Genmaicha Tee

Genmaicha Tee ist eine japanische Tee-Mischung, in der neben Grünteeblättern gerösteter brauner Reis enthalten ist. Sie überzeugt durch ein mildes und aromatisches Geschmacksprofil, das unter anderem durch die bei der Herstellung entstehenden Röstaromen geprägt wird. Genmaicha entfaltet eine milde, ganzheitliche Wirkung. In wissenschaftlichen Studien wurden verschiedene gesundheitsfördernde Effekte nachgewiesen. Hochwertiger Genmaicha sollte außer Grüntee und Reis keine weiteren Zusatzstoffe enthalten und möglichst aus biologischem Anbau stammen.

Was ist Genmaicha Tee?

Genmaicha Tee ist eine traditionelle japanische Grüntee-Spezialität. Ihr Name setzt sich aus den japanischen Begriffen „Genmai“ für Reis und „Cha“ für Tee zusammen und bedeutet somit „Reistee“. Um Genmaicha herzustellen, werden Grüntee und brauner, ungeschälter Reis geröstet. Für seine Herstellung kommen vor allem die Grüntee-Sorten Bancha und Sencha zum Einsatz. Bancha ist mild und koffeinarm. Sencha-Grüntee schmeckt dagegen gleichzeitig frisch und würzig – im Vergleich zu Bancha ist er reicher an Koffein. Beide Sorten werden ausschließlich in Japan angebaut und sind heute auch in Bio-Qualität verfügbar. Der Bio-Reis für die Produktion von Genmaicha Tee stammt überwiegend von der Insel Hokkaido.

Bancha- und Sencha Tee sind eng verwandt, Sencha gilt jedoch als die hochwertigere Variante. Genmaicha für den Export in andere Länder kommt daher vorwiegend dieser Grüntee zum Einsatz. Anders als andere Grüntee-Sorten wie beispielsweise Gyokuro wird Sencha auf offenen Feldern kultiviert, die volles Sonnenlicht erhalten. Das intensive Aroma des Tees wird zum einen durch die Sonneneinstrahlung erzeugt. Zum anderen wirkt sich auf seinen Geschmack der Erntezeitpunkt aus. Späte Ernten sind koffeinreicher und schmecken intensiver.

In Japan ist Genmaicha Tee seit über 500 Jahren bekannt. Eine Legende besagt, dass die Mischung aus grünem Tee und Reis durch ein Versehen verursacht wurde: Der Hausdiener eines Samurai hatte zuerst die seinerzeit kostbaren Grünteeblätter mit Reis verunreinigt und danach für zu lange Zeit geröstet. Sein Herr ließ ihn dafür köpfen, bevor er die neue Teemischung probierte und damit sehr zufrieden war. Eine andere Überlieferung besagt, dass Reis verwendet wurde, um den teuren Grüntee damit zu strecken. Heute ist Genmaicha, neben Jasmintee und auch Shincha Tee eine der beliebtesten Teesorten in Japan. Auch in Europa hat vor allem in den letzten Jahren das Interesse an japanischen Tees stark zugenommen, wovon unter anderem der Genmaicha profitiert.

Welche Besonderheiten besitzt Genmaicha Tee?

Reiner Grüntee zeichnen sich durch zum Teil stark ausgeprägte Bitternoten aus, die manche Menschen als unangenehm empfinden. Durch die Röstaromen der Reiskörner werden die Bitterstoffe der Teeblätter abgemildert, was Genmaicha Tee seinen besonderen Geschmack verleiht. Je nach Teesorte und Zubereitung verfügt er über unterschiedliche Geschmacksnuancen. Prägend für Genmaicha sind nussige, malzige oder auch stärker ausgeprägte süße Noten. Hinzu kommen die durch den Röstvorgang entstandenen leicht rauchigen Aromen. Insgesamt entsteht hierdurch ein Geschmacksprofil, das etwas an Karamell oder Kaffee erinnert.

Genmaicha ist eine ausgezeichnete Alternative zu Kaffee, Schwarztee und anderen Grünteesorten. Durch die Beimengung von Reis enthält er weniger Koffein und andere Grüntee-Inhaltsstoffe, wovon beispielsweise Menschen profitieren, die sensibel auf Koffein reagieren oder ihren Koffeinkonsum vermindern wollen. Grüntee und Reiskörner sind in Genmaicha in der Regel jeweils zu 50 Prozent enthalten.

