Hausmittel gegen Husten

Husten ist lästig, schmerzt teilweise und verhindert oft einen erholsamen Schlaf. In der Apotheke sind zahlreiche Hustenmittel erhältlich, aber es geht auch anders. Bei Husten und Reizhusten können natürliche Hausmittel gegen Husten helfen. Lesen Sie jetzt, was Sie gegen lästigen Husten unternehmen können und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist!

Husten

Vor der Behandlung mit Hausmitteln: Um welche Art von Husten handelt es sich?

Zunächst ist Husten an sich nichts Schlechtes. Mit dem Hustenreflex reinigt sich die Lunge. Trotzdem ist ein hartnäckiger Husten extrem belastend, niemand möchte den Hustenattacken langfristig ausgesetzt sein. Grundsätzlich haben zwar natürliche Hustenmittel immer eine positive Wirkung. Trotzdem gibt es Unterschiede bei der Art des Hustens. Es kann sich um einen trockenen Reizhusten handeln oder um Husten mit Auswurf. Bestimmte Hausmittel gegen Husten können das Abhusten von Schleim erleichtern, andere natürliche Hustenmittel helfen, um einen trockenen Husten zu lindern.

Raucher wissen, dass Nikotin und Teer die Lunge schädigen und speziell morgens der typische Raucherhusten auftritt. Ein sofortiger Rauchstopp wäre ideal. Wenn das nicht gelingt, können Sie zumindest natürliche Hustenmittel ausprobieren. Welche Mittel und Methoden effizient wirken und zum Einsatz kommen dürfen, hängt zudem vom Lebensalter ab: Bei Säuglingen und Kindern sind nicht alle natürlichen Hustenmittel erlaubt. Bedenken Sie außerdem, dass Husten ein Symptom anderer Krankheiten sein kann. Oft ist Husten eine ganz typische Erscheinung bei Erkältungen und grippalen Infekten. In diesem Fall können Sie natürliche Hustenmittel verwenden, um einen trockenen Husten zu lösen und einen quälenden Husten einzudämmen.

Bei Kindern kann es sich bei einem Husten, der längere Zeit andauert und sich mit bellenden, keuchenden Geräuschen äußert, um Keuchhusten handeln. Wenn Ihr Kind nicht gegen Keuchhusten geimpft ist und Sie solche Symptome feststellen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt. Husten kann als Bronchitis die Bronchien in Mitleidenschaft ziehen. Natürliche Hustenmittel sind nicht verkehrt, Sie sollten aber bei länger andauernden Beschwerden Ihren Arzt aufsuchen. So können Sie vermeiden, dass die Bronchitis chronisch wird.

Außerdem soll die Tatsache erwähnt werden, dass Husten ein Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen der Lunge sein kann. Beispiele dafür sind die Lungenerkrankung COPD und Bronchialkarzinome. Asthmatiker sind oft dauerhaft von Husten betrofffen. Zudem kann Husten auch die Nebenwirkung eines Medikaments sein. Wenn Sie unsicher sind und über einen längeren Zeitraum an Husten leiden, sind ein Arztbesuch und weitere Untersuchungen sowie Therapien sinnvoll. Im Frühjahr sind regelmäßig weitere Auslöser für Husten unterwegs. Wenn Sie an einer Pollenallergie leiden, sind neben Nase und Augen oft auch die weiteren Atemwege betroffen. Andere Allergien, zum Beispiel Hausstaub- oder Tierhaarallergien, können ebenfalls Hustenattacken verursachen, nicht nur im Frühling, sondern ganzjährig. Solche Hustenbeschwerden können Sie eindämmen, wenn Sie natürliche Hustenmittel verwenden.

Sonderfall Corona: Husten als Symptom der Lungenkrankheit COVID 19

Aktuell beherrscht das Thema Corona-Krise leider unser gesamtes tägliches Leben. Es ist nicht verwunderlich, dass Ihnen Hustenbeschwerden, die jetzt plötzlich auftauchen, Sorgen bereiten. Aber: Nicht jeder Husten deutet darauf an, dass Sie sich mit dem Virus SARS-CoV-2, auch als Corona-Virus bekannt, infiziert haben. Die Medien berichten laufend über die pandemische Erkrankung. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich angesteckt haben, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt telefonisch oder wenden Sie sich an eine der Hotline-Nummern. Gehen Sie nicht in die Arztpraxis oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses, sondern erkundigen Sie sich immer zuerst telefonisch. Gegen Ihre Beschwerden können Sie natürliche Hustenmittel verwenden, um die Symptome erträglicher zu machen.

