Darmreinigung: Diese Hausmittel können helfen

Um Gifte aus dem Körper auszuschwemmen, können differente Hausmittel zum Einsatz kommen: Neben Wasser, frischen Säften und Heilkräutern können auch Mineralerden und Bitterstoffe zur Darmreinigung angewendet werden.

Darmreinigung – Was ist das eigentlich?

Der Begriff „Darmreinigung“ meint eine gründliche und künstlich herbeigeführte Entleerung des – in der Regel gesamten – Darmes. Durchgeführt wird eine Darmreinigung aus unterschiedlichen Gründen, häufig ist eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora der Anlass. Ziel ist es durch eine Darmreinigung die Darmflora wiederaufzubauen. Weitere Gründe, die Anlass für eine Darmreinigung sein können, sind eine entzündete Darmschleimhaut. Besteht ein sogenanntes „Leaky Gut Syndrom“, dann handelt es sich um einen durchlässigen Darm. Ist dies der Fall, weist die Darmschleimhaut keine oder nur noch eine geringe Schutzfunktion gegen Toxine und Krankheitserreger auf, sie ist empfindlich gestört und muss regenerieren. De facto gibt es eine Vielzahl von Hausmitteln, die bei der Durchführung einer Darmreinigung helfen können. Im Folgenden werden 15 verschiedene Hausmittel vorgestellt.

Darm
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Wasser

Obschon das Trinken von Wasser zur täglichen Routine gehören sollte, trinken die meisten Menschen noch immer nicht genug. Wasser stellt zweifelsohne ein ausgezeichnetes Hausmittel dar, um den Darm zu reinigen. Grundsätzlich sollten täglich zwischen 1,5 und 2,5 Litern Wasser konsumiert werden. Mit anderen Worten: Jeden Tag sollten zwischen 10 und 16 Gläser Wasser getrunken werden. Wasser hilft dabei, die Darmperistaltik zu stärken und Toxine aus dem Körper herauszuspülen. Anzumerken ist zudem, dass lauwarmes oder warmes Wasser diesbezüglich mehr Effektivität besitzt als kaltes Wasser. Extratipp: Kombinieren Sie das Trinken von Wasser zur Darmreinigung mit anderen Hausmitteln wie beispielsweise dem Verzehr von frisch gepressten Säften oder Apfelessig.

Frisch gepresster Zitronensaft

Eine weitere exzellente Möglichkeit, Ihren Darm zu reinigen, ist der Verzehr von frisch gepresstem Zitronensaft. Pressen Sie eine Zitrone aus und geben Sie den Saft in warmes Wasser. Grundsätzlich sollten Sie die ebenso reinigende wie heilsame Mixtur am Morgen auf nüchternen Magen zu sich nehmen. Empfohlen wird das Trinken von frisch gepresstem Zitronensaft häufig als Kur , d.°h. über einen bestimmten Zeitraum von mehreren Wochen. Alternativ ist es auch möglich, den frisch gepressten Zitronensaft mit frisch gepresstem Apfelsaft zu kombinieren. Hierzu geben Sie etwa zwei Esslöffel des Zitronensaftes in den Apfelsaft. Verzehrt werden sollte diese Variante etwa drei bis viermal am Tag über einen Zeitraum von ein oder zwei Wochen. Sind Sie ein Fan von frisch zubereiteten Salaten, können Sie mithilfe des Zitronensaftes zudem das Salatdressing verfeinern. Es wird angenommen, dass sich Zitronensaft wird angenommen, dass er eine positive Wirkung auf die Schleimhäute des menschlichen Verdauungstraktes hat und darüber hinaus die Spaltung von Eiweißen positiv beeinflusst. Als Ursache hierfür gilt das in Zitronen enthaltene Flavonoid Hesperidin. Durch den Verzehr frischen Zitronensaftes kommt es zu einer Verkürzung der Verdauungszeit, der Linderung von Verdauungsproblemen, dem Ausscheiden alter Kotreste und einem regelmäßigeren Stuhlgang. Zitronensaft wirkt aufgrund des in ihm enthaltenen Vitamin C sowie der Antioxidantien entgiftend. Achtung: Sollten Sie unter Zahnschmerzen oder empfindlichen Zahnhälsen oder Defekten des Zahnschmelzes leiden, ist dieses Hausmittel nicht empfehlenswert!