Koffein ist ein Alkaloid, das zur Stoffgruppe der Xanthine oder Purinalkaloide zählt. In der Natur kommt es in über 60 Pflanzenarten vor, für die es die Funktion eines natürlichen Insektizids erfüllt, das vor allem ihre Keimlinge vor Insektenbefall schützen soll. Die stimulierende Wirkung von Koffein beruht darauf, dass es in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Im zentralen Nervensystem dockt es an Rezeptoren an, die auch durch denn körpereigenen Botenstoff Adenosin besetzt werden, der dem Körper Müdigkeit signalisiert und ihn so vor Überlastung schützt. Koffein verdrängt das Adenosin für einige Zeit, so dass das Müdigkeitsgefühl abgemildert oder völlig ausgeschaltet wird. Gleichzeitig bewirkt es eine verstärkte Ausschüttung des Glückshormons Dopamin sowie der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Dopamin wirkt aktivitätsfördernd und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Adrenalin und Noradrenalin wirken unter anderem gefäßverengend und stimulieren die Reizübertragung im Gehirn. Insgesamt löst Koffein im Körper einen komplexen Wirkungsmechanismus aus, die zu einer Steigerung von Aufmerksamkeit, Konzentrationsvermögen und auch der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Einige Studien legen nahe, dass Koffein auch in der Lage ist, das Langzeitgedächtnis zu verbessern. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5107567/]

Allerdings wird Koffein nicht von allen Menschen gleichermaßen gut vertragen. Im Körper entfaltet Koffein, das in Form von Kaffee aufgenommen wird, eine im Vergleich zu Schwarz- oder Grüntee schnellere und radikalere Wirkung, die allerdings oft abrupt abbricht und durch tiefe Müdigkeit ersetzt wird. Hinzu kommt, dass empfindliche Personen oft schon auf moderate Mengen Kaffee mit Magenbeschwerden oder Darmsymptomen reagieren.

Zwar enthalten auch reiner Grüntee und Genmaicha Tee Koffein in relevanten Mengen, jedoch ist ihr Koffeingehalt deutlich niedriger als bei Kaffee. Zum Vergleich: In 200 Milliliter Grüntee oder Genmaicha sind etwa 40 Gramm Koffein enthalten. Die gleiche Menge Filterkaffee enthält rund 80 Gramm Koffein, die Koffeinmenge in 100 Millilitern Espresso beträgt bis zu 130 Milligramm. Zudem ist das Koffein in Grüntee und Genmaicha Tee durch Gerbstoffe – sogenannte Tannine – gebunden, so dass diese Getränke ihre stimulierende Wirkung im Vergleich zu Kaffee langsamer, schonender und nachhaltiger entfalten.

Welche Wirk- und Inhaltsstoffe sind in Genmaicha Tee enthalten?

Genmaicha Tee enthält durch seinen Grünteeanteil etwa 360ätherische Öle und 200 sekundäre Pflanzenwirkstoffe, zu denen beispielsweise Flavonoide, Catechine – insbesondere in Form von ECGC (Epigallocatechin-Gallat) – Polysaccharide, Chlorophyll, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren zählen. Zwischen diesen Inhaltsstoffen bestehen zahlreiche Wechselwirkungen, aus denen nicht nur anregende, sondern auch gesundheitsfördernde Effekte resultieren. Theophyllin und Theobromin unterstützen in Genmaicha Tee die stimulierende Wirkung des Koffeins. Theophyllin wirkt blutdrucksteigernd und durchblutungsfördernd. Theobromin ist eng mit Koffein verwandt, entfaltet jedoch aufgrund der in Genmaicha enthaltenden Tannine jedoch eine schonendere Wirkung.

Zusatzstoffe wie künstliche Aromen, Farbstoffe oder Süßungsmittel sollten in Genmaicha Tee nicht enthalten sein. Empfehlenswert ist insbesondere loser Genmaicha mit Grüntee und Reis aus biologischem Anbau. Teebeutel sollten besser nicht verwendet werden, da für ihre Herstellung oft minderwertige Produkte zum Einsatz kommen.

