Lavendelblüten selbst trocknen

Lesezeit 13 Minuten
Lavendelblüten

Lavendel ist hinsichtlich seiner Nutzungsmöglichkeiten ein Naturtalent. Die Pflanzenbezeichnung ist aus dem Lateinischen „lavare“ abgeleitet und die deutsche Übersetzung lautet „waschen“. Lavendelblüten verströmen einen klaren, blumig aromatischen Duft mit leicht seifiger Note, der ausgleichend und auch im übertragenen Sinne reinigend wirkt. Im Haushalt werden Lavendelblüten nach dem Trocknen auf vielfältige Weise in der Küche eingesetzt sowie in Reinigungsmitteln und Kosmetikprodukten weiter verarbeitet. Als Tee zubereitet entfalten sie ihre Wirkung innerlich und in Duftsäckchen oder als dekorative Sträußchen aufgehängt halten sie mit ihren ätherischen Ölen zugleich die Umgebung von allerlei Insekten frei.

Lavendelblüten

Lavendelblüten trocknen – so funktioniert es

Getrocknet und weiterverwendet werden die Blüten des Lavendels. Dazu werden sie mit gut 10 bis 20 Zentimetern Stängel abgeschnitten. Zur bestmöglichen Nutzung sollten die Blüten besonders reich an ihren wertvollen Inhaltsstoffen sein, darunter wertvolle ätherische Öle. Nach der Ernte werden sie, meist in Bündeln zusammengefasst, kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Wie beim Schnitt sind auch dazu einige Regeln zu beachten, damit die Lavendelblüten ihr volles Aroma samt reichhaltiger Wirkstoffe behalten und effektiv weiterverarbeitet werden können.

Das Trocknen nimmt etwa eine bis zwei Wochen in Anspruch. Anschließend lösen sich die Blüten leicht von den Stängeln und verströmen einen intensiven Duft. Sie können nun sofort dem gewünschten Einsatzzweck zugeführt oder aufbewahrt werden: Gut geschützt sind getrocknete Lavendelblüten viele Monate haltbar.

Fehler beim Ernten und Trocknen vermeiden

Die richtige Ernte und schonende Trocknung ist essenziell für einen reichhaltigen Ertrag. Einerseits variiert damit die Konzentration der Inhaltsstoffe, andererseits die Qualität der getrockneten Lavendelblüten.

Die richtige Erntezeit für gehaltvolle Blüten

Die Blütezeit liegt je nach Witterung etwa zwischen Juni und August. Zur Ernte sollten sich die länglichen Blütenstände des Lavendels bereits gut entwickelt haben, aber noch nicht im Ganzen voll aufgeblüht sein: Mit fortschreitender Blütezeit nehmen die Inhaltsstoffe ab.

Weiterhin ist ein sonniger, trockener Tag wichtig – feuchte Lavendelblüten neigen zur Schimmelbildung. Ideal ist der Zeitraum zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag, wenn jeglicher Morgentau abgetrocknet ist. Im Zweifel können die Stängel mit den Blüten danach für einige Stunden auf Küchentüchern zum endgültigen Abtrocknen ausgebreitet werden, bevor sie für den eigentlichen Trockenprozess aufgehängt werden.

Geeignete Umgebungsbedingungen zum Trocknen

Lavendelblüten trocknen am besten

  • bei guter Luftzirkulation
  • ohne Einfall von Sonnenlicht
  • in kühlerer Umgebung
  • im trockenen Raum
  • kopfüber an den Stängeln aufgehängt

Theoretisch wäre es möglich, einfach die Blütenstände oder auch die losen Blüten ausgebreitet auf einem Küchentuch zum Trocknen liegen zu lassen. Werden sie kopfüber aufgehängt, fließt allerdings der noch enthaltene Saft aus den Stängeln nach unten in die Blüten und in diesen sammeln sich konzentriert die Inhaltsstoffe. Das Abzupfen einzelner Blüten ist zudem nicht ratsam, da sie dabei gequetscht werden können, wodurch wertvolle ätherische Öle austreten. Denselben Effekt hat zu viel Wärme, weshalb das schnellere Trocknen in der Sonne oder im Ofen keine zielführende Option ist. Sonnenlicht führt außerdem zum Ausbleichen der Blüten, wodurch sie ebenfalls an Aroma verlieren.