Pflanzliche Wirkstoffe als Hausmittel gegen Husten

In vielen Pflanzen befinden sich Wirkstoffe, die sich sehr gut zur Hustenbekämpfung eignen. Auch etliche Lebensmittel haben positive Auswirkungen. Damit natürliche Hustenmittel gut wirken können, kommt es auf die richtige Anwendung und Dosierung an. Besonders beliebt sind Hustentees, Sie können aber auch selbst Hustensirup herstellen. In vielen Kräutern und Gewürzen befinden sich Inhaltsstoffe, die gegen Husten wirksam sind. Bestimmte ätherische Öle erweisen sich ebenfalls als hilfreich.

Thymian

Tees aus verschiedenen Pflanzen als natürliche Hustenmittel

Wenn es um natürliche Hustenmittel geht, spielen Tees eine wichtige Rolle. Maßgeblich sind dabei gleich mehrere Vorteile: Viel trinken hält die Schleimhäute feucht, so haben Erkältungsviren weniger Chancen. Die Trinkmenge darf pro Tag bei zwei Litern oder darüber liegen. Warme Getränke sind wohltuend und lindernd. Am wichtigsten sind jedoch sicher die Inhaltsstoffe eines gesunden Tees. Schwarztee und grüner Tee sind aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe weniger gut geeignet. Stattdessen bieten sich viele andere Teesorten als natürliche Hustenmittel an, die als Hustentee oder Bronchialtee den Husten eindämmen können. Wichtig ist die Verwendung der richtigen Pflanzen, aber auch die hygienische Verarbeitung. Gekaufte Kräutertees und Hustentees entsprechen normalerweise den Vorschriften, sodass Sie solche Tees bedenkenlos als natürliche Hustenmittel einsetzen können.

Nachfolgend finden Sie wissenswerte Infos über die besten Heilkräuter und Pflanzen für die Zubereitung eines guten Hustentees. Wenn Sie selbst Tee aus Pflanzenteilen oder Kräutern herstellen, gibt es Tipps für eine saubere und gesunde Verwendung.

Die meisten Kräuter, Blüten oder Wurzelbestandteile, die bei einem Hustentee verwendet werden, wirken gegen trockenen Reizhusten ebenso wie bei einem schleimigen Husten. Thymian ist das bekannteste Kraut für die Herstellung von Hustentee. In Thymian sind Flavonoide enthalten, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Auch Quendelkraut, Ehrenpreis und Majoran sowie Lungenkraut und Salbei haben eine recht gute Wirkung. Sie können diese Kräuter im eigenen Garten oder auf dem Balkon selbst anbauen. Wichtig ist ein sonniger, windgeschützter Platz. Solche Kräuter gibt es auch auf einem gut sortierten Bauernmarkt, im Bio-Laden oder im Versandhandel.

Achten Sie auf einen biologischen Anbau ohne Dünge- und Spritzmittel, wenn Sie natürliche Hustenmittel selbst herstellen. Die Kräuter können Sie entweder sofort frisch verwenden oder für eine spätere Nutzung trocknen. Dafür binden Sie die Kräuter zu Büscheln und hängen sie die Bündel an einem trockenen, warmen Ort auf. Nach dem Trocknen bewahren Sie die Kräuter in dunklen, dicht schließenden Gefäßen auf. Wenn Sie sich weniger Arbeit machen möchten, erhalten Sie Tees mit den typischen Hustenkräutern auch in Drogerien oder Apotheken. Ebenfalls für einen Teeaufguss eignen sich Lindenblüten, Holunderblüten, Johannisbeerblätter und Schlüsselblumenblüten. Achtung, die Schlüsselblume steht unter Naturschutz. Sie dürfen die Blumen nicht selbst pflücken, sondern im Fachhandel kaufen.

Weitere Pflanzen und Früchte, die als natürliche Hustenmittel infrage kommen, sind Fenchelfrüchte, Bibernellwurzel, Anisfrüchte und Süßholzwurzel. Anis und Schlüsselblume sind schleimlösend und krampflösend. Aus Kümmel, Salbei oder Holunderblüten kann man Milchauszüge herstellen. Was in der „Hausapotheke“ aus Lebensmitteln nicht fehlen darf, ist Ingwer. Die Ingwerknolle hat eine antibiotische, antivirale und antibakterielle Wirkung. Efeu gilt als wirksames Hausmittel gegen Husten, Sie sollten ihn aber nicht selbst sammeln. In einer zu hohen Konzentration sind Efeublätter schädlich. Wenn Sie natürliche Hustenmittel wie Efeu verwenden möchten, ist die Apotheke die richtige Adresse. Dort bekommen Sie pflanzliche Mittel, die für die Gesundheit unbedenklich sind. Eine ähnlich gute Wirkung wie Efeu können auch Eibisch, Spitzwegerich und Wacholderbeeren haben.

