Ashwagandha-Kapseln

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Ashwagandha Kapseln

Der Ursprung von Ashwagandha liegt in Indien, wo die Pflanze mit dem Ayurveda („Die Lehre des Lebens“) und der ayurvedischen Medizin eng verbunden ist und seit rund 5.000 Jahren verwendet wird. Traditionell wird sie eingesetzt, um für innere Ruhe und Stärke zu sorgen, Geist und Körper zu verjüngen und Alterungsprozesse zu verlangsamen. Ashwagandha wird außerdem nachgesagt, dass sie Angstzustände reduzieren kann und allgemein zu mehr Vitalität, Energie und Leistungsfähigkeit beiträgt. In Indien hat man sie auch immer als ein natürlich wirkendes Aphrodisiakum verstanden.

Im Ursprungsland wird Ashwagandha als sogenannte Rasayana-Pflanze betrachtet, das heißt als ein universales Heilmittel, das auf eine unspezifische Art und Weise wirkt und die Gesundheit sowie die Langlebigkeit allgemein fördert. Sie gilt dort als Königin des Ayurveda. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Ashwagandha seit sehr langer Zeit hoch geschätzt und wird dort für ähnliche Zwecke wie in Indien verabreicht.

Deshalb ist es etwas verwunderlich, dass Ashwagandha in Europa und der westlichen Welt noch nicht sehr lange bekannt ist. Im Zusammenhang mit Adaptogenen (dazu weiter unten mehr) wird sie hier erst seit wenigen Jahrzehnten unter Laborbedingungen erforscht – und auch das bisher nur sporadisch und punktuell im Vergleich zu anderen Substanzen, die unter die Kategorie Heil- oder Arzneimittel fallen.

Derweil liegt Ashwagandha aber bei vielen Menschen im Trend als Beruhigungsmittel, gegen stressbedingte Schlafstörungen, aber auch zur Stärkung der Schilddrüsenfunktion, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben.

Ashwagandha Kapseln

Erläuterungen zum Namen Ashwagandha

Das Sanskrit-Wort Ashwagandha bedeutet übersetzt soviel wie „Der Geruch des Pferdes“. Das liegt zum einen an den Wurzeln, die einen starken Pferdegeruch ausstrahlen. Zum anderen wird mit der Wirkkraft aber auch die Assoziation verbunden, dass Ashwagandha stark wie ein Pferd macht.

Der wissenschaftliche oder botanische Name lautet Withania somnifera. Dieser ist aus Sicht der Naturheilkunde besonders interessant. „Withania“ definiert lediglich die Pflanzengattung, zu der noch einige weitere Arten gehören. Die aus dem Lateinischen stammende Zusatzbezeichnung „somnifera“ weist jedoch auf eine der hauptsächlichen Anwendungsgebiete hin: Schlafstörungen. „Somnifera“ bedeutet nämlich „schlafbringend“ (von somnus = Schlaf und ferre = bringen).

In Deutschland ist Ashwagandha unter dem Namen Schlafbeere und unter den selteneren Bezeichnungen Indischer Ginseng und Winterkirsche bekannt. Die Bezeichnung Schlafbeere ist allerdings irreführend, da nicht die Früchte verwendet werden, sondern nur die Blätter und Wurzeln der Pflanze. Die Beeren von Ashwagandha haben einen hohen Alkaloidgehalt und sind deshalb giftig.

Kurze Beschreibung von Withania somnifera

Withania somnifera ist eine mehrjährige Pflanze mit einer krautigen Wuchsform, die zwischen 30 cm und 150 cm hoch wird. Charakteristisch sind die filzig behaarten Blätter und das Aussehen der Fruchtstände. Der bekannte Botaniker Carl von Linné gab ihr im Jahr 1753 in einer Beschreibung zunächst den wissenschaftlichen Namen Physalis somnifera. Und tatsächlich haben die Beeren mit den trockenen, papierartigen Blütenblättern drumherum eine starke Ähnlichkeit mit der geläufigen Frucht Physalis, die hierzulande in Lebensmittelgeschäften und auf Märkten erhältlich ist. Withania und Physalis stammen beide aus der Familie der Nachtschattengewächse, aber während Physalis einen angenehm süßlichen und frischen Geschmack hat, schmecken die Beeren von Withania somnifera bitter und sind, wie gesagt, giftig, also nicht zum Verzehr geeignet.

Weitere Vorkommen weltweit

Heute findet man die Pflanze in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Welt, so fast überall in Afrika, auf den Kapverdischen und Kanarischen Inseln, in Spanien und Griechenland, auf Sardinien, Sizilien und der Arabischen Halbinsel, in Vorderasien und Südasien, auf Mauritius und in China.

Wie werden Ashwagandha-Kapseln hergestellt?

Vor dem Kauf von Ashwagandha-Kapseln sollte die Packungsbeilage oder die Beschreibung auf der Webseite sorgfältig gelesen und auf den Inhalt an Extrakt pro Kapsel überprüft werden. Denn häufig machen Verbraucher den Fehler anzunehmen, dass sich in den Ashwagandha-Kapseln automatisch ein hochwertiger Auszug aus den Wurzeln und Blättern der Pflanze befindet. Das ist leider nicht immer der Fall.