Frisch gepresster Apfelsaft

Neben frisch gepresstem Zitronensaft gilt auch frisch gepresster Apfelsaft als ein adäquates Hausmittel zur Darmreinigung. Apfelsaft enthält den Ballaststoff Pektin, der eine ausgezeichnete Wirkung auf den menschlichen Darm sowie den Verdauungsvorgang hat. Bei Pektinen handelt es sich um pflanzliche Polysaccharide, die die Bewegung des Darms ebenso anregen wie den Stuhlgang. Pektine verfügen über die Eigenschaft, Toxine zu binden und aus dem Organismus auszuleiten. Darüber hinaus unterstützen Pektine die Lebertätigkeit und damit die körpereigene Entgiftungsfähigkeit. Entscheiden Sie sich für dieses Hausmittel zur Darmreinigung, sollten Sie Ihr Frühstück für eine Woche durch den Verzehr von ein bis drei Äpfeln oder aber frisch gepressten Apfelsaft ersetzen. Trinken Sie zudem – am besten nach etwa einer halben Stunde – ein Glas lauwarmes oder warmes Wasser, um die Reinigung Ihres Darmes effektiv voranzutreiben.

Äpfel
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Apfelessig

Auch Apfelessig kann die Verdauungstätigkeit aktivieren und dafür sorgen, dass Verstopfungen gemindert werden. Wichtig ist es, dass Sie sich für naturtrübes Apfelessig in Bioqualität entscheiden, denn es sorgt nicht nur dafür, dass Lebensmittel bekömmlicher, sondern auch Verdauungssäfte gebildet werden. Positive Nebeneffekte des Verzehrs von Apfelessig können zudem die folgenden sein:

  • Verbesserung der Fettverdauung
  • Linderung von Sodbrennen
  • Optimierung des Säure-Basen-Haushaltes
  • Senken des Cholesterinspiegels

Soll Apfelessig als Hausmittel zur Darmreinigung angewendet werden, ist es ratsam, dass Sie es auf nüchternen Magen einnehmen und eine bestimmte Zeit warten, bevor Sie frühstücken. Apfelessig verzehren Sie am besten in Kombination mit Wasser, wobei die jeweilige Dosierung von der Konzentration des Apfelessigs abhängen und pro 200-Milliliter-Glas-Wasser von einem Teelöffel bis hin zu zwei Esslöffel reichen kann. Besonders empfehlenswert ist es, Apfelessig in warmes Wasser zu geben und Ingwer, ein wenig Honig oder Zimt hinzuzufügen. Achten Sie stets darauf, dass Sie keine anderen Süßungsmittel, die Zucker beinhalten, verwenden, denn hierdurch wird Ihr Organismus belastet. Im Idealfall nutzen Sie Apfelessig als Hausmittel zur Darmreinigung und wenden es als Kur und damit über einen Zeitraum zwischen vier und 12 Wochen an. Im Allgemeinen ist es ratsam dann für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen zu pausieren und die Apfelessigkur im Anschluss zu wiederholen. Daneben ist auch eine dauerhafte Anwendung dieses Hausmittels möglich. Zusatzinfo: Durch den Verzehr von Apfelessig wird die Gewichtsabnahme unterstützt. Dies wird durch differente Faktoren bedingt: So kann Apfelessig Heißhungerattacken lindern, das Sättigungsgefühl erhöhen sowie den Blutzucker und damit auch den Insulinspiegel optimieren. Ist dies der Fall, wird Fett besser abgebaut.

Sauerkraut & Sauerkrautsaft

Ein weiteres, sehr traditionelles Hausmittel zur Darmreinigung ist Sauerkraut. Sauerkraut wird zudem eingesetzt, um zu entschlacken. Nutzen Sie Sauerkraut oder Sauerkrautsaft, sollten Sie sich ebenso wie bei Apfelessig für naturbelassene Bioqualität entscheiden. Im Idealfall nutzen Sie zur Darmreinigung mit diesem Hausmittel die Sauerkrautsaison, denn dann erhalten Sie in kleinen Eimern in der Regel Sauerkraut, das nicht pasteurisiert wurde. Verzehren sollten Sie sowohl den Sauerkrautsaft als auch das Sauerkraut selbst: Während der Sauerkrautsaft am Morgen auf nüchternen Magen konsumiert werden sollte, ist es sinnvoll, das Sauerkraut als Vorspeise oder Snack zwischendurch zu essen. Positiv hervorzuheben ist, dass nicht pasteurisiertes Sauerkraut und Sauerkrautsaft viel Milchsäure sowie probiotische Inhaltsstoffe aufweisen die nicht nur hilfreich zur Darmreinigung, sondern auch zum Aufbau und zur Unterstützung der Darmflora sind.