Bei einem trockenen Reizhusten bewähren sich Tees aus Huflattichblättern, Isländisch Moos, Spitzwegerichblättern oder Malvenblättern und -blüten. Beim Sammeln von Kräutern und Wildkräutern gilt immer: Pflücken Sie nur Kräuter, die Sie gut kennen. Der Sammelort sollte fernab von Straßen sein, damit sich die Belastung der Pflanzen in Grenzen hält. Im Zweifelsfall lieber bei einem vertrauenswürdigen Händler kaufen!

Hausmittel gegen Husten aus der Küche: Hustensirup selbst herstellen

Hustensirup ist die zweite gute Alternative neben Hustentee. Wenn Sie Hustensirupe als natürliche Hustenmittel selbst herstellen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Als sehr wirkungsvoll gelten die Inhaltsstoffe von jungen Trieben mehrerer Nadelbäume. Dazu gehören Lärchensprossen, Fichten- und Latschensprossen sowie Zirbenzapfen. Die jungen Triebe, Sprossen und Zapfen müssen frühzeitig im Jahr gepflückt werden, wenn sie wirklich noch frisch und hellgrün sind. Die gepflückten Pflanzenteile müssen noch viel frisches Harz enthalten. Auch die weitere Verarbeitung sollte rasch vonstatten gehen, damit die Inhaltssoffe frisch bleiben. Die ideale Pflückzeit ist vom Frühjahr bis zum Juni. Achten Sie darauf, dass Sie einen Baum nicht komplett „abernten“, sondern nur wenige Triebe und Sprossen entfernen. Das Wachstum der Bäume kann sonst beeinträchtigt werden. Die Sirupherstellung funktioniert sehr gut als Schichtsirup. Dafür füllen Sie in ein verschließbares Glas, zum Beispiel Schraubglas oder Weckglas, immer im Wechsel einen Zentimeter hoch Zucker, dann eine Lage Pflanzenteile. Sprossen von Nadelbäumen sowie andere Pflanzen und Wurzeln schneiden Sie in handliche Stücke. Zirbenzapfen werden in dünne Scheiben geschnitten. Die oberste Schicht besteht aus Zucker. Dann drücken Sie den Inhalt fest und verschließen das Glas. Stellen Sie es in den Kühlschrank und lassen Sie es mehrere Tage, besser noch drei bis vier Wochen lang stehen. Im Glas bildet sich durch den sogenannten osmotischen Prozess Sirup. Diesen Sirup seihen Sie nach der Wartezeit durch ein feinmaschiges Sieb und füllen ihn in eine saubere Flasche. Der Sirup hält sich bei Lagerung im Kühlschrank ungefähr drei Monate. Achtung, wenn Sie aus Zirbenzapfen oder Latschenkiefertrieben einen Sirup herstellen: Die Inhaltsstoffe sind zwar als Hausmittel gegen Husten wirksam. Aber sie können auch die Bronchien verengen. Deshalb ist ein solcher Sirup für Asthmatiker oder bei Keuchhusten nicht geeignet. Statt Zirbenzapfen können Sie auch Triebe von Latschenkiefern oder Fichten für einen Schichtsirup verwenden. Auf die gleiche Weise können Sie aus Spitzwegerich, Königskerzenblüten, Isländisch Moos, Eibischwurzel oder Huflattichblättern einen Schichtsirup herstellen. Weitere Lebensmittel, die sich für einen Sirup eignen, sind Zwiebeln, Meerrettichwurzel, Rettich (am besten schwarzer Rettich) und Löwenzahnblüten. Auch Liebstöckel, Thymian oder Quendelkraut können Sie für Sirup verwenden. Wenn Sie den Hustensirup schnell brauchen und nicht einige Zeit warten möchten, bis sich der Sirup gebildet hat, können Sie die genannten Pflanzenteile auch zusammen mit Wasser und Zucker kochen, dann ist der Sirup als Hausmittel gegen Husten sofort einsatzfähig. Mit Zwiebeln oder Rettich funktioniert die Sirupbildung relativ schnell: Rettich oder Zwiebeln in Stücke schneiden, mit Zucker, Kandiszucker oder Honig mischen und einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lassen. Alternativ funktioniert die Methode, wenn Sie den Rettich aushöhlen und Zucker einfüllen, dann bildet sich ebenfalls ein wirksamer Hustensaft. Zwiebelsaft oder Rettichsaft eignet sich auch gut für Kinder. Die Rezeptur klingt zwar nicht wohlschmeckend, aber ausnahmsweise ist hier reichlich Zucker oder Honig erlaubt. Dann nehmen auch Kinder den Saft gern. Speziell bei Zwiebeln ist die antibiotische Wirkung bemerkenswert.