Manche Anbieter nutzen nämlich die durchaus berechtigte Vorstellung der Kunden aus, indem sie ein einfaches Wurzelpulver, vermischt mit einem minderwertigen Extrakt aus Blattpulver in die Ashwagandha-Kapseln abfüllen. Mit einem hochwertigen Auszug aus den wertvollen Pflanzenbestandteilen haben diese Produkte nur wenig zu tun.

Seriöse Hersteller verwenden ausschließlich ausgesuchte Pflanzen, etwa aus Wildsammlungen. Bei der Extraktion werden alle wasserlöslichen Bestandteile aus den Wurzeln herausgelöst und anschließend getrocknet, gereinigt und nach bestimmten Kriterien geprüft. Toxisch wirkende oder die Umwelt belastende Lösungsmittel kommen bei diesem Verfahren nicht zur Anwendung. Das Ganze ist ein aufwendiger Prozess, an dessen Ende als Resultat ein hoch konzentriertes Pulver steht. Dieses Pulver wird dann je nach Hersteller in den Herkunftsländern wie Indien oder in Deutschland zu Ashwagandha-Kapseln weiterverarbeitet, unter Berücksichtigung höchster Standards bezüglich Qualität, Produktion und Hygiene.

Welche Inhalts- und Wirkstoffe sind in Ashwagandha-Kapseln enthalten?

In der gesamten Pflanze sind von den Wurzeln bis hin zu den Blättern zahlreiche wertvolle Substanzen enthalten. Bisher wurden alleine in den Blättern mehr als 60 wirksame Stoffe entdeckt. Um ein hochwertiges Extrakt zu erhalten, wird empfohlen, nach Möglichkeit sämtliche Bestandteile von Withania somnifera zu verwenden, um von den über alle Pflanzenteile verteilten Inhaltsstoffen profitieren zu können.

Ausgenommen bleiben allerdings die Beeren, die zum einen sehr bitter und zum anderen wegen des hohen Alkaloidgehalts giftig sind. Man kann die Früchte jedoch für die Herstellung von Seife nutzen, da sie einen hohen Saponingehalt aufweisen.

Bei der Auswahl eines Produkts, beispielsweise Ashwagandha-Kapseln, sollte darauf geachtet werden, dass es einen bestimmten Mindestgehalt an Withanoliden aufweist, vor allem Withaferin A, weil diese zu den wertvollsten Substanzen der Pflanze gehört.

Withanolide, für die die Gattung Withania namensgebend steht, bilden eine Gruppe von mehr als 300 natürlich vorkommenden chemischen Verbindungen. Innerhalb der Wirkstoffe von Ashawagandha sind die Withanolide bisher am besten und gründlichsten erforscht.

Das genannte Withaferin A aus der Schlafbeere war übrigens das erste Mitglied der Withanolide, das isoliert werden konnte. In Tierversuchen wurde die entzündungshemmende Wirkung mehrerer Withanolide von Ashwagandha aufgezeigt. Aus der Gruppe sind noch andere Stoffe in der Schlafbeere enthalten, darunter Withasomniferanolid, Somniwithanolid und Somniferanolid.

Weitere Inhaltsstoffe der Wurzeln sind unter anderem die Alkaloide

  • Anaferin
  • Anahygrin
  • Cuscohygrin
  • Nicotin
  • Tropin
  • Withasomnin

Hinzu kommen noch Choline sowie diverse Fett- und Aminosäuren.

Zusatzstoffe in Ashwagandha-Kapseln

Bei qualitativ hochwertigen Ashwagandha-Kapseln besteht die Kapselhülle in der Regel aus Pflanzenzellulose, zum Beispiel Hydroxypropylmethylcellulose. Auf Zusatzstoffe jeglicher Art wird dabei verzichtet. Käufer – vor allem solche mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten – sollten deshalb darauf achten, dass die Ashwagandha-Kapseln frei sind von:

  • Laktose, Gluten, Soja und Hefe
  • Milch- und Getreidebestandteilen
  • Konservierungsmitteln und Farbstoffen
  • Pestiziden und gentechnisch manipulierten Pflanzen
  • tierischen Bestandteilen

Welche Wirkungen können den Ashwagandha-Kapseln zugeschrieben werden?

In der traditionellen ayurvedischen Medizin wird Ashwagandha seit etwa 5.000 Jahren bei zahlreichen Beschwerden und Leiden verabreicht. Dazu zählen Schlaflosigkeit und Schlafstörungen, Angstzustände, Probleme mit Impotenz und Fruchtbarkeit sowie Gelenkschmerzen. Darüber hinaus soll es zur Stimmungsaufhellung und zur Steigerung der Hirnleistung beitragen, erhöhte Blutfette senken und das hormonelle Gleichgewicht bei Schilddrüsenproblemen wiederherstellen können.