Trockenfeigen & Trockenpflaumen

Sind Sie auf der Suche nach einem besonders schmackhaften Hausmittel zur Darmreinigung, sollten Sie auf Trockenfeigen und Trockenpflaumen zurückgreifen. Häufig finden sich getrocknete Pflaumen und Feigen in Müslis; daneben können die Trockenfrüchte ausgezeichnet als Snack für Zwischendurch. Trockenpflaumen eignen sich zudem hervorragend, um Verstopfungen entgegenzuwirken; beide Arten von Trockenfrüchten haben eine abführende und eine die Peristaltik anregende Wirkung. Besonders empfehlenswert ist es, die Trockenfrüchte über Nacht in Wasser einzuweichen und am nächsten Morgen auf nüchternen Magen zu verzehren. Entscheiden Sie sich dafür, die Trockenfrüchte zur Darmreinigung als Zwischenmahlzeit einzunehmen, sollten Sie vorher etwa drei Stunden keine Nahrung zu sich genommen haben. Extratipp: Kombinieren Sie die Trockenfeigen und Trockenpflaumen als Hausmittel zur Reinigung des Darms mit Leinsamen!

Ingwer

Ein weiteres erstklassiges Hausmittel zur Darmreinigung stellt Ingwer dar. Inger kann in differenten Zuständen eingenommen werden: Sie können Ingwer frisch gerieben, als Saft oder aber gemahlen nutzen. Sinnvoll ist es zweifelsohne, wenn Sie Ingwer mit weiteren Hausmitteln zur Darmreinigung kombinieren. Hierzu bietet sich neben frischem Zitronensaft auch warmes oder sogar heißes Wasser an. Eine andere Option ist es, Inger gemeinsam mit einem Kräutertee zu verzehren. Überbrühen Sie den frischen Inger ebenso wie die übrigen Kräuter mit heißem Wasser und lassen Sie das Gemisch ein wenig ziehen, bevor Sie es trinken. Ingwer weist die folgenden, differenten positiven Wirkungen auf:

  • Beschleunigung der Magenentleerung
  • Stimulation der Magensaftsekretion
  • Entzündungshemmend und schmerzlindernd bei Krämpfen und Blähungen
  • Wirksam gegen Durchfall