Eine gute Luftzirkulation ist beim Trocknen erforderlich, um wiederum die Schimmelbildung zu verhindern. Daher werden immer nur einige Blütenstände zu Bünden zusammengefasst und beim Aufhängen verbleibt ausreichend Platz zwischen den einzelnen Bünden. Natürlich kann auch jeder Stängel einzeln aufgehängt werden, doch bei guter Ernte würde das enorm viel Platz und unnötig viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Fixieren der Stängel zum Bund gelingt am besten mit eng darum geschlungenen Gummis, da sie beim Trocknen an Volumen und somit Halt verlieren könnten. Fixiert werden können sie an einer Schnur oder Wäscheleine, etwa in einem geräumigen Flur, einer Vorratskammer oder einem Schuppen, der nicht durch Sonneneinstrahlung aufgeheizt wird.

Getrocknete Lavendelblüten haltbar machen und lagern

Sind die Blüten gut getrocknet, werden sie abgestreift und weiter verarbeitet oder gut geschützt gelagert. Zur Verwahrung eignet sich ein dicht verschließbares Gefäß, das dunkel und in möglichst kühler Umgebung aufbewahrt wird: Luftdicht und lichtgeschützt sind die getrockneten Lavendelblüten gut ein halbes bis dreiviertel Jahr haltbar – oder auch noch länger, sie verlieren im Laufe der Zeit lediglich an Farbe, Duftintensität und Konzentration der Inhaltsstoffe. Geeignete Gefäße zur Lagerung der Blüten sind bei kleineren Portionen Ziploc-Beutel, ansonsten Einmachgläser oder auch fest verschließbare Schraubgläser oder Teedosen.

Rückschnitt zur Ernte regt zweite Blüte an

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Blütezeit des Lavendels zu verlängern. Geht es um eine reichhaltige Ernte und die Verwendung der getrockneten Lavendelblüten, wird wie beschrieben verfahren: Die entwickelten Blütenstände werden vor der vollen Blüte abgeschnitten. Dazu werden die Stängel bis zu einem Drittel in der Länge entfernt, wobei sie oberhalb der Blätter abgetrennt werden. Dies entspricht einem kompletten sommerlichen Rückschnitt der Pflanze. Da keine Samenbildung erfolgt, nutzt sie die gesparte Kraft und treibt erneut Blütenstände. Damit besteht in den späten Sommermonaten eine weitere Erntemöglichkeit.

Soll lediglich die Dauer verlängert werden, werden die Blütenstände herausgeschnitten, wenn sie am Verblühen sind. Wiederum werden die Stängel bis zu einem Drittel gekürzt, jedoch oberhalb des grünen Blattwerks. Auf diese Weise treibt der Lavendel immer wieder einzelne neue Blütenstände.

Verwendungsmöglichkeiten nach dem Trocknen

Lavendelblüten sind reich an ätherischen Ölen und enthalten unter anderem Gerbstoffe. Die Nutzungsmöglichkeiten sind überaus vielfältig. Industriell wird durch Destillation reines ätherisches Öl gewonnen. Das gestaltet sich im Hausgebrauch schwierig. Mit einfachen Mitteln können sie jedoch in Wasser oder Speiseöl gelöst werden oder aus den Blüten wird eine Tinktur hergestellt.

In der Naturheilkunde ist Lavendel insbesondere für seine ausgleichende und entspannende Wirkung bekannt. Er findet als Duftöl, Räucherung, Tee und Badezusatz Verwendung oder die trockenen Blüten werden in Duftsäckchen verarbeitet. Im Haushalt wird Lavendel aufgrund seiner reinigenden Wirkung als Waschzusatz oder im Wischwasser genutzt, kosmetisch können die Blüten zu Salbe oder Shampoo weiterverarbeitet werden. In der Küche bereichern Lavendelblüten viele Gerichte um eine kreative Note, zum Beispiel in Kombination mit mediterranen Kräutern als Würzmittel. Hochwertiges Speiseöl kann zum Verzehr, aber auch zur Massage und Hautpflege mit den Blüten versetzt werden. Lavendelessig ist eine weitere Option zum Verzehr oder als Kosmetika. Honig erhält durch die Zugabe von Lavendel ebenfalls ein besonderes Aroma.