Die Wirkstoffe der Pflanze in Ashwagandha-Kapseln zählen zu den sogenannten Adaptogenen, da sie die Fähigkeit besitzen, die Resistenz gegen Stress zu erhöhen. Der Begriff Adaptogene – entlehnt aus dem englischen to adapt = sich anpassen) – steht in der Alternativmedizin für Heilpflanzen bzw. deren biologisch aktiven Inhaltsstoffe, die den Organismus bei der Anpassung an physische und psychische Stresssituationen unterstützen (siehe auch den Abschnitt weiter unten über Alternativen zu Ashwagandha-Kapseln).

Einige Studienergebnisse zur Wirkung von Ashwagandha

Insgesamt gesehen ist ist die Lage an wissenschaftlich gesicherten Daten sehr schwach. Mit etwas mehr als 200 Studien gibt nur wenige fundierte Untersuchungen, die sich mit der Erforschung der Pflanze und ihren Wirkungen beschäftigt haben. Allgemein wurden daraus Erkenntnisse gewonnen, dass Ashwagandha folgende Ergebnisse nach sich ziehen kann:

  • Verbesserung von Schilddrüsendysfunktionen
  • Linderung hormonbedingter Ermüdungserscheinungen
  • Wirksame Bekämpfung von Stresssymptomen
  • Linderung von Stimmungsschwankungen und Angstzuständen
  • Steigerung der physischen Widerstandsfähigkeit und Ausdauer
  • vorbeugende und behandelnde Wirkung bei Gewebeveränderungen
  • Verminderung von unphysiologischen Veränderungen an den Gehirnzellen
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Stabilisierung des Blutzuckerspiegels
  • Förderung des körpereigenen Immunsystems

Ergebnisse einzelner Studien

Das Los Angeles College of Chiropractic hat im Jahr 2000 eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, in der zahlreiche therapeutisch wirksame Eigenschaften von Withania somnifera aufgelistet werden:

  • schlaffördernd
  • angstlösend
  • antioxidativ
  • immunmodulierend
  • entzündungshemmend
  • Anti-Stress-Wirkung
  • Anti-Tumor-Wirkung
  • Anti-Demenz-Wirkung
  • Anti-Aging-Wirkung (auf Grund eines erhöhten DHEA-Spiegels; DHEA gilt als Anti-Aging-Hormon)
  • Förderung der Blutbildung
  • insgesamt positiv wirkend auf den Hormonhaushalt sowie auf das Herz-Lungen- und das zentrale Nervensystem

Eine randomisierte Studie von 2012 kam zu dem Ergebnis, dass ein Wurzelextrakt aus Ashwagandha Stresserscheinungen bei einem Teil der Probanden besser mildern konnte als bei einer Versuchsgruppe, die lediglich Placebos bekam [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23439798/].

Eine Studie aus dem Jahr 2018 zur Verbesserung der Spermienqualität bei unfruchtbaren Männer stellt die Vermutung auf, dass die Schlafbeere diesbezüglich positive Auswirkungen haben könnte.

Bei einer 2015 veröffentlichten Studie wurden 57 Männer in zwei Versuchsgruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt während des Versuchszeitraums von acht Wochen jeden Tag 600 mg Ashwagandha-Extrakt, einer zweiten Gruppe wurden Placebos verabreicht. Nach Beendigung der Studie wurden wie zu Beginn die Testosteron- und Kraftwerte und der Muskelzuwachs gemessen. Die Ashwagandha-Probanden verzeichneten vergleichsweise gesteigerte Testosteron- und Kraftwerte und hatte mehr Muskelmasse aufgebaut. Zudem wurde ein höherer Abbau von Körperfett festgestellt.

Darüber hinaus gibt es allgemeine Behauptungen und Vermutungen zur positiven Wirkung auf die gesamte menschliche Gesundheit von Ashwagandha, die aber bislang nicht nachgewiesen sind.

Wirkungen von Ashwagandha auf die Schilddrüse

Über die genaue Wirkungsweise der Adaptogene herrscht in der Wissenschaft noch Unklarheit. Bekannt ist aber, dass sie sehr effektiv sein können, wenn es um die Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts geht.

Bezüglich der Schilddrüse konnte gezeigt werden, dass Ashwagandha die Heilung entzündlicher Erscheinungen des Organs unterstützt, aber auch Menschen hilft, deren Schilddrüse nicht mehr vollständig aktiv oder umgekehrt überaktiv ist. Adaptogene Heilpflanzen wirken also ausgleichend und stellen das Gleichgewicht wieder her, unabhängig davon, ob bestimmte Werte zu niedrig oder zu hoch sind.

Die Wiederherstellung des Gleichgewichts von Hormonen der Schilddrüse konnte an Hand von Tierversuchen nachgewiesen werden. So wurde in einer 20 Tage dauernden Studie Mäusen Ashwagandha gegeben. Eine anschließende Analyse der T3- und T4-Werte ergab eine deutliche Steigerung des T4-Serums. Das weist darauf hin, dass die Wirkstoffe der Pflanze eine reduzierte Funktion der Schilddrüse beheben kann.

Es wird darüber hinaus angenommen, dass Ashwagandha durch eine Lipidperoxidation freie Radikale zerstört, die für Zellschäden verantwortlich sind, und somit für eine Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden könnte.