Leinsamen

Durch die Einnahme von Leinsamen bzw. Leinöl kann die Peristaltik angeregt werden. Hierdurch kommt es nicht nur zu einer Optimierung der Verdauung Tätigkeit, sondern auch zu einer Verbesserung der Stuhlausscheidung. Wird Leinsamen in Wasser eingeweicht, bildet sich ein zähflüssiger Schleim mit heilender Wirkung, denn er kann Toxine binden und dafür sorgen, dass Blähungen minimiert werden. Des Weiteren besitzt Leinsamen beruhigende Wirkungen auf die, sich im Verdauungssystem befindenden Schleimhäute. Die Einnahme von Leinsamen als Hausmittel zur Darmreinigung kann auf mannigfaltige Art und Weise erfolgen. So können Sie beispielsweise einen Esslöffel Leinsamen etwa eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit verzehren und hierzu ausreichend Wasser, mindestens jedoch 250 Milliliter, trinken. Eine andere Option ist es, die Leinsamen für eine Stunde in Wasser einzuweichen und dann gemeinsam mit dem Wasser zu verzehren. Entscheiden Sie sich dafür, die Leinsamen ganz einzunehmen, werden sie auch im Ganzen wieder ausgeschieden und sie nehmen keine Kalorien auf. Anders gestaltet sich dies dagegen, wenn Sie die Leinsamen schroten, denn in ihnen sind neben Proteinen auch Fette enthalten. Entscheiden Sie sich für diese Variante, nehmen Sie pro 10 Gramm Leinsamen etwa 40 Kalorien zu sich. Eine weitere Möglichkeit, um Leinsamen zu verzehren, ist es, sie in Brotrezepturen zu integrieren. Sicher ist, dass der Verzehr von Leinsamen mit diversen gesundheitlichen Vorteilen einhergehen kann. Zurückgeführt wird dies auf den hohen Gehalt an Ballaststoffen in Leinsamen, dieser beträgt etwa 34 Prozent. Positive Wirkungen können ein vermindertes Hungergefühl, ein niedrigeres Krebsrisiko oder aber eine Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems sein. Studien haben beispielsweise gezeigt, dass Leinsamen positive Effekte bei Brustkrebs haben und die Darmflora günstig beeinflussen kann. Zusatzinformation: Sollten Sie unter einer Entzündung des Verdauungssystems wie beispielsweise einer entzündeten Darmschleimhaut oder einer Gastritis leiden, kann Leinsamen Linderung verschaffen. Zur Behandlung von Gastritis ist es empfehlenswert, Leinsamengel einzunehmen. Hierzu weichen Sie zwei Esslöffel der Samen über Nacht in einem halben Liter Wasser ein, kochen diese Mischung am nächsten Tag auf und lassen den entstandenen Schleim mithilfe eines Siebes abtropfen. Während Sie den Schleim trinken können Sie mit den verbliebenen Samen zum Beispiel Ihr Müsli verfeinern. Das entstandene Leinsamengel können Sie verteilt über den Tag in mehreren Portionen Schluck für Schluck trinken. Achten Sie bitte darauf, dass Sie auch eine ausreichende Menge an Flüssigkeit, mindestens jedoch 1,5 Liter, zu sich nehmen, denn sonst kann der Leinsamenschleim eine stopfende Wirkung haben.

Senfkörner

Ein weiteres sehr gutes Hausmittel zur Darmreinigung sind Senfkörner. Sollten Sie zu den Menschen gehören, die Sprossen selbst produzieren, dann verfügen Sie auch über Senfkörner. Zur Darmreinigung eignen sich Senfkörner besonders gut, wenn sie einmal oder zweimal im Jahr in Form einer Senfkörnerkur angewendet werden. Hierfür sollten Sie jeden Tag einen Teelöffel Biosenfkörner zu sich nehmen. Achten Sie darauf, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet ist und die Senfkörner zu Darmreinigung unzerkaut konsumiert werden. Eine derartige Kur sollte einen Zeitraum von drei Monaten umfassen; ratsam ist es, die Kur zweimal pro Jahr durchzuführen. Senfkörner verfügen über ein ätherisches Öl, dem eine krebshemmende und entgiftende Wirkung nachgesagt wird. Die Senfkörner quellen in Ihrem Darm auf, verbinden sich mit Toxinen und anderen Schadstoffen, wobei diese dann gemeinsam mit ausgeschieden werden.

Heilkräuter

Neben den genannten Hausmitteln zu Darmreinigung stellen auch Heilkräuter eine erwähnenswerte Option dar. So ist es möglich differente Heilkräuter als Hausmittel einzusetzen, denn sie sorgen für eine Anregung der Darmtätigkeit ebenso wie verbesserten Leber- und Gallenfunktionen Heilkräuter verfügen häufig über eine Darmschleimhaut regenerierende, krampflösende und antitoxine Wirkung. Hierdurch wird eine optimale Darmflora hergestellt, das gesamte Darmmilieu wird verbessert. Zugleich kommt es zur Bekämpfung schädlicher Darmbakterien, einer Linderung von Blähungen. Die folgende kleine Liste verrät Ihnen, welche Heilkräuter als Hausmittel zur Darmreinigung empfehlenswert sind:

  • Thymian
  • Pfefferminze
  • Dillsamen
  • Basilikum
  • Angelikawurzel
  • Süßholzwurzel
  • Fenchelsamen
  • Oreganoblätter
  • Anis

Ob Sie die Heilkräuter in Form von Tees, Smoothies oder zum Würzen von Salaten verwenden, bleibt dabei Ihrem individuellen Geschmack überlassen.