Weitere natürliche Hustenmittel: So gelingt ein Kräuterauszug

Dafür brauchen Sie 40 Gramm frische oder 40 Gramm getrocknete Kräuter. Gut geeignet sind zum Beispiel Thymian oder Quendelkraut. Außerdem benötigen Sie 100 Gramm Weingeist, das ist ein sehr hochprozentiger Alkohol, und 250 Milliliter Wasser. Geben Sie die Kräuter mit dem Wasser und dem Weingeist in ein Gefäß und lassen Sie alles einige Tage bei Zimmertemperatur ziehen. In dieser Zeit löst der Alkohol die Inhaltsstoffe aus den Kräutern. Danach filtern Sie die Lösung und kochen Sie sie mit dem Zucker auf. Wenn sich der Zucker komplett aufgelöst hat, ist der Sirup fertig. Sie können ihn jetzt in eine Flasche abfüllen. Kräuterauszüge mit Alkohol dürfen nur von Erwachsenen als natürliche Hustenmittel eingenommen werden. Die Haltbarkeit liegt bei kühler Lagerung etwa bei einem Jahr. Wenn Sie den Zuckeranteil erhöhen, verlängert sich die Haltbarkeit. Für einen Auszug mit Alkohol eignen sich weitere Zutaten: Geeignet sind beispielsweise Kümmelfrüchte und Wacholderbeeren, aber auch Zirben- und Latschenzapfen oder Bibernell- und Alantwurzel. Diese Auszüge sind wirksam bei einem schleimigen Husten. Der Butterauszug mit Isländisch Moos als Hausmittel gegen Husten soll ebenfalls recht wirksam sein. Dafür werden Butter und Isländisch Moos bei kleiner Temperatur im Topf erwärmt. Immer wieder umrühren und darauf achten, dass die Butter nicht zu heiß wird. Es entsteht ein cremeartiger Auszug, der teelöffelweise eingenommen werden kann. Warme Milch mit Honig gilt als Klassiker, wenn es um natürliche Hustenmittel geht. Der Honig soll die Hustenattacken dämpfen. Allerdings ist zu beachten, dass Milch eher eine gegenteilige Wirkung hat: Milch kann für eine zusätzliche Verschleimung sorgen. Honig ist dagegen mit seiner antibiotischen Wirkung bei allen Erkältungssymptomen lindernd. Verwenden Sie also Honig statt Zucker zum Süßen von Tee.

Ätherische Öle zum Inhalieren

Inhalieren befreit die Atemwege und ist wohltuend für Nase, Hals und Rachen. Oft sind ja bei einem Erkältung die gesamten Atmungsorgane betroffen. Wenn Sie mit einer verstopften Nase kämpfen und gleichzeitig Husten haben, kann das Inhalieren eine gute Ergänzung sein. Prinzipiell eignen sich alle bereits genannten Kräuter und Pflanzen auch als Aufguss zum Inhalieren. Dafür kochen Sie entweder einen sehr starken Tee oder Sie verwenden ein ätherisches Öl. Gute Erfolge lassen sich mit einem ätherischen Öl erzielen, das aus Latschenzweigen hergestellt ist. Ein Teeaufguss mit Heublumen soll ebenfalls wirkungsvoll sein. Die Extraktion aus Pflanzenbestandteilen ist aufwendig, deshalb besorgen Sie ätherische Öle am besten in der Apotheke. So ist auch die Einhaltung der Hygieneregeln gewährleistet, und Sie können sicher sein, dass Sie qualitativ hochwertige Öle verwenden. Nehmen Sie keine Billigöle fragwürdiger Herkunft, solche Öle sind oft gepanscht und mit schädlichen Zusatzstoffe versehen. Beim Inhalieren bestehen Gefahrenquellen. Die früher übliche Anwendung mit einem Tuch über dem Kopf und der Schüssel mit heißem Wasser sollten Sie vermeiden oder zumindest sehr aufpassen, dass es nicht zu Verbrennungen kommt. Für Kinder ist das Inhalieren weniger geeignet, die Verbrennungsgefahr ist sehr groß. Wenn Sie Ihr Kind inhalieren lassen möchten, nutzen Sie auf jeden Fall ein spezielles, sicheres Gerät und lassen Sie es nie allein! Solche Inhaliergeräte sind auch für Erwachsene sinnvoll. Kleine Kinder dürfen keine ätherischen Öle inhalieren, diese Anwendung ist erst ab einem Alter von sechs Jahren empfehlenswert. Besser ist ein Teeaufguss mit Salbei oder Thymian.