Duftsäckchen

Die wohl einfachste Verwendungsmöglichkeit der trocknen Blüten sind Duftsäckchen. Sie werden einfach in etwas Stoff gegeben und dieser wird anschließend zusammengenäht. Alternativ eignen sich kleine, fest zubindbare Stoffbeutel oder auch eine Socke, die nach dem hineingeben der Blüten verknotet wird. Die Duftsäckchen werden in den Kleiderschrank gelegt, um abgestandenen Geruch zu eliminieren oder Motten fernzuhalten. Neben dem Bett oder sogar auf dem Kissen platziert begleitet der entspannende, beruhigende Duft durch die Nacht.

Tipp: Sobald das intensive Aroma nach einigen Wochen bis Monaten abnimmt, kann ein Duftsäckchen etwas durchgeknetet werden. Durch das leichte Quetschen der Blüten kann das noch enthaltene ätherische Öl entweichen und der Duft wird wieder intensiver. Nur wenn auch das nicht mehr hilft, sollte ein neues Säckchen mit frischeren getrockneten Blüten angefertigt werden.

Lavendelhonig

Mit Lavendelblüten angereicherter Honig erhält eine intensive blumige Note. Dazu wird ein Glas mit Honig in ein Wasserbad gegeben und dieses leicht erhitzt. Hat sich der Honig durch die höhere Temperatur verflüssigt, werden ein bis zwei Esslöffel getrocknete Lavendelblüten hinzugegeben und eingerührt. Das Glas bleibt nun an einem lichtgeschützten kühlen Ort für rund zwei Wochen stehen, damit der Honig gut mit den Blütenaromen durchziehen kann. Danach ist der Lavendelhonig verzehrfertig. Wird der Geschmack als zu intensiv empfunden, kann das Glas erneut vorsichtig erwärmt und der verflüssigte Honig durchgesiebt werden.

Zuckerpeeling

Mit einfachen Mitteln und getrockneten Lavendelblüten entsteht ein Zuckerpeeling für eine erfrischende Hautreinigung mit zugleich beruhigendem Effekt. Für ein Körperpeeling während dem Duschen werden fünf Esslöffel Zucker mit fünf Esslöffeln Oliven- oder Sonnenblumenöl vermischt und zwei Esslöffel getrocknete Lavendelblüten eingerührt. Für ein groberes Peeling mit gesteigerter Tiefenwirkung kann ein Teil des Zuckers mit grobkörnigem Meersalz ersetzt werden, was jedoch auf empfindlicher Haut erst vorsichtig mit einer kleinen Menge getestet werden sollte. Geht es lediglich um ein Peeling der Hände oder anderer einzelner Körperbereiche zwischendurch, sind die Mengenangaben anteilig zu reduzieren.

Bei der Verwendung eines solchen Lavendelpeelings in der Dusche ist etwas Achtsamkeit angesagt, da in der Wanne durch das Öl ein rutschiger Film entstehen kann.

Lavendelöl und -essig

In möglichst duftneutralem Öl kann Lavendel sein Aroma besonders gut entfalten. Geeignet sind kalt gepresste Speiseöle wie Olivenöl, Distelöl oder Mandelöl. Zur Herstellung werden etwa ein Esslöffel Lavendelblüten in ein dicht verschließbares Glas gegeben und mit rund 200 Millilitern Öl übergossen. Es ist darauf zu achten, dass sämtliche Blüten mit Öl bedeckt sind, da andernfalls das Risiko von Schimmelbildung besteht. Die Mischung darf mindestens 14 Tage stehen bleiben, für ein intensiveres Ergebnis gerne länger, und gut durchziehen. Anschließend ist das Lavendelöl bereit zum Verzehr oder den kosmetischen Einsatz. Für ein solches Öl können übrigens auch frische Blüten verwendet werden.

Lavendelöl eignet sich zur Massage oder auf feuchter Haut zur Pflege sowie als duftender und entspannender Badezusatz. Lichtgeschützt und kühl aufbewahrt, ist es ungefähr sechs Monate haltbar: Die tatsächliche Haltbarkeit richtet sich nach der des Öls. Bei Bedarf können nach gutem Durchziehen die Blüten durch Filterung des Öls entfernt werden. Sie sind aber auch zum Verzehr geeignet und schaden keineswegs bei der Hautpflege.