Welche Wirkungen können Genmaicha Tee zugeschrieben werden?

Aufgrund seines geringen Koffeingehalts und des Zusammenwirkens seiner Inhaltsstoffe wirkt Genmaicha nicht aufputschend. Vielmehr stimuliert er auf sanfte Art, wirkt ganzheitlich auf den Körper und entfaltet dabei auch wärmende und entspannende Effekte. Er beruhigt den Magen und fördert die Verdauung. Viele Verwender berichten, dass sie Genmaicha auch abends genießen können, ohne Einschlafprobleme zu bekommen.

Eine Metastudie weist verschiedene gesundheitliche Effekte von Grüntee und somit auch von Genmaicha aus. Demnach kann Grüntee bei einer Vielzahl von Krankheiten – beispielsweise Herz-Kreislauf-Leiden, Lebererkrankungen oder Krebs – einen gesundheitlichen Nutzen stiften. Von besonderer Bedeutung sind dabei die biologischen Wirkungen der darin enthaltenen Catechine, die zur Wirkstoffgruppe der Flavonoide zählen und über antibakterielle, antifungizide (gegen Pilze wirksame) und antioxidative Eigenschaften verfügen. Einige der ausgewerteten Humanstudien weisen aus, dass Grüntee-Catechine auch zur Behandlung des metabolischen Syndroms – der Kombination von Fettleibigkeit, Typ-II-Diabetes und kardiovaskulärer Risikofaktoren – wirksam sind. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2855614/]. Weitere Studien legen nahe, dass Catechine eine präventive Wirkung gegen Krebs entfalten könnten. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5659712/]

Die in auch in Genmaicha enthaltene Aminosäure L-Theanin wird ebenfalls mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen assoziiert. Hierzu gehören stimmungsaufhellende und stressvermindernde Effekte sowie Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit. Grundsätzlich kann Grüner Tee abnehmen erleichtern, dies gilt auch für Genmaicha Tee.

Gibt es unerwünschte Nebenwirkungen von Genmaicha Tee?

Mögliche unerwünschte Nebenwirkungen von Genmaicha Tee könnten vor allem aus der Aufnahme einer zu hohen Dosis Koffein resultieren.

Koffein-Nebenwirkungen sind beispielsweise innere Unruhe, Nervosität, Zittern, Angstzustände, Schweißausbrüche, Herz- und Kreislauf-Beschwerden oder Magen-Darm-Probleme. Als kritischer Wert für die Koffeinaufnahme gilt eine Tagesdosis von 400 Milligramm, jenseits dieser Grenze steigt die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Nebenwirkungen erheblich an.

Wenn als Koffeinquelle ausschließlich Genmaicha Tee verwendet wird, ist es allerdings eher unwahrscheinlich, dass dieser Wert erreicht wird. Um damit 400 Milligramm Koffein aufzunehmen, wäre der Konsum von rund zwei Litern Genmaicha Tee erforderlich. Allerdings muss hier die Aufnahme von Koffein aus anderen Quellen eingerechnet werden.

Negative Effekte von hohen Dosen Theophyllin und Theobromin sind weitgehend mit den Nebenwirkungen einer zu hohen Koffein-Dosis identisch. Der kritische Wert für Theobromin liegt bei 200 bis 250 Milligramm. Für Theophyllin kann kein verbindlicher Grenzwert angegeben werden.

Ist durch Genmaicha Tee eine Koffein-Überdosierung möglich?

Auch bei der Frage nach einer Überdosierung von Genmaicha geht es um das darin enthaltene Koffein sowie verwandte Stoffe wie Theophyllin und Theobromin.

