Jasmintee

Jasmintee ist ein mit Jasminblüten angereicherter grüner Tee, der sich durch sein mild-blumiges Aroma und seine anregende Wirkung auszeichnet. Er ist nicht nur ein echter Genuss für Teefans, sondern wirkt auch wohltuend auf Körper und Seele. Die Qualität von Jasmin-Tee kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Sie hängt insbesondere davon ab, wie gut der als Grundlage verwendete Tee ist und auf welche Weise dieser weiterverarbeitet wird. Für den Geschmack spielt darüber hinaus die richtige Zubereitung und Lagerung eine wichtige Rolle.

Jasmintee – Was ist das eigentlich?

Als Jasmintee werden verschiedene Teesorten bezeichnet, bei denen der Basistee mit Jasminblüten aromatisiert wird. Seine Ursprünge hat er in China. Die erste bekannte schriftliche Aufzeichnung über diesen Tee stammt aus dem Jahr 980 unserer Zeitrechnung. Zu jener Zeit herrschte die Song-Dynastie (960 bis 1275), in der Tee vorrangig auf zweierlei Arten getrunken wurde: Zum einen wurde der Tee aufgeschäumt, wie es heute beispielsweise noch bei der Zubereitung von Matcha praktiziert wird. Zum anderen wurde versucht, weniger hochwertige Teesorten durch Hinzufügen duftender Essenzen und Blüten geschmacklich zu verfeinern. Zu den damals neu geschaffenen Teekreationen zählte der Jasmin-Tee.

Jasmin-Tee ist nicht gleich Jasmin-Tee. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich je nach Anbauregion, Erntebedingungen und der exakten Mischung sowohl im Geschmack als auch hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe.

Herstellung von Jasmintee

Die Grundlage für Jasmintee bildet meist grüner Tee in unterschiedlichsten Qualitäten. Seltener kommt weißer oder schwarzer Tee zur Anwendung. Vornehmlich werden leichte, duftige Tees verarbeitet, die das Aroma der Jasminblüten unterstreichen.

Bei der traditionellen Aromatisierung finden ausschließlich frische Blüten Verwendung. Diese werden morgens noch als Knospen gepflückt und öffnen sich am Nachmittag. Abends werden dann Schichten von Teeblättern und Jasminblüten in Holzkisten übereinandergelegt. Über Nacht nehmen die Teeblätter den Duft der Blüten auf, die danach wieder ausgelesen oder ausgesiebt werden. Anschließend wird der Tee gebacken, um das Aroma zu fixieren, und dann für mehrere Tage gekühlt. Dieser Zyklus wird mehrfach mit frischen Blüten wiederholt, bei höchsten Qualitäten mehr als zehn Mal.

Eine alternative Herstellungsmethode besteht darin, den Tee über einem Bad aus Jasminblüten zu dämpfen und dadurch das Aroma der Blüten auf den Tee zu übertragen. Minderwertige Teesorten werden hingegen nur mit billigen künstlichen Aromen versehen.

Fermentierter oder unfermentierter Tee?

In aller Regel werden für die Herstellung von Jasmin-Tee unfermentierte Teeblätter verwendet. Vereinzelt bilden aber auch halbfermentierte oder fermentierte Teesorten die Grundlage. Teekenner betrachten vor allem schwarzen Jasmintee als besondere Delikatesse. In diesem konkurriert der starke Eigengeschmack des Tees mit den ätherischen Ölen der Jasminblüten, woraus eine einzigartige Geschmackskomposition resultiert.

Welche Jasminsorten werden verwendet?

Üblicherweise wird der Basistee mit den weißen Blüten des Echten Jasmins (Jasminum officinale) oder des Chinesischen Teejasmins (Jasminum grandiflorum) versetzt, die sich beide durch einen sehr starken Duft auszeichnen. Zur Erzeugung seltener Teesorten findet zum Teil auch verschiedene Arten von Gelbem Jasmin Verwendung, dessen Aroma deutlich schwächer ist. Um 100 kg Grüntee zu aromatisieren, sind rund 100 kg Blüten erforderlich.