Lavendelessig verleiht Salaten eine besondere Würze und hat einen wohltuenden, reinigenden Effekt auf die Haut. Die Herstellung erfolgt wie beim Öl durch Übergießen der Blüten in einem dicht verschließbaren Gefäß, wobei bevorzugt Speiseessig mit nicht allzu hoher Essigkonzentration verwendet wird. Nach nur einer bis zwei Wochen und täglich leichtem Schütteln des Gefäßes ist die Flüssigkeit gut mit den Blütenextrakten durchzogen und einsatzbereit.

Als Gesichtswasser entfaltet Lavendelessig seine regulierende Wirkung gut bei fettiger und unreiner Haut. Ist die Essigkonzentration zu hoch und wird als unangenehm empfunden, kann die Mischung direkt bei der Anwendung mit etwas Wasser verdünnt werden.

Lavendel als Badezusatz

Als Badezusatz eignet sich neben etwas Lavendelöl ein Aufguss. Eine gute Handvoll getrocknete Blüten werden mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und bei geringer Hitze darf die Flüssigkeit noch rund 15 Minuten durchziehen. Nach dem Abkühlen auf eine angenehme Temperatur wird der Aufguss dem Badewasser zugefügt. Sofort durchzieht der entspannende Lavendelduft den Raum und das Bad wird, so beschrieben es bereits die Ägypter und Römer, als wohltuend und beruhigend empfunden, wobei sich der angenehme Effekt auch auf die Haut erstreckt und der Muskulatur beim Entspannen hilft. Der Badezusatz kann mit Blüten verwendet werden oder diese werden vorher durch ein Sieb entfernt.

Lavendeltee

Nach dem Trocknen lässt sich aus Lavendelblüten jederzeit ein wohltuender aromatischer Tee zubereiten. Für eine Tasse wird ein Teelöffel in einen Beutel oder ein Teesieb gegeben, mit heißem Wasser übergossen und darf anschließend etwa zehn Minuten ziehen. Ganz nach persönlichem Geschmack kann diese Zeit verkürzt werden, wenn der Tee als zu stark empfunden wird, oder die Blütenmenge wird reduziert. Neben dem typischen Lavendelduft, der für sich bereits ausgleichend auf die Psyche wirkt, entfaltet der Tee seine innerliche beruhigende und entkrampfende Wirkung. Er kann bei nervöser Unruhe oder Einschlafschwierigkeiten helfen, Stress lindern und einen nervösen Magen beruhigen.

Empfohlen wird Lavendeltee gelegentlich bei Bedarf oder als Kuranwendung. Vom dauerhaften täglichen Genuss wird abgeraten, da sich ein Gewöhnungseffekt einstellen könnte, worunter die Wirksamkeit leidet. Auch kann Lavendeltee langfristig die Schleimhäute reizen. Bei dem kurmäßigen Genuss besteht dieses Risiko jedoch weniger. Eine Alternative ist die gelegentliche Verwendung einer Tasse Lavendeltee als Spülung bei juckender, schuppender Kopfhaut. Hier tritt ebenfalls eine lindernde, beruhigende Wirkung ein.

Lavendelsalbe/-creme selbst herstellen

Zur Herstellung von Salbe, Creme oder Shampoo wird in der Regel reines ätherisches Öl empfohlen, welches durch Destillation gewonnen wurde und käuflich erworben werden kann. Das Trocknen der Blüten ermöglicht es jedoch, selbst Lavendelöl oder eine Tinktur herzustellen und diese für Kosmetik- und Pflegeprodukte zu nutzen. Die Haut profitiert von den entzündungshemmenden und beruhigenden Wirkstoffen der Lavendelblüten.

