1364

(*14) Y. u. Lei et al. (2019): Pharmacological Properties of Geraniol – A Review. In: Planta Medica. 85, S. 48-55

(*15) Peana AT et al. (2002): Anti-inflammatory activity of linalool and linalyl acetate constituents of essential oils. Phytomedicine 9(8):721-6.

(*16) Gertsch, J. et al. (2008): Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid. In: Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 105(26): S. 9099-9104

(*17) T. Wilt et al. (2000): Beta-sitosterols for benign prostatic hyperplasia. In: Cochrane Database Syst Rev. Nr. 2, S. CD001043

(*18) Decuyper II et al. (2017): Cannabis sativa allergy: looking through the fog. Allergy 72(2):201-6.

(*19) WHO (2018): WHO Expert Committee on Drug Dependence: Fortieth report. WHO Technical Report Series, No. 101.

(*20) Freeman T.P. et al. (2020): Cannabidiol for the treatment of cannabis use disorder: a phase 2a, double-blind, placebo-controlled, randomised, adaptive Bayesian trial. The Lancet Psychiatry 7 (10), 865 – 874.

Dennis
Von Dennis
Hallo, mein Name ist Dennis Philippus. Auf Nahrung.de bin ich als Chefredakteur tätig. Mit den Themen Ernährung und Fitness setze ich mich nun schon seit fast zwei Jahren intensiv auseinander, da damals meine Abnehm-Reise startete.