Für die traditionelle Aromatisierung werden ausschließlich frische Jasminblüten verwendet. Durch längere Transportwege würden sie für die Herstellung unbrauchbar werden. Aus diesem Grund befinden sich die Verarbeitungsfabriken in den Jasmin-Anbaugebieten, wohin auch die Teeblätter transportiert werden.

Welche Inhalts- und Wirkstoffe sind im Jasmintee bzw. der Teepflanze enthalten?

Der wichtigste Bestandteil des als Ausgangsstoff genutzten Grüntees ist das anregende Koffein (früher auch als Teein bezeichnet). Der Koffeingehalt kann je nach Grünteesorte deutlich variieren. Darüber hinaus enthält Jasmin-Tee folgende Inhaltsstoffe:

  • Catechine (Flavonoide mit antifungalen und antibakteriellen Eigenschaften),
  • die Vitamine A, B1, B2, B3, C, E und K,
  • Essentielle Aminosäuren (insbesondere L-Theanin),
  • Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphate, Kupfer, Nickel und Zink,
  • Gerbstoffe (Tannine),
  • Carotine und
  • Saponine.

Darüber hinaus finden sich in Jasmin-Tee die ätherischen Öle des Basistees sowie des Jasmins.

Welche Zusatzstoffe enthält Jasmin-Tee?

Für gewöhnlich ist Jasmintee frei von jeglichen Zusatzstoffen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, losen Tee zu verwenden. Für Teebeutel werden oftmals minderwertige Jasminblüten verwendet, was sich im Aroma bemerkbar macht.

Welche Wirkungen können dem Jasmintee zugeschrieben werden?

Da Jasmin-Tee aus grünem Tee hergestellt wird, bietet er dieselben Vorteile wie die zugrunde liegenden Teesorten. Bei regelmäßigem Konsum unterstützt er die Entgiftung des Organismus und hilft dabei, den Cholesterinspiegel zu senken. Darüber hinaus werden ihm folgende Wirkungen zugeschrieben.

Jasmintee hilft bei der Gewichtsreduktion

Einer Studie der kanadischen Dalhousie University zufolge können die antioxidativen Eigenschaften von grünem Tee beim Abnehmen helfen. Grund hierfür ist die Stoffwechsel anregende Wirkung der Antioxidantien, die dafür sorgt, dass der Körper Nahrung schneller verarbeitet und physische Aktivitäten effektiver wirken. Auch wenn Jasmin-Tee nicht als Wunderwaffe gegen Fett anzusehen ist, kann er sich als hilfreicher Begleiter beim Abnehmen erweisen.

Jasmintee unterstützt das Immunsystem

Auch hierbei kommen die antioxidativen Wirkeigenschaften von Jasmin-Tee zum Tragen. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, unterstützen die antioxidativ wirkenden Stoffe im Tee das körpereigene Abwehrsystem in seiner Schutzfunktion gegenüber freien Radikalen.

Jasmintee wirkt stressreduzierend

In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Jasmin-Tee mit seinen Aromen auch auf psychisch-emotionaler Ebene wirkt. Der von ihm verströmte Duft beruhigt das Gemüt und sorgt für Ruhe und Gelassenheit.

Jasmintee unterstützt die Herzgesundheit

Die im Jasmin-Tee enthaltenen Catechine spielen laut wissenschaftlicher Untersuchungen eine bedeutende Rolle für die Gesundheit des Herzens. Sie können dabei helfen, eine LDL-Oxidation zu verhindern. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, durch den sich das LDL-Cholesterin in den Arterien durch Oxidation verändert und Entzündungen hervorruft, die zu Herzattacken oder zum Schlaganfall führen können. Die Catechine hemmen diese chemische Reaktion. Damit senken sie zugleich das Risiko für Bluthochdruck und verringern die Blutfettwerte.

Jasmintee unterstützt das Gehirn

Das im Tee enthaltene Koffein blockiert im Gehirn die Rezeptoren für Adenosin. Das führt zu einer höheren Konzentration belebender und aktivierender Botenstoffe wie Noradrenalin und Dopamin, was eine stimmungsaufhellende Wirkung zur Folge hat.