Eine Überdosierung von Koffein ist grundsätzlich möglich und kann bei sehr hohen Dosen lebensgefährlich werden. Ab einer Aufnahme von einem Gramm pro Tag können Vergiftungserscheinungen auftreten, die sich vor allem in kardiovaskulären Symptomen wie einem starken Blutdruckanstieg und Herzrhythmusstörungen äußern. Auch die Atmung und der Magen-Darm-Trakt werden durch überdosiertes Koffein in Mitleidenschaft gezogen. Koffeinmengen zwischen zwei und fünf Gramm können bereits lebensgefährdend wirken. Die letale (tödliche) Dosis liegt bei zehn Gramm Koffein. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6247400/]

Bei einem normalen Konsum von Genmaicha werden solche Werte jedoch selbst in Kombination mit anderen koffeinhaltigen Produkten nicht erreicht. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn neben koffeinhaltigen Getränken auch hochkonzentriertes Koffein in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen wird.

Kann die längerfristige Verwendung von Genmaicha Tee gesundheitsschädlich sein?

Genmaicha Tee übt aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine positive und gesundheitsfördernde Wirkung auf den Körper aus. Bei moderatem Konsum sind auch langfristig keine gesundheitlichen Gefahren zu erwarten.

Allerdings kann aus einer täglichen Aufnahme von mehr als 200 Milligramm Koffein ein Gewöhnungseffekt resultieren. Der Grund liegt darin, dass sich dann die Anzahl der Adenosin-Rezeptoren im Gehirn vermehrt, so dass immer größere Mengen Koffein benötigt werden, um eine stimulierende Wirkung zu erzielen, wodurch wiederum das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen ansteigt und sich bei Koffeinverzicht Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen bemerkbar können.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Substanzen?

Die Wechselwirkungen von Genmaicha Tee mit anderen Substanzen sind wissenschaftlich bisher kaum erforscht. Eine Ausnahme bildet auch hier das Koffein, das für solche Effekte allerdings in höheren Dosen aufgenommen werden muss.

Bekannt ist, dass Koffein die Wirkung von Schmerzmittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure („Aspirin“) verstärkt [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6485702/] Bei bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Asthma-Medikamenten und Schilddrüsenhormonen kann dagegen eine Wirkungsabschwächung erfolgen. Bei einem parallelen Konsum von Koffein und Alkohol wird ein bestehender stärkerer Rausch nicht oder nur abgeschwächt wahrgenommen.

Cannabis und Koffein wirken in unterschiedlicher Art und Weise auf das Gehirn, so dass nach heutigem Erkenntnisstand zwischen diesen beiden Substanzen keine Wechselwirkungen bestehen. Cannabiol (CBD) – ein aus Cannabis gewonnener Wirkstoff ohne psychoaktive Wirkung – kann verwendet werden, um unerwünschte Nebenwirkungen von Koffein zu mildern.

Zubereitung und Dosierung

Genmaicha Tee wird ebenso wie andere Grüntee-Sorten nicht mit kochendem Wasser aufgegossen. Optimal ist eine Wassertemperatur zwischen 70 und 80 Grad Celsius. Außerdem sollte Genmaicha nicht länger als 1,5 bis zwei Minuten ziehen, da er durch seinen hohen Gehalt an Tanninen und Polyphenolen sonst bitter schmecken würde. Oft reicht beim ersten Aufguss bereits eine Ziehzeit von einer Minute aus. Genmaicha kann mehrmals aufgegossen werden, ohne dass hierdurch der Geschmack beeinträchtigt wird. Ab dem zweiten Aufguss muss er nur noch für 15 bis 30 Sekunden ziehen. Optimal ist, wenn Genmaicha Tee in einer separaten Kanne zubereitet wird, die nicht für andere Tees Verwendung findet. Die Aromen von Tee übertragen sich im Lauf der Zeit auch auf die Kanne, so dass sich der Geschmack unterschiedlicher Teesorten überlagern könnte. Das Material der Kanne – Glas, Porzellan, Gusseisen oder Edelstahl – spielt für die Qualität des Aufgusses keine Rolle.

Als Faustregel für die Dosierung von Genmaicha Tee kann gelten, dass für 500 Milliliter Wasser jeweils fünf bis sieben Gramm loser Tee verwendet werden.

Wann ist die Wirkung von Genmaicha Tee zu spüren?

Die sanft stimulierende und gleichzeitig entspannende Wirkung von Genmaicha wird innerhalb von etwa 30 Minuten spürbar und hält dann über mehrere Stunden an.