Ashwaganda gegen Stress und Angstzustände

Die positive Wirkung von Ashwagandha bei Stimmungsschwankungen, Angstzuständen und Stress scheint, ähnlich wie bei CBD Öl, eindeutig belegt zu sein – und zwar ohne Nebenwirkungen, wie sie bei den gängigen Medikamenten Lorazepam oder Imipramin häufig auftreten.

Dazu wurde eine zwölf Wochen dauernde Kontrollstudie mit 87 Teilnehmern durchgeführt, die alle unter Angstzuständen litten. Eine Gruppe erhielt zwei Mal pro Tag jeweils 300 mg eines Ashwagandha-Extrakts, die andere Gruppe jeweils Placebos. Die Probanden, die Ashwagandha bekamen, berichteten von einer wesentlichen Verbesserung bezüglich ihrer Angst und zusätzlich von einer größeren Konzentrationsfähigkeit. Stress und Müdigkeit nahmen bei ihnen im Gegensatz zur Placebo-Gruppe ebenfalls ab.

Unerwünschte Reaktionen und Nebenwirkungen während der Einnahme wurden bei der Ashwagandha-Gruppe nicht festgestellt. Das zeigt, dass die Wirkstoffe der Schlafbeere gezielt als Stärkungsmittel und zur Beruhigung der Nerven empfohlen werden könnten.

Folgt man diesen Ergebnissen, könnte sich Ashwagandha auch als nützlich für die psychiatrische Behandlung von Angstzuständen erweisen. Ein hochkonzentrierter Extrakt ist möglicherweise in der Lage, die Widerstandsfähigkeit gegen Stress zu erhöhen und eine Selbstbewertung der Lebensqualität bei Betroffenen zu verbessern, und zwar auf eine wirksame und trotzdem ungefährliche Art.

Ashwagandha senkt den Kortisolspiegel im Organismus erheblich. Dieses körpereigene Hormon, das für Stress verantwortlich ist, trägt zu einem Muskelabbau und daraus resultierender Schwäche, zu faltiger Haut und zu kognitiven Störungen bei.

Die Wirkung von Ashwagandha bei bösartigen Zellveränderungen

Eine der bedeutendsten und vielversprechendsten Wirkungen von Ashwagandha dürfte die Entdeckung sein, dass ein hochkonzentriertes Extrakt bei der Vorbeugung und Therapie von Krebserkrankungen helfen könnte. Es gibt Studien, die auf einen sehr effektiven, tumorhemmenden Effekt hindeuten. Ashwagandha unterstützt die Körperabwehr gegen eine Ausbreitung von Krebszellen, vor allem bei Brust-, Lungen-, Darm- und Magenkrebs, den am meisten verbreiteten Krebserkrankungen weltweit.

Die Gründe dafür werden in der Eigenschaft gesehen, dass Ashwagandha fähig ist, das Immunsystem zu stärken und eine antioxidative Wirkung zu entfalten. Zudem kann es die benachbarten Blutgefäße der Krebszellen daran hindern, das weitere Wachstum von Tumoren zu fördern. Dies ist selbst bei bereits krebserkrankten Menschen während einer Chemotherapie möglich und sehr hilfreich. Wahrscheinlich sorgt ein Ashwagandha-Extrakt dafür, dass trotz der Chemotherapie das Immunsystem nicht unterdrückt wird. Es verhindert einen Rückgang der weißen Blutkörperchen, der normalerweise zu einer erhöhten Infektionsgefahr bei Krebspatienten führt.

Gibt es Nebenwirkungen durch Ashwagandha-Kapseln und bei einer Überdosierung?

Das Extrakt der Schlafbeere ruft nur sehr selten Nebenwirkungen hervor. Bekannt sind einzelne Fälle von allergischen Reaktionen sowie Störungen im Magen-Darm-Trakt, die sich als Durchfall oder Bauchschmerzen äußern. Wer davon betroffen ist, sollte zunächst einmal die tägliche Dosis reduzieren. Wenn danach keine Besserung eintritt, hilft vielleicht eine Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Ansonsten sollte auf den Verzehr von Ashwagandha-Kapseln verzichtet werden.

Unter Umständen können durch die Einnahme von Schlafbeere-Extrakten Autoimmunkrankheiten verschlimmert werden. Ashwagandha zählt zur Familie der Nachtschattengewächse, die sich bei diesen Krankheiten bekanntermaßen nicht selten negativ auswirken, indem sie die Entzündungswerte im menschlichen Organismus erhöhen können.

Für Menschen, die aus Stressgründen unter Schlaflosigkeit leiden, können Ashwagandha-Kapseln mit ihren beruhigenden Eigenschaften ein Segen sein. Umgekehrt macht es wenig Sinn, das Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, wenn man energie- und antriebslos ist, denn dann ist das Schläfrigmachen eher unerwünscht.

Über Nebenwirkungen bei einer Überdosierung ist kaum etwas bekannt. Lediglich die genannten Störungen im Magen-Darm-Bereich wie Durchfall und Bauchschmerzen konnten bisher nachgewiesen werden.