Jasmintee wirkt diesbezüglich ähnlich wie Kaffee, löst jedoch nicht das zittrig-überdrehte Gefühl aus, dass sich gerne nach einer Tasse des schwarzen Heißgetränks einstellt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass der Koffeingehalt des Tees geringer ist, andererseits aber auch damit, dass grüner Tee die Aminosäure L-Theanin enthält. Diese wirkt als Gegenspieler von Koffein und sorgt für innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Stabilität. Außerdem verstärkt sie die Dopamin-Produktion und unterstützt das Gehirn dabei, in den Zustand der Konzentration zu gelangen.

Antioxidantien in Jasmintee senken Krebsrisiko

Krebs zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Mittlerweile ist bekannt, dass das unkontrollierte Wachstum der Zellen durch oxidative Prozesse gefördert wird. Antioxidantien aus Pflanzen können den Körper vor solchen Zellschäden schützen.

Jasmintee aus grünem Tee ist eine sehr gute Quelle für Antioxidantien. Er kann unter anderem das Risiko für Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs verringern. Eine Beobachtungsstudie zeigte beispielsweise, dass Frauen, die den meisten grünen Tee zu sich nahmen, ein um zwanzig bis dreißig Prozent geringes Brustkrebsrisiko aufwiesen.

Jasmintee senkt das Diabets-Typ-2-Risiko

Wird der Körper unempfindlich gegen das Hormon Insulin, gelangt zu wenig Zucker vom Blut in die Zellen. Aus dieser Insulinresistenz kann ein Diabetes Typ 2 entstehen. Grüner Tee und daraus hergestellter Jasmin-Tee können die Insulinsensitivität erhöhen und den Blutzuckerspiegel senken. Eine Meta-Analyse von 18 Studien ergab, dass der regelmäßige Konsum koffeinhaltiger Getränke wie Jasmintee oder Kaffee das Diabetes-Risiko um bis zu sieben Prozent verringern kann.

Gibt es Nebenwirkungen oder nachteilige Effekte?

Bei den Nebenwirkungen von Jasmin-Tee steht vor allem das Koffein im Vordergrund. Dieses kann sich abhängig von der Tagesform und vom Gesundheitszustand unterschiedlich auf das Wohlbefinden auswirken. Zu den typischen Effekten von Koffein zählen Nervosität und Gereiztheit. Auch ein Gefühl der Austrocknung oder Einschlafprobleme können auftreten.

In den meisten Fällen klingen diese Nebenwirkungen innerhalb eines Tages von allein ab und bleiben ohne langfristige Folgen. Die Halbwertzeit von Koffein variiert von Mensch zu Mensch, abhängig von der Fähigkeit des Körpers, Enzyme für den Koffeinabbau zu produzieren. Eine Studie erbrachte Zeiten von 2,7 bis 9,9 Stunden.

Bei Menschen, die unter Entzündungen im Darm leiden, kann Jasmintee aus grünem Tee die Symptome verschlimmern. Außerdem kann der Tee zu Verfärbungen der Zähne führen, sofern diese nicht sorgfältig gereinigt werden.

Wer Jasmintee liebt, aber empfindlich auf Koffein reagiert, sollte zu Sorten greifen, deren Basistee einen geringeren Koffeingehalt aufweist. Weißer Tee bewegt sich diesbezüglich eher im unteren Bereich, während grüner Tee meist deutlich mehr Koffein enthält.

Treten bei einer Überdosierung zusätzliche Nebenwirkungen auf?

Der übermäßige Genuss von Jasmintee kann zu einer Koffeinvergiftung führen. Bei Kindern, Senioren und Menschen, die das Getränk nicht regelmäßig konsumieren, können sich entsprechende Symptome schon bei relativ niedrigen Mengen bemerkbar machen. Umgekehrt muss die Koffeinvergiftung bei höheren Dosen nicht auftreten, wenn jemand durch häufiges Teetrinken eine hohe Toleranz gegenüber dieser Substanz entwickelt hat.

Zu den typischen Anzeichen für eine Koffeinvergiftung zählen:

  • Nervosität,
  • Unruhe,
  • gesteigerte Erregbarkeit,
  • Schwindelgefühle,
  • Gesichtsrötung,
  • Diurese,
  • Herzklopfen,
  • Magenschmerzen,
  • Gereiztheit und
  • Schlaflosigkeit.

Bei Dosen ab einem Gramm Koffein können Sprachstörungen, Muskelkrämpfe, Hyperaktivität, Tachykardie und Herzrhythmusstörungen sowie psychomotorische Defizite auftreten.