Für eine Salbe eignet sich selbst gemachtes Lavendelöl auf Basis von Olivenöl. Neben 50 Milliliter Lavendelöl sind fünf Gramm Bienenwachs und ein hitzebeständiges Glas erforderlich. Öl und Wachs werden in das Gefäß gegeben und dieses in ein Wasserbad gestellt. Das Wasser wird leicht erhitzt, um das Wachs zum Schmelzen zu bringen, und durch leichtes Rühren, eventuell mit einem Schaschlikstäbchen aus Holz, miteinander vermischt. Mit dem Holz kann anschließend ein Tropfen auf einen Teller gegeben werden. Ist er abgekühlt, verfestigt sich die Konsistenz wieder und kann getestet werden. Ist die erkaltete Salbe zu dünnflüssig, wird noch etwas Wachs in das Gefäß gegeben. Ist die Konsistenz zu fest, kann noch ein wenig Lavendelöl zugefügt werden. Stimmt die Konsistenz, wird die noch warme Flüssigkeit in ihr endgültiges Gefäß abgefüllt, wo sie zu ihrer endgültigen Konsistenz abkühlt. Die Salbe kann natürlich auch im Zubereitungsglas verbleiben und aus diesem zum Auftragen auf die Haut entnommen werden.

Statt Lavendelöl eignet sich reines kaltgepresstes Olivenöl zur Herstellung, sofern eine Lavendeltinktur verwendet wird. Diese enthält jedoch Alkohol. Dafür ist der Lavendelextrakt in höherer Konzentration enthalten und es müssen wie beim gekauften ätherischen Lavendelöl nur etwa 10 bis 15 Tropfen in die flüssige Öl-Wachs-Mischung gegeben werden.

Lavendelshampoo selbst herstellen

Aus 15 Gramm Lavendelblüten, 325 Millilitern Wasser, 15 Gramm Kernseife und 75 Millilitern Lavendeltinktur können etwa 450 Milliliter Lavendelshampoo selbst hergestellt werden. Etwas Speisestärke sollte für alle Fälle zusätzlich zur Hand sein. Die Blüten werden in einen Topf gegeben und in einem anderen oder im Wasserkocher wird das Wasser aufgekocht, um die Blüten damit zu übergießen. Mit geschlossenem Deckel sollte das Ganze nun drei bis vier Stunden stehen bleiben und durchziehen. Nach dem Absieben der Lavendelblüten wird die Flüssigkeit wieder zum Kochen gebracht und in dieser Zeit die Kernseife mit einer Reibe klein geraspelt. Die Seifenflocken werden in die kochende Flüssigkeit eingerührt. Sobald sich die Kernseife aufgelöst hat, wird wie bei der Herstellung der Lavendelsalbe ein wenig Flüssigkeit auf einen Teller gegeben. Die Konsistenz sollte sich wie ein leicht zähflüssiges Gel anfühlen.

Ist das Ergebnis wesentlich zu zäh, kann noch ein wenig Wasser zugegeben und die Flüssigkeit zum Kochen gebracht werden. Ist die Konsistenz zu dünnflüssig, schafft die Zugabe von einem bis drei Esslöffeln Speisestärke Abhilfe, die gut in die kochende Flüssigkeit eingerührt wird. Sobald die Konsistenz der erkalteten Probe gelartig ist, darf auch der Topf mit der Flüssigkeit abkühlen und die Lavendeltinktur wird eingerührt. Das fertige Shampoo kann nun in ein geeignetes Behältnis abgefüllt werden. Bei sehr trockenem Haar bietet es sich an, zusätzlich einen Esslöffel Kokosöl einzurühren, wobei das Shampoo in diesem Fall vor jeder Anwendung nochmals gut durchgeschüttelt werden sollte.

Konzentrierte Tinktur aus Lavendelblüten

Eine Tinktur entsteht aus einer guten Handvoll Lavendelblüten und 250 Millilitern mindestens 40-prozentigem Alkohol, beispielsweise klarem Schnaps. Beides wird in ein dicht verschließbares Gefäß gegeben, gut durchgeschüttelt und an einen warmen Ort gestellt, der zumindest Zimmertemperatur haben sollte. Nach rund 14 Tagen kann die Flüssigkeit durchgefiltert werden – die Wirkstoffe der Lavendelblüten haben sich zu einem guten Anteil im Alkohol gelöst. In einer dicht verschlossenen Flasche ist die Lavendeltinktur lange haltbar und kann statt gekauftem, industriell gewonnenem ätherischen Öl zur Herstellung von Kosmetikprodukten genutzt werden.

Dennis
Von Dennis
Hallo, mein Name ist Dennis Philippus. Auf Nahrung.de bin ich als Chefredakteur tätig. Mit den Themen Ernährung und Fitness setze ich mich nun schon seit fast zwei Jahren intensiv auseinander, da damals meine Abnehm-Reise startete.