Ist die längerfristige Einnahme gesundheitsschädlich?

Wie so vieles im Zusammenhang mit der Einnahme von Ashwagandha-Kapseln ist auch der Effekt einer längerfristigen Anwendung wissenschaftlich noch längst nicht hinreichend untersucht worden. Menschen mit Allergien oder gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt sprechen. Eventuell kann auch ein Therapeut mit viel Erfahrung und Wissen in der Traditionellen Chinesischen Medizin Empfehlungen geben.

Es ist auch zu bedenken, dass die Einnahme von pflanzenbasierten Mitteln dem Ziel der Selbstheilung des Körpers dient. Deshalb gibt es Hinweise, Ashwagandha-Kapseln spätestens nach etwa einem Jahr abzusetzen, um herauszufinden, wie Körper und Geist dann reagieren. Eventuell sind die vorherigen Beschwerden dann verschwunden. Treten sie wieder auf, kann man erneut mit der Einnahme beginnen so lange keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten.

Gibt es unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Adaptogene gelten weithin als unbedenkliche Substanzen. Allerdings können Ashwagandha-Kapseln für Patientinnen und Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen ungeeignet sein. Ebenso sollten Menschen, die regelmäßig andere Beruhigungs- oder Schlafmittel nehmen, sich vorab mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Das gilt auch für Patienten, die Schilddrüsen-Hormone verabreicht bekommen. Es kommt nämlich vor, dass sich die TSH-Werte der Schilddrüse verbessern und die Dosis der Hormon-Medikation gesenkt werden kann. Grundsätzlich ist das zu begrüßen, jedoch muss das vorher übliche Medikament dann neu eingestellt werden, damit der Hormonspiegel nicht wiederum in ein Ungleichgewicht gerät.

Gibt es Wechselwirkungen mit Alkohol oder Cannabis?

Alkohol und Cannabis sind – wenn auch zwei völlig unterschiedliche – Drogen, die je nach Dosierung und persönlicher Konstitution den Körper und das Gehirn extrem beeinflussen können. Da Adaptogene wie Ashwagandha ebenfalls Einfluss auf Physis und Psyche nehmen, sollte man auf einen gleichzeitigen Konsum unbedingt verzichten.

Das wird dadurch unterstrichen, dass Withania somnifera ebenfalls nicht zusammen mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie angstlösenden Medikamenten eingenommen werden sollte. Ashwagandha kann außerdem die Wirkung von Barbituraten verstärken.

Es gibt auch zu dieser Thematik keine wissenschaftlichen Studien oder verlässlichen Aussagen. Im Grunde kann man nur von den Wechselwirkungen anderer Drogen- und Medikamenten-Kombinationen ableiten, dass die gleichzeitige Einnahme von Ashwagandha und Alkohol bzw. Ashwagandha und Cannabis nicht empfehlenswert ist.

Anwendung und Dosierung von Ashwagandha Kapseln

Obwohl das Extrakt auch als Tee oder als Pulver erhältlich ist, bevorzugen die meisten Konsumenten Ashwagandha-Kapseln, da bei dieser Anwendungsweise der bittere Geschmack etwas des Pulvers umgangen werden kann. Pulver wird normalerweise in Smoothies, Säfte oder einfach klares Wasser eingerührt und aufgelöst. Die Einnahme dauert also länger als bei Kapseln.

Vor allem aber ist die Wirkung auf den Körper deutlich intensiver, da die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe in Ashwagandha-Kapseln höher ist. Was die Dosierung betrifft, empfehlen nahezu alle Hersteller die Einnahme von drei Ashwagandha-Kapseln pro Tag. Sie sollten rund eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit geschluckt werden.

Es kann sinnvoll sein, zu Beginn mit einer niedrigeren Dosis zu starten, etwa mit 300 mg oder 600 mg pro Tag in der ersten Woche. Später können es dann 3 x 300 mg täglich sein. Als Tageshöchstdosis sollten 1.500 mg nicht überschritten werden.

Grundsätzlich gilt: Jeder Hersteller von Ashwagandha-Kapseln macht im Beipackzettel für sein Produkt Angaben zur empfohlenen Dosierung. Diese Angaben sollten – vor allem was die Tageshöchstdosis angeht – vom Konsumenten unbedingt eingehalten werden. Werden die Angaben befolgt, hat Ashwagandha nach heutigen Erkenntnissen keine Nebenwirkungen und ist für den Organismus ungiftig. Bei einer Überdosierung kann es zu Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit kommen.

Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?

Ashwagandha-Kapseln wird vor allem eine positive Wirkung auf die Ausgeglichenheit im Alltag zugeschrieben. Allerdings ist der Beginn der Wirkung von Person zu Person individuell verschieden. Bei manchen Menschen kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Ashwagandha-Kapseln ihre positiven Eigenschaften zur vollen Entfaltung bringen. Das gilt vor allem, wenn das Mittel zur Stressreduktion eingenommen wird. Es bringt deshalb nichts, ungeduldig zu werden und sich selbst in irgendeiner Weise unter Druck zu setzen. Als Hilfe beim Einschlafen wirkt es in der Regel von Beginn an.