Ist der längerfristige Genuss von Jasmintee gesundheitsschädlich?

Bei hochwertigen Teesorten sind auch bei langfristigem Genuss keinerlei Gesundheitsschäden zu befürchten. Allerdings ist es ratsam, ausschließlich Produkte aus biologischem Anbau zu erwerben. Nur so lässt sich sicherstellen, dass sich weder Rückstände von Pestiziden noch Schwermetalle im Tee wiederfinden. Diese gefährlichen Umweltgifte können unter anderem das Immunsystem beeinträchtigen, die Zellteilung stören, Allergien auslösen, Krebs begünstigen und das Erbgut verändern.

Kann man durch den hohen Koffeingehalt von Jasmintee abhängig werden?

Grundsätzlich ist eine Abhängigkeit möglich. Der Schlüssel liegt in der wach machenden und energetisierenden Wirkung des im Tee enthaltenen Koffeins. Wer jeden Tag Jasmintee in großer Menge konsumiert, stellt möglicherweise irgendwann fest, dass der erfrischende Effekt nicht mehr nach der ersten Tasse einsetzt, sondern erst nach der zweiten. Dadurch kann sich der Teekonsum im Laufe der Zeit automatisch erhöhen.

Lässt die Wirkung des Koffeins nach, setzt der Körper außerdem Chemikalien frei, die sich nachteilig auf das Wohlbefinden auswirken können. Eine weitere Tasse Tee kann dann relativ schnell Abhilfe schaffen. Allerdings ist genau das der Zeitpunkt, wo die Abhängigkeit einsetzt.

Koffeinsüchtige Personen leiden typischerweise an Entzugsreaktionen wie:

  • Kopfschmerzen,
  • Muskelschmerzen,
  • Reizbarkeit und/oder,
  • Müdigkeit.

Verschwinden diese Symptome nach Wiederaufnahme des normalen Teekonsums, könnte eine Sucht vorliegen.

Da Jasmintee deutlich weniger Koffein enthält als Kaffee, Energiegetränke oder Koffeinpillen, ist das Entstehen einer Abhängigkeit bei normalem Genuss eher unwahrscheinlich. Wer nicht regelmäßig eine zweistellige Anzahl an Tassen pro Tag trinkt, braucht sich diesbezüglich kaum zu sorgen.

Gibt es unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten?.

Verantwortlich hierfür sind nach Angaben der Forscher die im Tee enthaltenen Catechine. Diese beeinflussen vermutlich ein Protein in der Darmschleimhaut (OATP1A2), das normalerweise Medikamente beim Übertritt vom Darm ins Blut unterstützt. Die Catechine blockieren das Protein, wodurch keine oder nur wenige Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen.

Da es sich um eine sehr kleine Studie handelte, sind die Ergebnisse bislang wenig stichhaltig. Für wirklich aussagekräftige Resultate bedarf es weiterer Untersuchungen.

Wechselbeziehungen mit Alkohol und Cannabis

Jasmintee in Verbindung mit größeren Mengen Alkohol kann zu einer verstärkten Harnausscheidung führen. Die Kombination von mindestens 15 g Alkohol und einer Tasse heißem Tee täglich verfünffacht einer chinesischen Studie zufolge außerdem die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung der Speiseröhre im Vergleich zu Tee- und Alkohol-Abstinenzlern. Heißer Tee alleine soll das Karzinomrisiko hingegen nicht erhöhen.

Wie sich die Kombination von Jasmin-Tee und Cannabis auf den menschlichen Organismus auswirkt, wurde bislang noch nicht durch belastbare Studien belegt.

Zubereitung und Dosierung von Jasmintee

Loser Jasmintee wird ähnlich zubereitet wie herkömmlicher Grüntee. Wie bei diesem gehen die Meinungen bezüglich der Ziehzeiten und der Teemengen auseinander. Grundsätzlich soll der Tee nach bei kurzer Ziehzeit anregend wirken, während er bei langer Ziehzeit eine beruhigende Wirkung entfaltet.

Das beste Geschmackserlebnis lässt sich durch die Verwendung von weichem Wasser erzielen. Ist das Leitungswasser zu kalkhaltig, schafft ein Wasserfilter Abhilfe.