Für viele Menschen steht vermutlich der besondere Geschmack von Genmaicha Tee im Vordergrund. Trotzdem sollte auch die Wirkung des Tees zu spüren sein. Wenn sie völlig ausbleibt, ist der Grund dafür entweder eine zu geringe Dosierung oder ein minderwertiges Produkt – in beiden Fällen ist der Tee sehr wahrscheinlich auch geschmacklich wenig überzeugend. Verwender können ausprobieren, ob sie durch einen stärkeren Aufguss den gewünschten Effekt erzielen oder zu einer anderen Genmaicha-Sorte greifen. Möglicherweise vorhandene Koffein-Gewöhnungseffekte spielen für die Wirkung von Genmaicha, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.

Wer sollte vor der Verwendung von Genmaicha Tee einen Arzt konsultieren?

In Japan ist Genmaicha ein Nationalgetränk, das dort von so gut wie allen Menschen regelmäßig und dauerhaft getrunken wird. Auch Kinder nehmen in Japan häufig schon Genmaicha zu sich. Medizinische Kontraindikationen gegen diesen Tee oder die Notwendigkeit, vor der Verwendung einen Arzt zu konsultieren, bestehen normalerweise nicht. Menschen, die Kaffee oder Schwarztee schlecht vertragen, stellen oft fest, dass ihnen Genmaicha oder andere Grüntee-Sorten gut bekommen. Bei Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Lebererkrankungen oder einer Überfunktion der Schilddrüse kann jedoch auch bei Genmaicha ein mäßiger Konsum angeraten sein.

Wer sollte keinen Genmaicha Tee verwenden?

Auch bei der Verwendung von Genmaicha Tee durch bestimmte Personengruppen sind kaum Einschränkungen gegeben. Er kann auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit unbedenklich getrunken werden. In moderaten Mengen trägt Genmaicha gerade in diesen Lebensphasen zu größerem Wohlbefinden bei. Studien zufolge sind negative Effekte auf den Schwangerschaftsverlauf und auf das Baby erst ab einer Koffeinmenge von 300 Gramm pro Tag zu erwarten. [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20427730/] Experten empfehlen, die tägliche Koffeinmenge in der Schwangerschaft und in der Stillzeit auf maximal 200 Milligramm zu begrenzen.

Genmaicha Tee ist auch für ältere Kinder und Jugendliche geeignet. Laut einer Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten sie pro Tag jedoch maximal drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. [https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/koffein-die-dosis-machts-1649340] Jüngere Kinder sollten grundsätzlich keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen, da ihr Körper lange Zeit benötigt, um den Wirkstoff wieder abzubauen und hierdurch stark belastet wird.

Wo kann Genmaicha Tee gekauft werden?

Genmaicha gilt in Europa als ein Edel-Tee. Zwar ist er zum Teil auch in Supermärkten erhältlich, vor allem wird er jedoch in spezialisierten stationären Tee-Shops und im Online-Handel angeboten. Die Auswahl an hochwertigen Genmaicha-Sorten ist im Internet besonders groß.

Kriterien für den Kauf von Genmaicha Tee

Kunden, die sich zum ersten Mal für Genmaicha Tee interessieren, sollten verschiedene Sorten ausprobieren, um einen Tee zu finden, der ihre Geschmackserwartungen optimal erfüllt. Bei hochwertigen Anbietern von Genmaicha Tee haben sich Produkte aus biologischem Anbau heute auf breiter Basis durchgesetzt. Bei den Produzenten handelt es sich häufig um japanische Familienbetriebe, die ihre historisch gewachsenen Erfahrungen und ihre Tee-Tradition mit hohem Qualitätsanspruch in die moderne Zeit transferieren. In der Regel wird das fertige und nach Originalrezepturen hergestellte Produkt nach Europa exportiert.

Wichtige Kaufkriterien für hochwertigen Genmaicha sind die vollständige Abwesenheit von Zusatzstoffen sowie Bio-Qualität. Qualitätsanbieter informieren umfassend über die Herkunft, die Herstellung und die Geschmackseigenschaften der Produkte.

Wie teuer ist guter Genmaicha Tee?