Für welche Personengruppen sind Ashwagandha-Kapseln geeignet für welche eher nicht?

Die von den Herstellern angegebenen Mengen und Dosierungen sind im Allgemeinen für gesunde Menschen gut verträglich. Gelegentlich treten Verdauungsbeschwerden auf, die Durchfall nach sich ziehen können. In solchen Fällen macht es Sinn, die Dosierung zu reduzieren oder für eine Weile auf die Einnahme zu verzichten und die Angelegenheit mit einem Arzt zu besprechen.

In Bezug auf Schwangerschaft und Stillzeit gibt es über die Ashwagandha-Kapseln bis heute noch keine aussagekräftigen Studien. Vorsichtshalber sollten Frauen während dieser Zeiten auf einen Gebrauch verzichten.

Ähnliches gilt für Kinder und Jugendliche. Auch gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, deshalb empfehlen die Hersteller von Ashwagandha-Kapseln, dass nur Personen über 18 Jahre zu dem Ittel greifen sollten.

Menschen, die unter Diabetes, Bluthochdruck, Störungen der Schilddrüsenfunktion, einem hormonsensitiven Prostatakrebs, Autoimmunerkrankungen, bestimmten Lebensmittelunverträglichkeiten oder auch psychischen Störungen leiden, sollten eine eventuelle Einnahme vorab unbedingt mit einem Mediziner abstimmen.

Sind Ashwagandha-Kapseln für Tiere geeignet?

Warum sollten Tiere Ashwagandha-Kapseln einnehmen? Das dürfte wohl die erste Frage zu dieser Thematik sein. Aber auch Haustiere können unter Stresssituationen leiden, beispielsweise wenn sie auf Urlaubsreisen mitgenommen oder auf sonstige Art und Weise transportiert werden.

Sie selbst können naturgemäß keine Antwort darauf geben, ob die Einnahme von Schlafbeere-Pulver oder -Extrakt Wirkung zeigt. Da muss man als Besitzer schon ganz genau beobachten, wie ein Tier sich anschließend verhält bzw. ob deutliche Veränderungen in seinem Verhalten sichtbar werden.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Pferde, Hunde und Katzen Ashwagandha erhalten dürfen. Der Markt hält dafür Produkte bereit, die zum Teil auch aus Mischungen verschiedener Heilkräuter bestehen, etwa aus Ashwagandha, Baldrian und Passionsblume und in Form von Pulver oder Tabs dargereicht werden.

Aber auch in diesem Zusammenhang gilt, dass zuvor eine medizinische Beratung stattfinden sollte, sei es durch den Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker, um die tägliche Dosis und den Zeitraum für die Behandlung zu besprechen und festzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Wo können Ashwagandha-Kapseln gekauft werden?

Ashwagandha ist von den EU-Behörden als einfaches Lebensmittel eingestuft worden. Es ist also nicht verschreibungspflichtig und darf frei verkauft werden. Das Angebot an Ashwagandha-Kapseln und -Pulver ist riesig. Man findet das Heilmittel auf zahlreichen verschiedenen Plattformen im Internet, in Apotheken und Drogerien sowie in Bioläden.

Wie teuer sind Ashwagandha-Kapseln?

Die durchschnittlichen Kosten liegen je nach Produkt und Hersteller zwischen 0,20 EUR und 0,30 EUR für eine Tagesdosis. Das sind äußerst moderate Preise, die auch kleine Budgets nicht sprengen.

Kriterien zum Kauf von Ashwagandha-Kapseln

Wer die positiven Wirkungen von Ashwagandha-Kapseln ausprobieren möchte, sollte nicht wahllos zu irgendeinem Produkt greifen, sondern zunächst einmal eine gründliche Recherche betreiben und/oder das Gespräch mit einem Mediziner oder einem Heilpraktiker suchen.

Vor allem das Internet bietet eine Flut von Informationen zum Thema Adaptogene allgemein und Ashwagandha im Speziellen. Nicht selten werden die Eigenschaften der Schlafbeere auf dubiose Weise beworben und ihr Wirkungen zugeschrieben, die wissenschaftlich nicht belegt oder im Extremfall sogar unhaltbar sind. Wenn in Artikeln oder Werbeanzeigen ständig von einem „Superfood“ die Rede ist, sollte man sich zumindest eine gewisse Skepsis bewahren und zum Vergleich nach Beschreibungen mit einer seriöseren Ausdrucksweise suchen.

Natürlich muss nicht alles falsch sein, was noch nicht durch Studien belegt ist, aber Vorsicht ist dennoch geboten. Werden Studienergebnisse zitiert, ist das zumindest ein guter Hinweis, dass die beschriebenen Wirkungen und Effekte tatsächlich beobachtet wurden und mit Zahlen untermauert werden konnten. Fehlt eine solche Nennung, sollte der entsprechende Text besonders kritisch beleuchtet und hinterfragt werden.