Wird Jasmin-Tee mit sprudelnd kochendem Wasser aufgebrüht, kann er leicht bitter werden und sein volles Aroma nicht entfalten. Ideal ist ein Überguss mit circa 70 bis 80 °C heißem Wasser. Um diese Temperatur zu erreichen, sollte die Flüssigkeit nach dem Aufkochen drei bis vier Minuten abkühlen. Genauer wird es mit einem Thermometer oder einem Wasserkocher mit Temperatureinstellung.

Bei der traditionell chinesischen Zubereitung werden circa 2 g Tee auf 100 ml Wasser gerechnet. Es empfiehlt sich, die Teemenge abzuwiegen, da das Volumen des Tees variieren und das Abmessen mit dem Löffel zu ungenau sein kann.

Ein Tee mit mittlerer Güte kann bei einer Ziehzeit von einer Minute drei- bis fünfmal aufgegossen werden. Bei sehr hochwertigen Teesorten sind sogar bis zu zehn Aufgüsse möglich. Gemeinhin gilt der dritte Aufguss als der beste, da er das ausgewogenste Gesamtbild aus Teearomen und Jasminduft liefert.

Bei der Zubereitung nach westlicher Methode kommen 10 g Tee auf 500 ml Wasser. Die Ziehzeit sollte vier bis fünf Minuten betragen. Auch so schmeckt Jasmintee sehr gut. Allerdings lässt sich damit nicht dieselbe Geschmackskomplexität erzielen wie im traditionellen Verfahren.

Jasmintee kalt aufgießen

Hochwertige Jasmin-Tees können gut kalt aufgegossen werden. Ein solcher Kaltaufguss ergibt eine sanfte, aromatische Erfrischung, die deutlich weniger Reizstoffe enthält als bei der heißen Zubereitung.

Für den kalten Aufguss wird ein Teelöffel Jasmintee mit 200 ml kaltem, weichem Wasser übergossen und in einem geschlossenen Gefäß für mindestens zwei bis drei Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Jasmin-Eistee zubereiten

Jasmin-Eistee ist eine leckere sommerliche Erfrischung. Zur Zubereitung empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. ausreichend Orangen- oder Limettensaft zu Eiswürfeln einfrieren, um die benötigte Anzahl der Gläser bis zum Rand füllen zu können
  2. Tee aufbrühen und circa fünf Minuten ziehen lassen
  3. Teegläser mit Frucht-Eiswürfeln befüllen und den heißen Tee darübergießen
  4. gegebenenfalls mit Zucker oder Honig süßen

Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?

Im Vergleich zu Kaffee nimmt der Körper das in Jasmintee enthaltene Koffein langsamer auf. Daher dauert es eine Weile, bis sich die anregende Wirkung bemerkbar macht. Dafür hält diese aber deutlich länger an.

Wer sich vom Tee gesundheitsunterstützende Einflüsse erhofft, sollte ihn regelmäßig trinken. Entsprechende Effekte treten nicht plötzlich über Nacht ein, sondern nach und nach.

Weshalb könnte eine Wirkung ausbleiben?

Unter anderem kann die Wirkung ausbleiben, wenn Jasmintee zu Mahlzeiten getrunken wird. Einerseits verhindert das Essen die Aufnahme der Teewirkstoffe. Zum anderen können im Tee enthaltene Substanzen die Absorption lebenswichtiger Mineralien aus der Nahrung unterbinden.

Gibt es Personengruppen, die vor der Einnahme von Jasmintees mit dem Arzt sprechen sollten?

Grundsätzlich empfiehlt es sich für folgende Personengruppen, auf den Verzehr von auf grünem Tee basierendem Jasmintee zu verzichten oder vorher den Arzt zu befragen.

Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen

Bei Magenerkrankungen wie Magengeschwüren kann Jasmin-Tee auf Basis von grünem Tee durch seine die Magensäurebildung anregende Wirkung die Symptome verstärken. Um nachteilige Effekte auszuschließen, empfiehlt es sich, den Konsum des Tees mit dem Arzt abzusprechen. Ähnliches gilt für Entzündungen im Darm oder der Darmschleimhäute.