Bewährte natürliche Hustenmittel für die äußerliche Anwendung

Natürliche Hustenmittel gibt es nicht nur zum Einnehmen, sondern auch für die äußerliche Anwendung. Umschläge mit verschiedenen Heilmitteln aus der Natur wirken entspannend und lindernd. Sehr gut geeignet sind zum Beispiel warme Wickel beziehungsweise Umschläge mit Kartoffelscheiben, Zwiebelscheiben, Leinsamen oder Kohlblättern. Verwenden Sie ein Baumwolltuch oder eine Mullwindel, die Sie in warmem, aber nicht kochendem Wasser nass machen. Das Tuch kommt entweder auf den Brustkorb oder den oberen Rückenbereich. Dann die gewählten Zutaten darauf legen und das Tuch einschlagen. Mit einem zweiten, trockenen Tuch darüber bleibt die Wärme eine Zeitlang erhalten. Der Umschlag wird wieder abgenommen, wenn er erkaltet ist. Die Anwendung können Sie mehrfach wiederholen. Wärme tut generell bei Husten immer gut – deshalb lohnt sich auch die Anschaffung einer Rotlichtlampe. Achten Sie bei Bestrahlungen mit der Rotlichtlampe auf den Sicherheitsabstand von etwa 30 Zentimetern. Die Rotlichtbestrahlung können Sie pro Tag mehrfach durchführen. Natürliche Hustenmittel zum Einreiben bewähren sich ebenfalls. Sie können mit einfachen Mitteln einen Brustbalsam herstellen. Dafür brauchen Sie 90 Gramm Mandelöl und 10 Gramm Bienenwachs. Diese beiden Zutaten erwärmen Sie in einem Topf, bis das Bienenwachs geschmolzen ist. Nun kommen ätherische Öle dazu, und zwar Latschenkieferöl, Thymianöl und Eukayptusöl, jeweils 20 bis 25 Tropfen. Rühren Sie die Mischung gut um und füllen Sie den Balsam in ein sauberes Cremetöpfchen. Wenn Sie zugleich einen Schnupfen behandeln möchten, eignet sich die Zugabe von Kampfer sehr gut. Reiben Sie den oberen Brust- und Rückenbereich mehrmals täglich mit dem Balsam ein. Bei den ätherischen Ölen sind Thymus linalool oder geraniol und Eukalyptus radiata oder globulus als natürliche Hustenmittel besonders empfehlenswert. Diese Thymianöle sind sehr mild, die Eukalyptusöle sind gut wirksam bei der Schleimlösung. Der eigenhändig hergestellte Brustbalsam hält sich ohne Kühlung etwa sechs Monate. Verwenden Sie ihn nicht bei Babys und Kleinkindern, diese vertragen die ätherischen Öle noch nicht. Bei Erwachsenen kann es zu Unverträglichkeiten auf der Haut kommen. Deshalb machen Sie vorher einen Test, indem Sie wenig Balsam in der Armbeuge auftragen und beobachten Sie, ob Sie negative Reaktionen feststellen.