Mineralerden

Obschon die beiden Mineralerden Zeolith und Bentonit in Mitteleuropa keine traditionellen Hausmittel zur Darmreinigung darstellen, gilt es sie in diesem Kontext zu erwähnen. Ein Grund hierfür ist, dass die beiden Mineralerden mittlerweile in vielen Hausapotheken zu finden sind – kein Wunder, denn sie können facettenreich zum Einsatz kommen und sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Eine Eigenschaft der Mineralerden Zeolith und Bentonit ist, dass sie sehr adsorbtionsfähig sind und Schadstoffe sowie Toxine aus dem Darm nach außen transportieren und auf diese Weise für ein besseres Darmmilieu sorgen. Im Rahmen dieses Prozesses kommt es zur vermehrten Ansiedlung von nützlichen Darmbakterien und zu deren Vermehrung. Eingenommen werden sollten Mineralerden als Hausmittel zur Darmreinigung im Idealfall vor dem Frühstück auf nüchternen Magen. Eine Option ist es, entweder Zeolith oder Bentonit in einem Glas Wasser, idealerweise zwischen 200 und 400 Millilitern zu verzehren. Im Bedarfsfall können Sie eine zweite Dosis am Abend vor dem Zubettgehen einnehmen. Beachten Sie bitte, dass Sie zwischen der Einnahme von Mineralerden und derjenigen, weiterer Nahrungsergänzungsmittel eine Zeitspanne zwischen einer und drei Stunden verstreichen lassen sollten. Zusatzinformation: Mineralerde kann hervorragend als Erste-Hilfe-Arznei bei bestehendem Durchfall eingenommen werden. Mithilfe der Mineralerden kann im Darm überschüssiges Wasser ebenso gebunden werden, wie die giftigen Ausscheidungen der schädlichen Bakterien im Darm.

Glaubersalz

Bein Glaubersalz handelt es sich zweifelsohne um ein sehr altes, traditionelles Hausmittel zur Darmreinigung. Bei Glaubersalz handelt es sich eigentlich um Natriumsulfat. Entdeckt wurde es bereits im Jahr 1625 vom Johann Rudolph Glauber, einem Apotheker und Chemiker. Bei Glaubersalz handelt es sich um eine Komponente von Mineralwasser, wobei Glauber bereits damals feststellte, dass Natriumsulfat eine abführende Wirkung aufweist. Sehr häufig wird Glaubersalz verwendet, um Fastenkuren einzuleiten. Nach der Einnahme wirkt Glaubersalz sehr schnell, in der Regel bereits nach einem Zeitraum von 30 bis 60 Minuten. Glaubersalz wird in warmes Wasser eingeweicht und dann getrunken. Charakteristisch sind häufige, an Durchfall erinnernde Stuhlgänge ebenso wie Bauchkrämpfe. Grundsätzlich sollte die Anwendung von Glaubersalz nicht regelmäßig erfolgen. Achtung: Sollten Sie unter gesundheitlichen Problemen leiden und eine eingeschränkte Nierenfunktion, Herzprobleme oder Bluthochdruck haben, ist eine Anwendung nur dann empfehlenswert, wenn Sie diesbezüglich vorher einen Mediziner konsultiert haben.

Grüner Kaffee & Kaffeeeinläufe

Eines der ältesten Hausmittel zur Darmreinigung stellen zweifelsohne Einläufe dar. Bereits in der Antike wurden Einläufe bei den differentesten Darmproblemen empfohlen. Eine heute häufig verwendete Flüssigkeit für Einläufe war körperwarmes Wasser. Dies gestaltete sich früher anders, denn es wurden diverse, eher unkonventionelle Flüssigkeiten eingesetzt. Neben Ölen, Milch, Wein sowie Kombinationen aus diesen wurde beispielsweise auch Ochsengalle genutzt. Obschon es sich ebenfalls recht unkonventionell anhört, können sogenannte Kaffeeeinläufe sehr hilfreich sein. Obschon die Möglichkeit besteht, hierfür herkömmlichen Kaffee zu verwenden, ist dies nicht üblich. Vielmehr kann ein spezielles Granulat beispielsweise in Apotheken erworben werden, um Kaffeeeinläufe zu machen. Ihr Nutzen besteht in der Reinigung des Darmes ebenso wie der Reinigung der Leber, denn über die Darmschleimhaut und die sogenannte Pfortader gelangt der Wirkstoff direkt in die Leber. Durch die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe werden die Gallenwege erweitert und die Gallenproduktion wird angeregt. Hierdurch kommt es letztlich zu einer effizienteren Ausleitung von Giften aus dem Körper. Zudem werden vermehrt entgiftende Enzyme in der Leber gebildet, die Tätigkeit der Leber optimiert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert. Darüber hinaus wird Kaffee eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Achtung: Sollten Sie Kaffee oder Koffein nicht gut vertragen, ist es nicht ratsam, Kaffeeeinläufe durchzuführen. Zudem sollten Kinder, Schwangere und Stillenden von Kaffeeeinläufen absehen.