Menschen mit Nierenerkrankungen

Bei schweren Nierenerkrankungen empfiehlt es sich, den Einsatz von Jasmintee als diuretisches Mittel grundsätzlich mit dem Arzt abzuklären. Das gilt sowohl für die Teesorte und die Dosierung als auch für den Zeitpunkt der Einnahme.

Menschen mit Hämophilie (Bluterkrankheit)

Der dem Jasmintee zugrundeliegende grüne Tee besitzt tendenziell eine blutverdünnende Wirkung. Das ist unbedingt bei der Einnahme von Medikamenten zu berücksichtigen und sollte daher in jedem Fall mit dem Arzt abgesprochen werden.

Gibt es Personen, die lieber keinen Jasmintee konsumieren sollten?

Möglichst keinen Jasmin-Tee trinken sollten schwangere und stillende Frauen. Das im Tee enthaltene Koffein gelangt über die Plazenta in das fetale Blut. Bestimmte Mengen werden in Zusammenhang mit einem vermehrten Risiko für Fehlgeburten, niedrigem Geburtsgewicht, Frühgeburten und Fehlentwicklungen gebracht. Die Wirkung von Catechinen auf das ungeborene Leben ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

In der Muttermilch von Teetrinkerinnen findet sich das Koffein aus dem Tee ebenfalls wieder. Ein Baby kann diese Substanz noch nicht ausreichend verarbeiten, wodurch diese sich anhäuft. Das kann beim Säugling zu Bauchschmerzen, Blähungen und Unruhe führen.

Frauen, die während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht auf Jasmintee verzichten möchten, sollten milde Sorten mit geringerem Koffein- und Catechingehalt bevorzugen und den Tee maximal zwei Minuten ziehen lassen.

Fragen und Antworten

Können Kinder und Jugendliche Jasmintee trinken?

Wie alle Getränke mit Koffein ist auch Jasmin-Tee für Kinder nicht geeignet. In Deutschland existieren keine Grenzwerte für die Aufnahme von Koffein durch Kinder, es gibt jedoch die Empfehlung, diesen Wirkstoff ganz zu meiden. In Kanada gilt, dass Vorschulkinder pro Tag maximal 45 mg Koffein zu sich nehmen sollten. Eine Tasse Jasmintee kann je nach Sorte und Zubereitung zwischen 20 und 50 mg Koffein aufweisen. Zum Vergleich: Eine Dose Cola enthält circa 40 mg. Ältere Kinder können kleinere Mengen Jasmintee konsumieren, sofern keine Tendenz zu Hyperaktivität, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten vorliegen. Für gesunde Jugendliche gibt es keine besonderen Einschränkungen.

Wo kann Jasmintee gekauft werden?

Jasmin-Tee im Teebeutel gibt es mittlerweile in nahezu allen Supermärkten und Drogerien sowie in vielen Online-Shops. Wer losen Tee kaufen möchte, wendet sich am besten an spezialisierte Fachgeschäfte, in denen es neben vielfältigen Teesorten auch eine umfassende Beratung gibt.

Wie teuer sind Jasmintees?

Die günstigsten Jasmin-Tees im Teebeutel sind schon für weniger als zwei Euro pro 20-Beutel-Packung zu haben. Loser Tee beginnt ab circa fünf Euro pro 100 g. Besonders hochwertige Teesorten aus manueller Produktion können 15 Euro und mehr pro 100 g kosten.

Wie sollte Jasmintee gelagert werden?

Damit der Tee seine Aromen über einen möglichst langen Zeitraum behält, empfiehlt sich eine trockene und kühle Lagerung unter Luftabschluss. Beim Kauf größerer Verpackungseinheiten ist es ratsam, den Tee neu in kleinere Einheiten zu verpacken und diese bis zum Gebrauch zu vakuumieren. So verpackt kann er auch eingefroren werden. Auf diese Weise lassen sich Lagerzeiten von bis zu 18 Monaten erreichen.

Kann man abgelaufenen Jasmintee erkennen und ist dieser noch immer genießbar?

Auch bei optimaler Lagerung verliert der Jasmin-Tee im Laufe der Zeit sein Aroma. Er ist dann nicht schlecht im eigentlichen Sinne, sondern schmeckt fad. Hat sich aufgrund von Feuchtigkeit Schimmel gebildet oder riecht der Tee muffig, sollte er entsorgt werden.