Genmaicha Tee wird meist in 100-Gramm-Packungen angeboten, jedoch sind auch größere Packungen möglich. Eine 100-Gramm-Packung gibt es im Handel ab fünf Euro. Die Preise für hochwertigen Genmaicha liegen im Schnitt jedoch zwischen zehn und 20 Euro. Ausschlaggebend für den Preis ist vor allem die Qualität der Ausgangsstoffe.

Wie sollte Genmaicha Tee gelagert werden?

Damit Genmaicha Tee sein volles Geschmacksprofil entfaltet, ist eine sachgerechte Lagerung von Bedeutung. Im Vergleich zu fermentierten Tees wie Schwarztee ist grüner Tee deutlich empfindlicher. Wenn er falsch gelagert wird, verliert er schnell an Qualität, Geschmack und Wirksamkeit. Genmaicha sollte nur in einer ungeöffneten, lichtgeschützten und luftdichtverschweißten Originalverpackung erworben werden. Stationäre Tee-Händler bieten Genmaicha allerdings auch lose an und packen die gewünschte Menge aus großen Dosen ab – hieraus können jedoch Qualitätsverluste resultieren.

Sachgemäße Lagerung von Genmaicha bedeutet, die ungeöffnete Verpackung vor Sonnenlicht und Hitze zu schützen. Nach dem Öffnen muss der Tee auch vor Feuchtigkeit, starken Temperaturschwankungen und fremden Gerüchen geschützt werden, damit er seine Aromen nicht verliert. Gelagert wird er am besten bei Zimmertemperatur in einem luftdicht verschließbaren Gefäß, jedoch sollte die Lagerungstemperatur den Wert von 31 Grad Celsius nicht übersteigen. Oft wird geraten, Genmaicha luftdicht verpackt im Kühlschrank aufzubewahren, was dieser Tee ebenso wie andere Grüntee-Sorten jedoch nicht immer gut verträgt. Negativ auf die Qualität wirken sich bei der Aufbewahrung im Kühlschrank Feuchtigkeits- und Temperaturwechsel bei der Entnahme sowie die Gerüche anderer Lebensmittel aus.

Ungeöffneter und luftdicht verpackter Genmaicha hält sich ohne Wirkungs- und Geschmacksverluste bei korrekter Lagerung bis zu drei Jahren nach der Ernte. Japanische Produzenten empfehlen allerdings, ihn maximal ein Jahr zu lagern, zumal Sencha-Grüntee möglichst frisch verbraucht werden sollte. Geöffnete Genmaicha-Packungen sind möglichst zügig zu verbrauchen.

Fazit

Genmaicha Tee ist eine ausgezeichnete Alternative zu anderen Grünteesorten, aber auch zu Kaffee oder schwarzem Tee. Die Röstaromen, die bei der Herstellung von Genmaicha entstehen, überlagern den typischen bitteren Geschmack von Grüntee. Im Vergleich zu Kaffee und Schwarztee ist sein Koffeingehalt deutlich geringer. Genmaicha eignet sich daher auch gut für Menschen, die das Koffein in Kaffee oder schwarzem Tee nur schlecht vertragen oder generell weniger Koffein zu sich nehmen wollen.

Genmaicha wirkt nicht aufputschend, sondern entfaltet eine milde, ganzheitliche Wirkung, in der sich anregende und entspannende Komponenten die Waage halten. Das in diesem Tee enthaltene Koffein wird durch den Körper nur langsam aufgenommen. Besonders wichtig für die Wirkung von Genmaicha ist jedoch das Zusammenwirken zahlreicher pflanzlicher Wirk- und Inhaltsstoffe. In wissenschaftlichen Studien wurde die gesundheitsfördernde und zum Teil auch therapeutisch relevante Wirkung dieser Substanzen nachgewiesen. Allerdings ist hier in vielen Bereichen noch weitere Forschungsarbeit nötig.

In Europa erhältlicher hochwertiger Genmaicha wird fast immer aus Japan importiert. Empfehlenswert sind vor allem Produkte, die aus biologischem Anbau stammen. Qualitäts-Genmaicha sollte frei von Zusatzstoffen sein. Eine sachgemäße Lagerung ist wichtig, um sein Aroma und seine Wirkung lange zu erhalten.