Für körperlich gesunde Menschen lohnt es sich, eigene Erfahrungen mit Adaptogenen zu sammeln, da diese grundsätzlich erst einmal nicht giftig oder in sonst einer Weise schädlich sind. Gespräche mit Ärzten und Heilpraktikern und ein behutsamer Start bei der Einnahme können zu mehr Sicherheit bei den ersten Versuchen mit Ashwagandha-Kapseln führen.

Ein besonders wichtiges Kriterium ist die Herkunft des Produkts. Fragen wie: Wer ist der Hersteller? Aus welchem Land kommt er? Welche Referenzen kann er vorweisen? Welche Mengen an Ashwagandha enthält eine Kapsel? Sind unerwünschte Zusatzstoffe enthalten?

Im Internet tummeln sich beispielsweise zahlreiche Anbieter – Produzenten und Händler – aus Ländern, in denen die Vorschriften für Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel längst nicht so streng sind wie in Deutschland bzw. der Europäischen Union. Es ist deshalb empfehlenswert, Adaptogene wie Ashwagandha nur aus deutscher oder europäischer Produktion zu kaufen.

Außerdem sollte explizit darauf geachtet werden, dass es sich bei den Ashwagandha-Kapseln um eine gesicherte Bio-Qualität handelt, um eine eventuelle Belastung mit Pestiziden und anderen Schadstoffen zu vermeiden.

Lagerbedingungen und mögliche Lagerdauer von Ashwagandha-Kapseln

Die Lagerbedingungen für Ashwagandha-Kapseln ähneln denen vieler anderer Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln. Zunächst sollte die Packung nach der Entnahme von Kapseln immer wieder gut verschlossen werden. Für die Aufbewahrung eignet sich am besten ein trockener, vor Sonneneinstrahlung geschützter Ort, der zudem für Kinder unerreichbar sein sollte. Von einer Lagerung im Kühlschrank raten die Hersteller ab. Manchmal befinden sich in den Packungen Anti-Feuchtigkeitspolster. Diese sollten nicht entfernt werden, da sie einen zusätzlichen Schutz bieten.

Welche Ashwagandha Alternativen gibt es?

Wie weiter oben bereits erwähnt, gehört die Wirkstoffe der Schlafbeere zu den Adaptogenen. Da liegt es nahe, sich bei der Suche nach Alternativen zu Ashwagandha-Kapseln mit anderen Pflanzen zu beschäftigen, die ähnlich wirksame Substanzen enthalten und ebenfalls zu den Adaptogenen gehören.

Der Begriff wurde zum ersten Mal 1947 von dem russischen Pharmakologen und Arzt Nikolai W. Lasarew geprägt. Lasarew war davon überzeugt, dass es Substanzen gibt, die es dem menschlichen Organismus ermöglichen, sich besser an stressbedingte Situationen anzupassen.

Diese Pflanzen mit ihren besonderen biologisch aktiven Wirkstoffen bilden eine spezielle Gruppe innerhalb der bekannten Heilpflanzen. Während sie im westlichen Teil der Welt maximal einige Jahrzehnte bekannt sind, kommen sie wegen ihrer vielfältigen Wirkungen in der ayurvedischen und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bereits seit mehreren Tausend Jahren zum Einsatz. Zu den bekanntesten Pflanzen gehören neben Ashwagandha die Rosenwurz, Ginseng und Reishi. Die letzteren drei sollen in den folgenden Abschnitten kurz vorgestellt werden.

Rosenwurz

Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) hat mehr als 140 bekannte, aktive Bestandteile und gehört zu den beliebtesten Adaptogenen. Sie gedeiht vor allem in Skandinavien, auf Grönland und in Sibirien, weshalb sie häufig auch als „arktische Wurzel“ bezeichnet wird.

Die Traditionelle Chinesische Medizin schreibt ihr unter anderem stimmungsverbessernde und anregende Eigenschaften zu. Sie ist wohl in der Lage Müdigkeit und Birnout-Symptome sowie Stress und Angstzustände abzumildern. In einer Tierstudie wurde nachgewiesen, dass die Rosenwurz die Ausschüttung von Cortisol, einem Stresshormon, verringert und sich somit positiv auf die Stressresistenz auswirken kann.

Durch die Reduzierung von Müdigkeit verbessert sich wohl auch die allgemeine Gemütslage. Außerdem wirkt sich Rhodiola rosea positiv auf den Serotoninspiegel aus, wodurch ebenfalls eine bessere Stimmungslage und mehr Wohlbefinden die Folge sein kann.

Ginseng

Die Heimat von Ginseng (Panax ginseng) liegt im Nordosten Chinas sowie in Korea. Die krautartig wachsende Pflanze gehört zu den bekanntesten Heilmitteln, die die Flora zu bieten hat. Die Hauptwirkstoffe von Ginseng heißen Ginsenoside und sitzen in der Wurzel. Produkte und Präparate aus den Wurzeln sorgen für eine Stimmungsverbesserung und ein gesteigertes Wohlbefinden, erhöhen die kognitive Leistungsfähigkeit und führen zu erholsamem Schlaf.

Da sich nach der Einnahme von Ginseng Kapseln auch Müdigkeitszustände bessern, werden wohl auch die Leistungsfähigkeit und Konzentration bei längeren geistigen Aktivitäten gesteigert.