Jasmintee wie lange ziehen lassen?

Wie lange man Jasmintee ziehen lassen sollte, steht eigentlich immer auf der Rückseite der Verpackung. Auch kommt es hier auf die eigenen Vorlieben an. Um einen starken Jasmintee zu erhalten sollten Sie diesen ca. 5 Minuten ziehen lassen. Möchten Sie einen Jasmintee mit weniger Koffein, dann sollten Sie diesen nur etwas 2 Minuten ziehen lassen. Am Anfang sollten Sie ein wenig ausprobieren mit welcher Ziehzeit Sie ihren Geschmack am besten treffen.

Kriterien zum Kauf von Jasmintee

Ursprünglich wurden die zur Teeherstellung verwendeten Jasminblüten hauptsächlich in China geerntet. Inzwischen gibt es aber auch größere Anbaugebiete in Japan, Malaysia und Indien. Der Herkunftsort kann sich auf den Geschmack und die Qualität des Tees auswirken. Hochwertiger Jasmin-Tee enthält keine künstlichen Aromen, sondern wird ausschließlich mit echten Blüten beduftet.

Zu empfehlen ist vor allem Tee aus biologischem Anbau. Bei diesem ist sichergestellt, dass sich im Heißgetränk keine gesundheitsschädigenden Pestizide oder Schwermetalle wiederfinden. Außerdem kommen statt synthetischer Mineraldünger organische oder mineralische Dünger zum Einsatz, die die Böden langfristig schonen.

Wer sicherstellen möchte, dass der Tee unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, sollte überdies auf das Fair-Trade-Siegel achten.

Welche Alternativen gibt es?

Neben Jasmin-Tee existieren viele weitere Teesorten, die sich durch vielfältige positive Effekte auszeichnen. Ob gegen Schlafstörungen oder Stress, für mehr Energie, Erholung und Wohlbefinden oder zur Förderung der Gesundheit – für fast alles ist ein passender Tee zu finden.

Grüner Tee

Wer das Jasmin-Aroma nicht mag, muss nicht auf grünen Tee verzichten. Es gibt so viele verschiedene Sorten, dass sich für jeden Geschmack etwas Passendes findet. Wie Jasmintee besitzen auch andere grüne Tees zahlreiche gute Eigenschaften, die sich bei regelmäßigem Genuss positiv auf die Gesundheit auswirken können.

Schwarzer Tee

Wie Jasmintee wirkt auch schwarzer Tee belebend und steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Besonders reich ist er an B-Vitaminen, Mangan und Kalium. Die enthaltenen Gerbstoffe können helfen, den Cholesterinspiegel und den Blutdruck zu senken und Magen-Darm-Probleme wie Durchfall zu bekämpfen.

Weißer Tee

Weißer Tee stammt von denselben Teepflanzen wie grüner und schwarzer Tee. Er besteht jedoch ausschließlich aus jungen Blättern und geschlossenen Knospen, die lediglich gewelkt und getrocknet werden. Seinen Namen verdankt er dem weißen Flaum, der die zur Herstellung verwendeten Blattknospen umgibt. Gegenüber grünem und schwarzem Tee wirkt weißer Tee besonders schonend auf den Magen. Einige Inhaltsstoffe können vermutlich Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen vorbeugen. Der beste uns bekannte Weiße Tee ist der Silver Needle Tee.

Ingwertee

Ingwertee ist ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältungen, kann aber auch bei Kopfschmerzen und Übelkeit Linderung verschaffen. Ingwer enthält Gingerole und ätherische Öle, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken.

Die beste Wirkung lässt sich mit Tee aus frischem Ingwer erzielen. Dieser sollte nicht geschält werden, da auch die Schale wertvolle Stoffe enthält. Zur Teezubereitung wird ein teelöffelgroßes Stück Ingwer kleingeschnitten und mit 60 bis 90 °C heißem Wasser übergossen. Die Ziehzeit sollte zehn Minuten betragen.