Bitterstoffe

Dass Bitterstoffe die Leberfunktion anregen, den Gallenfluss unterstützen und die Verdauung optimieren können, ist bekannt. Darüber hinaus wird angenommen, dass durch den Einfluss von Bitterstoffen körpereigene Basen vermehrt gebildet werden. Hierdurch kommt es wiederum zu einer Regulation des Säure-Basen-Haushaltes. Positive Nebeneffekte sind eine Verminderung von Heißhungerattacken, so dass sich ihre Einnahme bei einem Abnehmwunsch sowie zur Unterstützung einer Ernährungsumstellung anbietet. Zudem können Bitterstoffe als Hausmittel zur Darmreinigung angewendet werden. Die Einnahme sollte etwa 15 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen. Möchten Sie Bitterstoffe auf natürlichem Weg zu sich nehmen, dann sind Artischocken, Gerstengraspulver oder Löwenzahn eine empfehlenswerte Option. Daneben gibt es auch Bitterkräutermischungen und Bitterkräutertinkturen sowie Bitterstoffelixiere ohne Alkohol. Diese können zudem immer dann konsumiert werden, wenn Verdauungsbeschwerden, Blähungen oder lediglich ein Völlegefühl bestehen. Achtung: Sollten Sie zu den Menschen zählen, die unter einem Überschuss an Magensäure leiden, ist es ratsam, vor der Einnahme von Bitterstoffen die Verträglichkeit zu evaluieren sowie grundsätzlich einer konservativen Dosierung zu folgen.

Bewegung & Bauchmassagen

Bewegung ist nicht nur im Alltag von Vorteil, sondern gilt auch als ein Hausmittel zur Darmreinigung. Bewegung und Bauchmassagen sind zudem unterstützend zu allen anderen Hausmitteln zur Darmreinigung zu empfehlen. Im Allgemeinen arbeitet der Darm effizienter, wenn Sie sich bewegen. Ob Sie sich für Schwimmen, Walken, Joggen oder eine andere Sportart entscheiden, ist Ihnen dabei freigestellt. Positive Auswirkungen haben darüber hinaus Bauchmassagen, sie sind zudem kostenlos und einfach durchzuführen. Grundsätzlich ist es ratsam, im Rahmen jeder Darmreinigung auch Bauchmassagen durchzuführen, denn sie helfen dabei, Schlacken von den Darmwänden zu lösen. Sie führen zu einer Optimierung der Peristaltik und einem effektiveren Stuhlgang.

Fazit: Die Kombination mehrerer Hausmittel zur Darmreinigung ist ratsam

Möchten Sie eine Darmreinigung mit Hilfe von Hausmitteln durchführen, ist es sinnvoll, mehrere der genannten Optionen miteinander zu kombinieren. Wir raten Ihnen grundsätzlich dazu, zwischen drei und fünf der vorgestellten Hausmittel zur Darmreinigung zeitgleich anzuwenden. Neben Wasser sowie ausreichend Bewegung und Bauchmassagen sind auch frische Säfte wie Apfelsaft und Zitronensaft empfehlenswert. Alternativ hierzu können Sie natürlich auch auf Bitterstoffe, Apfelessig oder Sauerkraut und Sauerkrautsaft setzen. Sind Sie dagegen ein Fan von Mineralerden, Heilkräutern und Senfkörnern sind auch diese Hausmittel zur Darmreinigung hervorragend mit Wasser & Bewegung kombinierbar.