Wie Sie gegen Husten vorbeugen können – zu Hause und unterwegs

Natürliche Hustenmittel sind meist recht wirksam, aber Sie können auch vorbeugen, damit Husten erst gar nicht entsteht. In Ihrer Wohnung, im Haus oder im Büro ist die Heizungsluft im Winter dafür verantwortlich, dass die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist. Sorgen Sie mit regelmäßigem Lüften dafür, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Luftbefeuchter sind gut, hier kommt es aber besonders auf eine sorgfältige Hygiene an, sonst werden Luftbefeuchter zu Keimschleudern. Sie können eine Sprühflasche mit Wasser befüllen und ab und zu einen Sprühstoß in den Raum abgeben. Wenn Sie Wäsche im Zimmer zum Trocknen aufhängen, steigt die Luftfeuchtigkeit – aber Achtung, lüften Sie trotzdem regelmäßig, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. Und ganz wichtig: Rauchen, auch passiv, kann negative Auswirkungen haben. Das Schlafzimmer sollte eher kühl sein, aber achten Sie auf warme Schlafbekleidung und tragen Sie auch nachts einen dünnen Schal, wenn Sie husten. Dass ein intaktes Immunsystem der beste Schutz gegen Erkältungen, Husten und Schnupfen ist, ist hinlänglich bekannt. Mit einer ausgewogenen Ernährung stärken Sie die Abwehr. Wichtig ist auch eine reichliche Flüssigkeitszufuhr, damit die Schleimhäute im Mund und Rachen nicht austrocknen. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, tragen Sie einen Schal, um den Halsbereich warm zu halten. Versuchen Sie, überwiegend durch die Nase zu atmen. Zuckerfreie Lutschbonbons helfen gegen die Austrocknung im Mundraum. Dadurch steigert sich auch die Speichelproduktion – sollten Sie in Kontakt mit Hustenerregern kommen, werden diese schneller in Richtung Magen weiter transportiert. Was Sie sonst noch tun können: Regelmäßige Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft, Saunagänge und Kneipp-Anwendungen bringen Ihre körpereigene Abwehr in Schwung.

Die richtige Dosierung bei einem Hausmittel gegen Husten

Natürliche Hustenmittel sind immer dann geeignet, wenn Sie eine schnelle und praktische Hilfe brauchen. Medikamente aus der Apotheke sind oft darauf angelegt, den Husten nur zu unterdrücken. Natürliche Hustenmittel sind unbedenklich, haben keine Nebenwirkungen und sorgen für eine rasche Erleichterung. Es kommt allerdings darauf an, ob es sich um eine „normale“ Verkühlung beziehungsweise harmlose Virusinfektion handelt oder ob weitere Beschwerden dazu kommen. Ein deutliches Indiz ist die Dauer des Hustens. Bei einer einfachen Infektion beginnt es mit einem trockenen Reizhusten, der nach ungefähr drei bis vier Tagen produktiv, also schleimig wird. Dann können Sie leichter abhusten und Sie fühlen sich wieder wohler. Diesen Prozess können Sie positiv beeinflussen, indem Sie natürliche Hustenmittel verwenden. Wenn Hausmittel gegen Husten nicht richtig helfen und der Husten länger als zwei Wochen dauert, immer stärker und hartnäckiger wird, sollten Sie bitte zum Arzt gehen. Er kann mit weiteren Untersuchungen feststellen, ob sich noch zusätzlich eine bakterielle Erkrankung eingestellt hat oder ob sich eine andere Ursache hinter dem Husten verbirgt. Wenn Sie natürliche Hustenmittel verwenden, achten Sie auf die passende Dosierung. Tee auf Kräuterbasis können Sie in größeren Mengen trinken, die Flüssigkeitszufuhr ist in jedem Fall günstig. Natürliche Hustenmittel als Sirup nehmen Sie dreimal täglich zwei Teelöffel voll ein, Kinder bekommen entsprechend weniger, etwa einen halben bis einen Teelöffel morgens, mittags und abends. Kräuterauszüge mit Alkohol dürfen nur erwachsenen Personen verabreicht werden, die Dosierung liegt bei einem bis zwei Teelöffeln dreimal täglich.

Auf einen Blick: Natürliche Hustenmittel richtig einsetzen

Wenn Sie natürliche Hustenmittel anwenden möchten, beachten Sie die Unterschiede, welche Heilpflanzen bei welchem Hustentyp besonders günstig sind. Gut bei trockenem Reizhusten sind: Isländisch Moos, Spitzwegerich, Königskerze, Eibisch, Malve und Huflattich. Deren Wirkstoffe sind beruhigend, sodass der quälende, trockene Husten erträglicher wird. Außerdem erleichtern die Inhaltsstoffe den Übergang zum Schleimlösen, sodass Sie leichter abhusten können. Wenn sich der Husten allmählich löst, verwenden Sie als natürliche Hustenmittel Efeu, Schlüsselblume, Süßholzwurzel, Thymian, Fenchel, Zirbe, Fichte, Latsche, Lärche, Wacholder, Bibernelle oder Quendel. Die darin enthaltenen Wirkstoffe sorgen für eine Reinigung der Bronchien. Schleim löst sich, die auswurffördernde Wirkung unterstützt den Heilungseffekt.