Brennnesseltee

Durch seine stark harntreibende Wirkung kann Brennnesseltee bei Harnwegsentzündungen und Blasenentzündungen helfen. Zudem eignet er sich sehr gut zum Entwässern des Körpers. Da er den Stoffwechsel anregt, wird er häufig als Begleitung zu Diäten und Fastenkuren empfohlen. Darüber hinaus soll er den Blutzuckerspiegel regulieren, gut für Haut und Haare sein und bei Gicht und Rheuma helfen.

Lindenblütentee

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung kommt Lindenblütentee häufig als Hausmittel bei Erkältungen und Fieber zur Anwendung. Er kann außerdem Kopf- und Magenschmerzen lindern und das Immunsystem stärken. Da er entspannend wirkt, eignet er sich auch bei Stress und Einschlafproblemen.

Fenchel- und Kümmeltee

Beide Teesorten wirken entkrampfend und können daher viele das Verdauungssystem betreffende Beschwerden lindern. Häufig kommen sie beispielsweise bei Blähungen zur Anwendung. Nicht ohne Grund werden blähende Gerichte mit Kümmel gewürzt.

Kamillentee

Kamillentee enthält den beruhigend und angstlösenden Pflanzenstoff Apigenin. Daher kann das Getränk als natürliches Beruhigungsmittel fungieren, Stressgefühle reduzieren und einen guten Schlaf fördern. Ähnlich wirken Lavendel-, Baldrianwurzel- und Melissentee.

Die Schleimstoffe in Kamillentee wirken lindernd auf eine übermäßige Magensäure-Produktion. Seine antibakterielle Wirkung kann bei Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren helfen. Bei Erkältungen und Mandelentzündungen eignet sich dieser Tee sehr gut zum Gurgeln.

Pfefferminztee

Das in der Pfefferminze enthaltene Menthol wirkt antibakteriell und antiviral. Dadurch ist Pfefferminztee ein idealer Helfer bei Erkältungen. Er befreit die verstopfte Nase, hilft, besser durchzuatmen, lindert Halsschmerzen und kann sogar Fieber senken.

Auch für die Verdauung ist Pfefferminztee zu empfehlen. Vor allem bei fettigem Essen kann er gegen das Völlegefühl helfen und die Entleerung des Magens unterstützen.

Kräutertee

Abhängig davon, welche Heilpflanzen in einem Kräutertee verarbeitet wurden, kann dieser unterschiedlichste Wirkungen aufweisen. Ein Tee mit beruhigenden Kräutern kann sich beispielsweise gut als Schlaftee vor dem Zubettgehen eignen, während ein basischer Kräutertee dabei hilft, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Auch Oolong Tee kann eine gesunde Alternative sein.

Hagebuttentee

Da Hagebuttentee reich an Vitamin C ist, kann er das Immunsystem stärken. Wegen der vielen Pektine in den Hagebutten ist er außerdem ein gutes Hausmittel bei Verdauungsproblemen und Durchfall.

Fazit: Jasmintee ist eine Wohltat für Körper und Geist, hat aber auch Nachteile

Jasmin-Tee ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, er zeichnet sich auch durch verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften aus. Neben Koffein beinhaltet der mit Jasminblüten aromatisierte Weiß-, Schwarz- oder Grüntee viele Vitamine und Mineralstoffe, die der Organismus zum Aufbau gesunder Körperzellen benötigt. Die ebenfalls enthaltenen ätherischen Öle sorgen für ein entspannendes Gefühl, während das Koffein belebend wirkt.

Im Allgemeinen ist Jasmintee gut verträglich. Wegen seines Koffeingehalts sollte er jedoch in Maßen genossen werden. Das gilt vor allem für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren. Weitgehend verzichten sollten schwangere und stillende Frauen, zum einen wegen des Koffeins, zum anderen aber auch, weil der Jasmintee die Aufnahme von Eisen und Folsäure verhindern und damit das Wachstum des Kindes beeinträchtigen und zu Neuraldefekten führen kann. Für jüngere Kinder eignet sich der Tee aufgrund des Koffeins ebenfalls nicht. Vorsicht walten lassen sollten auch Menschen mit Eisenmangel, Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenkrankheiten und Hämophilie.

Schon zwei bis drei Tassen Jasmintee pro Tag genügen, um von den positiven Effekten des Getränks zu profitieren. Der maßvolle Genuss schützt zugleich vor einem der größten Nachteile des Tees: unschönen Zahnverfärbungen.