Reishi

Reishi (Ganoderma lucidum) – auch als Glänzender Lackporling bekannt – wird seit Jahrtausenden in Japan und China als Symbol des ewigen Lebens sehr geschätzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin steht der Pilz für Unsterblichkeit und gilt als stressreduzierende Pflanze.

Weiterhin werden Reishi, ähnlich wie Ashwagandha, positive Eugenschaften gegen Müdigkeit und und Stimmungsschwankungen nachgesagt. In einer Studie wurde festgestellt, dass die Einnahme von Reishi bzw. Präparaten aus dem Pilz über acht Wochen hinweg zum mehr eigenem Antrieb und Wohlbefinden führt.

Darüber hinaus verfügt Reishi über antioxidative Eigenschaften, die die Körperzellen vor oxidativem Stress schützen. Er kann auch die Behandlung des metabolischen Syndroms – das sind verschiedene Herz- und Kreislauferkrankungen – unterstützen sowie als Moderator Aktivitäten des Immunsystems stärken oder reduzieren.

Sonstige Alternativen zu Ashwagandha

Ashwagandha kann bei zahlreichen Anwendungen zum Zuge kommen, deshalb gibt es keine Alternative, die die gleichen Eigenschaften aufweist. Schlafstörungen beispielsweise kann man auf verschiedene Weisen entgegenwirken: durch Entspannungsübungen wie Yoga vor dem Schlafengehen, durch konsequent eingehaltene Zeiten fürs Hinlegen und Aufstehen, durch die Anschaffung einer angepassten Matratze und insgesamt durch eine gesunde Schlafhygiene.

Um mehr Kraft zu tanken, die Muskeln zu stärken und die Ausdauer zu erhöhen, helfen Substanzen wie Vitamin C und D, Omega-3-Fettsäuren, Kreatin, Magnesium und Zink oder Whey Protein sowie eine insgesamt ausgewogene und gesunde Ernährung.

Fazit

In der ayurvedischen und Traditionellen Chinesischen Medizin wird Ashwagandha seit mindestens 5.000 Jahren eingesetzt, in Indien gilt das Mittel gar als „Königin des Ayurveda“. Man kann also getrost davon ausgehen, dass die beschriebenen positiven Eigenschaften nicht nur Legende sind, auch wenn sie von der Schulmedizin und Wissenschaft westlicher Kulturen bisher nicht durch eine ausreichende Anzahl „handfester“ Studien bewiesen wurden.

Dass Adaptogene wie Ashwagandha positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können, gilt allerdings als gesichert. Um mehr darüber zu erfahren, sind noch viele Studien erforderlich, um Ashwagandha-Kapseln und andere Präparate aus der Pflanze gezielt für bestimmte Wirkweisen herzustellen und einzusetzen.

Ein Nachteil ist sicherlich, dass es bei zu hohen Dosierungen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen sowie zu Übelkeitszuständen führen kann.

Zu den größten Vorteilen gehört, dass Ashwagandha keine schädlichen und langfristigen Nebenwirkungen hervorruft, jedenfalls so weit dies bisher bekannt ist.

Weitere Vorteile liegen in der pflanzlichen Herkunft. Diese erlaubt den Verzicht auf den Einsatz chemischer Mittel, wie sie bei gängigen Medikamenten eingesetzt werden. Das Extrakt in Ashwagandha-Kapseln lässt sich auf völlig natürliche Weise herstellen und benötigt keinerlei Zusatzstoffe.

Withania somnifera ist ein nachwachsender, biologischer Rohstoff und auf Grund des weiten Verbreitungsgebietes nahezu unerschöpflich vorhanden. Hinzu kommt, dass die Preise etwa für Ashwagandha-Kapseln im Vergleich zu vielen künstlich hergestellten Arzneimitteln verschwindend gering sind, so dass auch bedürftige Personen und Menschen in armen Länder sich diese leisten können.

Natürlich ist Ashwagandha nicht das eine Wundermittel, auf das man sich hundertprozentig verlassen und den ganzen Rest vergessen kann. Psychische und physische Beschwerden und Probleme sind mit der täglichen Einnahme von Ashwagandha-Kapseln allein nicht zu lösen. Häufig ist eine Umstellung der gesamten Lebensweise nötig. Ashwagandha kann dabei allenfalls unterstützend wirken.

Es wäre zu wünschen, dass Forschung, Wissenschaft und Medizin sich deutlich mehr mit den positiven Eigenschaften der Pflanze und der Gruppe der Adaptogenen insgesamt beschäftigen, um zu gesicherten Erkenntnissen zu gelangen, wie und gegen welche Beschwerden und Erkrankungen die heilenden Substanzen eingesetzt werden können.

Dennis
Von Dennis
Hallo, mein Name ist Dennis Philippus. Auf Nahrung.de bin ich als Chefredakteur tätig. Mit den Themen Ernährung und Fitness setze ich mich nun schon seit fast zwei Jahren intensiv auseinander, da damals meine Abnehm-Reise startete.